Allgemeine Berichte | 06.02.2019

Vortragsabend mit Prof. Dr. Bernd Böhmer

Spannungsfeld Pflanzenschutz und nachhaltige Pflanzenproduktion

Am Mittwoch, 20. Februar in der Evangelischen Gnadenkirche in Pech

Pech. Es geht um ein brisantes Thema, das nicht nur für den ländlichen Raum von Bedeutung ist. Laut einer Umfrage schätzten 63 Prozent der deutschen Bevölkerung die Risiken durch Pflanzenschutzmittel höher ein als ihren Nutzen.

Wie begründet oder unbegründet sind solche Ängste? Eines ist sicher: Die Weltbevölkerung wächst – und mit ihr auch der globale Nahrungsmittelbedarf. Ohne Pflanzenschutz ist diese Herausforderung nicht zu bewältigen. Aber wie können wir Pflanzen schützen, ohne die Natur und die menschliche Gesundheit zu gefährden? Eine Antwort bietet das Konzept eines „integrierten Pflanzenschutzes“; es setzt auf modernste Methoden für eine nachhaltige Landwirtschaft, die den Flächenverbrauch eindämmt und mit dem Artenschutz vereinbar ist. Der Referent, Prof. Dr. Bernd Böhmer aus Bonn, ist einer der führenden deutschen Experten auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes. Er leitete bis zu seinem Ruhestand 2015 viele Jahre lang den Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW. In zahlreichen Gremien war er daran beteiligt, innovative und praktikable Lösungen für den Pflanzenschutz zu entwickeln – mit dem Ziel, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren und mehr Nachhaltigkeit im Pflanzenschutz zu erreichen.

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen ernannte ihn 2005 zum Honorarprofessor; an der RWTH ist er nach wie vor in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses tätig.

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