Allgemeine Berichte | 04.04.2018

Jazz im Ließemer Köllenhof

Slaves to the Rhythm gaben mit Jazz den Takt vor

Bekannte und neue Stücke sowie innovative Interpretationen rissen Publikum mit

Gastmusiker Marco Rech von M.T. Wizzard verstärkte Slaves to the Rhythm mit einem Didgeridoo.  CEW

Wachtberg-Ließem. Am ersten Dienstag im April begeisterten „Slaves to the Rhythm“ ein ausgesuchtes Publikum im Köllenhof. Schwerpunkt des Ensembles sind – wie der Name schon sagt – der Rhythmus und das, was Menschen mit ihm bewirken können. Mit gezielt schnellen Intros stiegen die Musiker Edgar Türk, André Peiter und Ulli Faust schnell in die Stücke ein und hielten die transportierte Stimmung auf hohem Niveau.

Zusammen mit den beiden Gastmusikern Marco Rech und Klaus Hauter von M.T. Wizzard aus der Pfalz hatten sie ein Grundprogramm zusammengestellt. Nur wenige Stücke waren als Fixpunkte in ihrem abendlichen Konzert vorgesehen. Den weiteren Verlauf des Konzerts gestalteten sie flexibel publikumsorientiert nach der Stimmung im Raum und eventuellen Wünschen aus der Zuhörerschaft.

Bekanntes und Innovatives

Mit „Since my Guitar cries“, „If six was eight“ in Anlehnung an einen Titel von Jimi Hendrix und „The last Words of a Violin“ hörten die Gäste einige bekannte Stücke des rhythmusbetonten Jazz. Außerdem spielten die fünf Musiker immer wieder innovative Interpretationen, die vor allem durch die instrumentale Zusammensetzung des Ensembles hörenswert waren. Nicht nur die bekannten Percussion-Instrumente waren zu hören, auch ein Saz, Djembé und ein rund eineinhalb Meter langes Didgeridoo, das jenen der australischen Ureinwohner nachempfunden war, sorgten für innovative Kombinationen und musikalische Leckerbissen.

Ein eingespieltes Musik-Team

Die beiden Gruppen Slaves to the Rhythm und M.T. Wizzard tauschen sich bereits seit über zehn Jahren regelmäßig aus und haben zusammen mit Chris Karrer schon eine CD mit dem Titel „Patchwork“ produziert.

In der im Köllenhof präsentierten Besetzung treten die Musiker als eingespieltes Team auf und gehören größtenteils bereits seit rund zehn Jahren zum Stammprogramm. Immer wieder neu finden und interpretieren sie den Rhythmus-Jazz, sodass die Gäste genau das bekommen, was sie im historischen Fachwerk in Ließem suchen: musikalische Leckerbissen, die anderswo nicht zu genießen sind und die einmal außerhalb des Gewöhnlichen angesiedelt sind.

Außerdem bot sich nach der ersten Stunde Konzert für jedermann die Möglichkeit, mit eigenen Instrumenten mitzuspielen. Jeden ersten Dienstag im Monat treten im Köllenhof verschiedene Jazz Bands auf, die innerhalb der ausgesprochen großen Bandbreite der Stile Bekanntes, Highlights ebenso wie Innovationen präsentieren, die einen genussreichen Besuch wert sind.

Edgar Türk, André Peiter, Maro Rech, Klaus Hauter und Uli Faust (v.l.) spielten Rhythmusjazz vom Feinsten im Köllenhof.

Edgar Türk, André Peiter, Maro Rech, Klaus Hauter und Uli Faust (v.l.) spielten Rhythmusjazz vom Feinsten im Köllenhof.

Edgar Türk spielt bereits seit Jahren bei Slaves to the Rhythm.

Edgar Türk spielt bereits seit Jahren bei Slaves to the Rhythm.

Gastmusiker Marco Rech von M.T. Wizzard verstärkte Slaves to the Rhythm mit einem Didgeridoo. Fotos: CEW

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