Allgemeine Berichte | 14.04.2025

Ausstellung zu Sexismus endete mit Finissage und Vortrag

Sexistisches Denken tief in sozialen Strukturen verankert

Vor Teilen der Ausstellung stehen v.l.n.r.: Theresa Rosenbauer (stellv. Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur), Ellen Eberth-Pöhler (Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur), Caroline Albert-Woll (Leiterin vhs Montabaur), Alexandra Tschesche (Leiterin Kreis-Volkshochschule Westerwald e. V.), Beate Ullwer (Gleichstellungsbeauftragte des Westerwaldkreises), Claudia Wienand (Referentin, Diplom-Sozialpädagogin), Ulrich Richter-Hopprich (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur). Foto: VG Montabaur / Heike Zins

Westerwaldkreis. Sexismus ist ein Phänomen, das nicht nur in der Vergangenheit verwurzelt ist, sondern tagtäglich in unserer Gegenwart auftritt. Informationen dazu erhielten Interessierte in der Bürgerhalle im Rathaus in Montabaur im Rahmen einer Ausstellung, die nun nach einer Finissage zu anderen Standorten weiterzieht.

„Es ist uns wichtig, das Thema im öffentlichen Raum zu platzieren“, sagte Alexandra Tschesche, Leiterin der Kreis-Volkshochschule Westerwald. „Wir freuen uns, dass dies in der Bürgerhalle niedrigschwellig möglich war“, ergänzte Caroline Albert-Woll, Leiterin der Volkshochschule Montabaur.

Zusammen mit den Gleichstellungsbeauftragten von Kreis und Verbandsgemeinde hatten die beiden zu einer Finissage eingeladen und die Diplom-Sozialpädagogin Claudia Wienand hierfür als Referentin gewonnen. Diese beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema und hat unter anderem die Kampagne „make it work!“ gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz im Westerwaldkreis begleitet.

In ihrem Vortrag zeigte Claudia Wienand auf, dass sich Sexismus auf unterschiedlichste Weise äußert: durch Sprache, Handlungen oder subtile Verhaltensweisen, die tief in sozialen Strukturen verankert sind. Derzeit sei ganz aktuell eine Zunahme dessen erkennbar und schleiche sich zurück in die Gesellschaft. Die Politik könne den gesetzgeberischen Rahmen setzen, um Sexismus zu sanktionieren und den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich zu wehren. Um Stereotype und sexistisches Denken langfristig aus Köpfen und Strukturen zu verbannen, seien jedoch weit mehr gesellschaftliche Kräfte gefragt. Es brauche Veränderungen in der Kultur und in den Regeln von Unternehmen, staatlichen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Hier sei jeder und jede Einzelne gefragt, einen Teil zu einer gerechteren und respektvolleren Welt beizutragen.

Die Ausstellung, die von der Bundesinitiative „Gemeinsam gegen Sexismus“ ins Leben gerufen wurde, setzt darauf Veränderungen anzustoßen. Sie wird nun durch den Westerwald weiterwandern und in den Sommermonaten in der Tourist-Information am Wiesensee zu sehen sein. Weitere Informationen folgen.

Pressemitteilung des

Westerwaldkreises

Vor Teilen der Ausstellung stehen v.l.n.r.: Theresa Rosenbauer (stellv. Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur), Ellen Eberth-Pöhler (Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur), Caroline Albert-Woll (Leiterin vhs Montabaur), Alexandra Tschesche (Leiterin Kreis-Volkshochschule Westerwald e. V.), Beate Ullwer (Gleichstellungsbeauftragte des Westerwaldkreises), Claudia Wienand (Referentin, Diplom-Sozialpädagogin), Ulrich Richter-Hopprich (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur). Foto: VG Montabaur / Heike Zins

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