Allgemeine Berichte | 04.10.2016

Aufstellungsappell in der Falckenstein-Kaserne in Koblenz

„Soldaten können sich hier wohlfühlen“

Sanitätsregiment wurde um zwei Abteilungen erweitert - Stadt bleibt bedeutender Bundeswehrstandort

Oberbürgermeister Hofmann-Göttig (Mitte) schritt mit Regimentskommandeur Stoffregen (links) und weiteren Kommandeuren die Front der Soldaten ab. HEP

Koblenz. Zackig, wie beim Militär üblich, ging es zu, als das Sanitätsregiment 2 in der Koblenzer Falckenstein-Kaserne erweitert wurde. In einem Aufstellungsappell erhielt das Regiment, es verfügt über rund 900 Soldaten und zivile Mitarbeiter in Koblenz-Lützel und in Rennerod, zwei neue Abteilungen:  Führungsbereich sowie Ausbildungs- und Simulationszentrum, die in Koblenz stationiert sind.

Ein hochspezialisiertes und leistungsfähiges Regiment

In U-Form waren auf dem großen Platz der Falckenstein-Kaserne hunderte Soldaten, darunter auch eine Ehrenformation und das Heeresmusikcorps, angetreten.

Vor etwa 50 Gästen aus fast allen gesellschaftlichen Bereichen erklärte Generalstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner (Weißenfels an der Saale, Sachsen-Anhalt), dass die Zusammenlegung der Abteilungen für die Nutzung von Synergieeffekten unumgänglich sei: „An den Standorten Rennerod und Koblenz ist ein neues leistungsfähiges Regiment mit Einsatz- und Notfallsanitäter, Rettungsmedizinern und hochspezialisierten Fachärzten entstanden. Das Sanitätsregiment 2 ist damit komplett.“

Während in der Alsberg-Kaserne Rennerod die Regimentsführung und sechs Kompanien untergebracht sind, beherbergt die Koblenzer Falckenstein-Kaserne fünf Kompanien und jetzt auch die beiden neuen Abteilungen.

Das Regiment stellt bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr durch Rettungszentren und Einsatzlazaretten die klinische Akutversorgung sicher. Dazu zählen auch die ersten notfallchirurgischen, internistischen, psychiatrischen und zahnärztlichen und oralchirurgischen Maßnahmen im Anschluss an die erste allgemein- und notfallmedizinische Erstversorgung.

Militär gehört zur Koblenzer Stadtgeschichte

Nachdem Oberstabsarzt Fritz Stoffregen, Kommandeur des Sanitätsregiments 2, und Dr. Ulrich Baumgärtner gemeinsam mit dem Koblenzer Oberbürgermeister Dr. Joachim Hofmann-Göttig die Front der angetretenen Soldaten abgeschritten hatten, betonte der Stadtchef, wie wichtig die Bundeswehr für Koblenz sei. „Das Militär gehört zur langen Stadtgeschichte und ist organischer Bestandteil in der über 2000-jährigen Geschichte. Lange war Koblenz der größte Bundeswehrstandort Deutschlands“, rief Hofmann-Göttig ins Gedächtnis und ergänzte: „An öffentliche  Gelöbnisse stört sich hier niemand, denn Soldaten in Uniform sind im Stadtbild normal, eine historisch gewachsene Einheit von großer Bedeutung, auch wenn sie quantitativ nicht mehr so groß ist.“

Medizinischer Bereich in der Stadt wird weiter gestärkt

Hofmann-Göttig unterstrich, dass Koblenz noch  immer einer der größten Bundeswehrstandorte in Deutschland sei und belegte dies mit dem Zentrum Innere Führung, BAAINbw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr), Wehrtechnische Studiensammlung und dem Bundeswehrzentralkrankenhaus, das durch Investitionen jetzt noch gestärkt wird. Das Sanitärregiment 2 zähle in Koblenz zum medizinischen Bereich, der die Wirtschaft stärke: fünf Krankenhäuser, 1355 Ärzte, rund 300 Arztpraxen und 38 Apotheken sowie die CompuGroup Medical AG als eines der  führenden eHealth-Unternehmen in Europa.

„Koblenz ist eine Stadt, in der sich Soldaten wohlfühlen können, weil Tradition und respektvolles Miteinander gelebt werden. Die Stadt ist geprägt von den Preußen mit Pünktlichkeit und Ordnungssinn und den Franzosen, die im frankophilen Stil das Leben genießen“, führte der Oberbürgermeister aus und wandte sich an die Soldaten: „Willkommen, ich freue mich, dass Sie da sind.“

Nachdem die Kommandeure Fritz Stoffregen und Dr. Ulrich Baumgärtner die Fahne des Führungsbereichs „in Dienst gestellt“ hatten, endete mit dem Ausmarsch der Ehrenformation und den angetretenen Soldaten nach einer guten Stunde der Aufstellungsappell.  HEP

Auch das Heeresmusikcorps wirkte mit beim feierlichen Aufstellungsappell.

Auch das Heeresmusikcorps wirkte mit beim feierlichen Aufstellungsappell.

Regimentskommandeur Fritz Stoffregen (rechts) und Generalarzt Dr. Ulrich Baumgärtner stellten die Fahne des Führungsbereichs Koblenz offiziell in Dienst.

Regimentskommandeur Fritz Stoffregen (rechts) und Generalarzt Dr. Ulrich Baumgärtner stellten die Fahne des Führungsbereichs Koblenz offiziell in Dienst.

Oberbürgermeister Hofmann-Göttig (Mitte) schritt mit Regimentskommandeur Stoffregen (links) und weiteren Kommandeuren die Front der Soldaten ab. Fotos: HEP

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