- Anzeige-
Spannung, Genie und Intrigen
Umweltschutz - Sucht - Zukunftstechnologie - Wissenschaft - Energiewende - Manager - Automobilindustrie
Vallendar. Anton Dellinger, Informatiker und Manager in der Telekom und T-Systems, hat nach seinem Berufsleben im Ruhestand zuerst Geschichte studiert und dann einen Thriller geschrieben. Er hat vier erwachsene Kinder und lebt mit seiner Partnerin in Vallendar. "Ich will weiter etwas tun, das mir Freude macht", beschreibt Dellinger seine Motivation. Eigentlich schwebte ihm ein historischer Roman vor, aber nun ist sein Erstling ein spannender Roman aus der Welt der Forschung und Wirtschaft geworden. Der Historienroman kann ja noch kommen.
Dennoch hat „Gegen die Gier“ Bezug zur Geschichte, der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz spielt eine Rolle.
Zur Handlung nur so viel: Sein Vater wollte ihn zwingen, ein zweiter Leibniz zu werden. Gottfried wird Physiker und löst auf geniale Weise schließlich das Weltenergieproblem. Doch Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander, was sich skrupellose Gegner zunutze machen. Als geistesgestört diagnostiziert („Hält sich zeitweise für Leibniz“) erwacht Gottfried eines Morgens in einer geschlossenen Anstalt.
Ein verzweifelter Kampf um seine Erfindung beginnt ... der auf den 300 Seiten des E-Books oder der gedruckten Version (ISBN 978-1533691804) vom Leser miterlebt werden darf.
Sowohl die beruflichen Erfahrungen des Autors im Großkonzern als auch die Erkenntnisse des Studiums sind in die Geschichte eingeflossen. Natürlich ohne Bezüge zu tatsächlichen Personen oder Gegebenheiten.
Leseprobe
„Gottfried, du arbeitest doch an einer Weltsensation, oder?“
Hagen und Gottfried saßen in diesem Lokal zum ersten Mal. Hagen hatte geheimnisvoll getan, als er ihn ins Atrium-Café einlud, und der Unterton in seiner Frage ließ Gottfried aufhorchen.
„Übertreib nicht, Hagen. Worum geht’s?“, sagte er und hob seine Kaffeetasse.
„Freunde von mir interessieren sich dafür.“
„Interessieren? Was heißt das?“
„Sie wollen deine Entdeckung kaufen.“
„Kaufen? Meine Arbeit gehört dem Institut. Hast du mir doch selbst lang und breit erklärt ...“
„Vergiss den Schnee von gestern.“
„... außerdem bin ich noch nicht fertig.“
„Desto besser, ... vereinfacht die Chose.“
„Was soll der Blödsinn? Vereinfacht?“
Hagen beugte sich vor und sagte leise: „Das chinesische Energieministerium bietet dir zwei Millionen Euro, wenn du deine Forschungen nicht hier, sondern ... in China zu Ende führst.“
Fast fiel Gottfried die Tasse aus der Hand.
„Soll das ein Witz sein?“
„Kein Witz, voller Ernst!“
„Du solltest mich besser kennen. Du erinnerst dich? Die zwanzigtausend Mark für das Schreiben deiner Diplomarbeit habe ich nicht gewollt.“
„Hast sie aber geschrieben. Ich weiß. Aber hier gibt’s noch ein Add-on.“
„Add-on?“
„Du bist doch GreenWorld durch und durch, willst die Welt retten, hast du noch letztens erzählt, oder?“
„Ausgerechnet die Chinesen wollen dabei helfen?“
„Wart ab. Der Minister bietet dir zusätzlich noch ein eigenes Forschungsinstitut mit reichlich bemessenem Etat, und fünfundzwanzig Prozent der Lizenzen gehören dir. Du kannst sie verschenken, wenn du willst.“
„Hagen! Ich hasse Unehrlichkeit. Das ist Diebstahl.“
„Reg dich ab, Gottfried, und hör zu. Das Institut verkauft an den Meistbietenden. Wir haben vor Kurzem darüber gesprochen. Stell dir mal vor, an einen Auto- oder Ölkonzern. Der versenkt deine Erfindung im Panzerschrank … und schließlich hat niemand etwas davon.“
Ist nicht falsch, was er sagt ...
Langsam hob Gottfried die Tasse wieder hoch.
