Allgemeine Berichte | 19.03.2026, 09:28 Uhr

COA-Woche: Hilfe für Kinder in Not

Sichtbarkeit für Kinder suchtkranker Eltern

An der bundesweiten COA-Woche (Children of Addicts) beteiligten sich die Familienbildungsstätten aus Andernach, Mayen und Koblenz mit ihren jeweiligen Lotsenstellen in den Häusern der Familie in Bendorf, der Verbandsgemeinde (VG) Mendig und der VG Pellenz aus dem Lotsenprojekt.Foto: Kath. Familienbildungsstätte Andernach e.V.
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Andernach. An der bundesweiten COA-Woche (Children of Addicts) beteiligten sich die Familienbildungsstätten aus Andernach, Mayen und Koblenz mit ihren jeweiligen Lotsenstellen in den Häusern der Familie in Bendorf, der Verbandsgemeinde (VG) Mendig und der VG Pellenz aus dem Lotsenprojekt.

Der Höhepunkt der Woche war eine öffentlichkeitswirksame Ausstellung im Löhr Center Koblenz, die von Kooperationspartnern aus dem Landkreis und den Städten Andernach, Mayen und Koblenz unterstützt wurde. Diese Ausstellung erreichte zahlreiche Besucherinnen und Besucher und machte ein oft tabuisiertes Thema sichtbar: Kinder, die in sucht- oder psychisch belasteten Familien aufwachsen.

Schätzungen zufolge lebt in Deutschland jedes vierte bis fünfte Kind in einem suchtbelasteten Haushalt. Viele weitere Kinder sind von Depressionen, Angststörungen oder anderen psychischen Erkrankungen der Eltern betroffen. Diese Belastungen bleiben im Alltag häufig unsichtbar, obwohl die Kinder frühzeitig Schutz, Orientierung und verlässliche Ansprechpersonen benötigen.

Im Löhr Center informierten die Lotsinnen mit Plakaten, Infomaterial und niedrigschwelligen Gesprächen über Warnsignale, Unterstützungsmöglichkeiten und Wege in Hilfsangebote. Besonders gefragt war die persönliche Beratung am Donnerstag und Freitag. Die KpsE-Lotsinnen Catrin Brust, Anna Müldner und Andrea Roggenfelder standen für vertrauliche Gespräche zur Verfügung. Die Resonanz im Löhr Center zeigte deutlich, wie groß der Informationsbedarf ist. Viele Besucherinnen und Besucher nahmen Flyer mit, suchten das Gespräch und wurden für das Thema sensibilisiert.

„Wenn die Kinder gesehen und wahrgenommen werden in ihrer besonderen Lebenswelt, können eigenes Empfinden und Erleben der Kinder in Bahnen gelenkt werden, die eine gesunde Entwicklung fördern“, sind sich die Lotsinnen einig.

Auch über die COA-Woche hinaus stehen die KpsE-Lotsinnen zur Verfügung und begleiten vertraulich in individuelle Lösungsmodelle – flächendeckend im Kreis Mayen-Koblenz. Für die VG Pellenz und die Stadt Andernach ist Catrin Brust unter der Telefonnummer 0151 28381199 oder per E-Mail an lotsenstelle@fbs-andernach.de erreichbar.BA

An der bundesweiten COA-Woche (Children of Addicts) beteiligten sich die Familienbildungsstätten aus Andernach, Mayen und Koblenz mit ihren jeweiligen Lotsenstellen in den Häusern der Familie in Bendorf, der Verbandsgemeinde (VG) Mendig und der VG Pellenz aus dem Lotsenprojekt.Foto: Kath. Familienbildungsstätte Andernach e.V.

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