Aktion der „Kath. Pfarrei St. Matthias Neuwied“ während der Fastenzeit
Seniorenzentrum beteiligte sich an der Klagesteine-Aktion
Neuwied. „Viele haben in der jetzigen Zeit echten Grund zur Klage. Dabei geht es aber nicht um ein ‚sich beklagen‘, sondern darum, meine Not, meine Unsicherheit, die ganzen Widersprüche der derzeitigen Situation einfach auszusprechen, vielleicht auch hinauszuschreien. Schon immer drückten Menschen ihre Klage gemeinsam aus: ‚Geteiltes Leid ist halbes Leid.‘ In Gemeinschaft brachten Menschen ihre Klage auch vor Gott - gerade in Zeiten von Krankheit und Bedrohung. Kann die gemeinsame Klage vor Gott in dieser Pandemie-Zeit nicht auch ein gutes Ventil für uns alle sein?“
Mit diesem Text sprach eine ehrenamtliche Gruppe der Katholische Kirchengemeinde St. Matthias die BewohnerInnen Neuwieds an. Ein den Klagesteinen beigefügter Text erklärt die Aufstellung von Klagesteinen an verschiedenen Orten in der Stadt: in den drei katholischen Innenstadtkirchen St. Matthias, Liebfrauen und Heilig Kreuz, in der Stadtverwaltung und in diversen Pflegeeinrichtungen wie dem „AWO Seniorenzentrum Haus der Generationen“, dem „Josef-Ecker-Stift“ sowie dem „Haus am Distelfeld“.
Die Menschen wurden aufgefordert, ihre Klagen - gerade in der jetzigen Zeit- zu Papier zu bringen und in Anlehnung an die bekannte Klagemauer in Jerusalem ihren Zettel in die Ritzen eines Steines zu schieben.
Auch das AWO Seniorenzentrum hat sich beteiligt. Die BewohnerInnen nahmen das Angebot sehr gerne an und füllten fleißig ihre Zettelchen aus, welche in drei Klagegottesdiensten in der Fastenzeit in der Kirche „Heilig Kreuz“ verlesen wurden.
Die BewohnerInnen des AWO Seniorenzentrums Neuwied begrüßten die Aktion. Die MitarbeiterInnen freuen sich an einer neuen Art der Kooperation mit den Kirchen vor Ort, welche sich bisher auf Gottesdienste und Seelsorge beschränkte. Ganz sicher werden noch weitere gemeinsame Aktionen folgen.
Pressemitteilung
AWO Seniorenzentrum Neuwied
Die BewohnerInnen befüllten die Ritzen der Steine mit Klagen.
