Weinbauverband Ahr
Sorge um Grünlandflächen
Landwirte, Bauernverband und Biologe informieren über Zielkonflikte bei der Umsetzung von Freiflächen-Photovoltaik
Kreis Ahrweiler. Im Kreis Ahrweiler wird das Thema Freiflächen-Photovoltaik von regionalen Energieversorgern und Vertretern von Ortsgemeinden planerisch vorangetrieben. Dieses geschieht nicht konfliktfrei in Bezug auf Landwirtschaft und Natur- und Landschaftsschutz. Aktuelles Beispiel ist die Planung von rund 26 Hektar Freiflächen-Photovoltaik in den Gemarkungen Trierscheid, Senscheid und Dankerath – vorwiegend auf Grünlandflächen, die der Futterversorgung von Milchkuhbetrieben dienen.
Die betroffenen Flächen werden von vier landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben aus Trierscheid bewirtschaftet. Futterfläche ist in der Region knapp; die Betriebe fürchten um ihre Existenz, wenn mit der Umsetzung der Photovoltaikanlagen Flächen unwiederbringlich der Landwirtschaft, aber auch der Landschaft entnommen werden.
Gemeinsam mit seinen Mitgliedsbetrieben hatte der Kreisbauern- und Winzerverband Ahrweiler Medienvertreter zu einem Vor-Ort-Termin auf den betroffenen Flächen eingeladen. Auch der Diplom-Biologe Andreas Weidner war gekommen, um die Folgen der geplanten Flächenversiegelung für Natur und Landschaft zu skizzieren.
Den Beteiligten war wichtig zu betonen, dass es keine generelle Absage an die Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien darstellen soll, wenn man dieses Projekt kritisiere. Es ist vielmehr die Wahl des Standortes, die Bedenken hervorrufe sowie die Dimension des Projektes. Für die ansässigen Landwirte sind keine Alternativflächen verfügbar. Sie stehen zueinander solidarisch und fordern, dass die Nutzung für die Lebensmittelerzeugung weiterhin im Vordergrund stehen solle. Der Kreisvorsitzende Franz-Josef Schäfer verwies darauf, dass die Photovoltaiknutzung von Dachflächen und Konversionsflächen (z.B. brache Industrieflächen) im Kreis Ahrweiler bei weitem noch nicht ausgeschöpft sei. Hier müsse primär angesetzt werden, wenn es um dezentrale Energiekonzepte gehe. Auch das Thema Windkraftanlagen dürfe nicht tabuisiert werden, da dieses Verfahren flächensparender sei.
Der Diplom-Biologe Andreas Weidner hob in seinem Statement die hohe Bedeutung von Dauergrünland für die Kulturlandschaft und insbesondere Artenvielfalt hervor. Es sei ein Irrtum zu glauben, dass sich auf einer Photovoltaikfläche eine annähernd gleiche Pflanzen- und Insektenpopulation etablieren könne, wie auf Dauergrünland. Weidner sieht durch die Solarparkumsetzung eine massive Störung der intakten Landschaft aus Wäldern, Wiesen und Feldern. Er plädierte ebenfalls dafür, die im Kreis Ahrweiler noch zahlreich existierenden freien Dachflächen, insbesondere auf gewerblichen Gebäuden, für die Solarenergiegewinnung bereitzustellen, bevor noch mehr Flächen in der Landschaft für Industriezwecke umgewandelt würden.
Pressemitteilung
Bauern- und Winzerverband
Rheinland-Nassau e.V.
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