Allgemeine Berichte | 24.03.2026

Rhein-Lahn-Kreis übt den Ernstfall

Spontanhelfer-Übung „Sandmann“ erfolgreich durchgeführt

Das Befüllen von Sandsäcken wurde geübt.

Rhein-Lahn-Kreis. Der Rhein-Lahn-Kreis hat am 21. März eine umfangreiche Katastrophenschutzübung zum Thema Hochwasser durchgeführt.

Ziel war es, die Einsatzbereitschaft der beteiligten Kräfte zu überprüfen und die Abläufe bei einem anhaltenden, großflächigen Hochwasserereignis zu optimieren. Im Fokus standen dabei sowohl die Einbindung von Spontanhelfern als auch die Organisation durch die Einheiten des Katastrophenschutzes, die die notwendigen Rahmenbedingungen für deren Einsatz schaffen. An der Übung beteiligten sich zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk (THW), Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG), der Informations- und Kommunikationszentrale (IUKZ) des Rhein-Lahn-Kreises sowie weitere Hilfsorganisationen.

Simuliert wurde ein anhaltender Starkregen mit steigenden Pegelständen, der in mehreren Ortschaften zu Überflutungen führte. Im Mittelpunkt der Übung stand das landesweit erste Konzept zur Einbindung von Spontanhelfern in Katastrohenlagen. Dabei wurden das Befüllen von Sandsäcken durch Spontanhelfer, der Aufbau von Sandsackverbauungen, Evakuierungsmaßnahmen für betroffene Bürgerinnen und Bürger sowie die Sicherstellung der medizinischen Versorgung geübt. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Koordination der Einsatzleitung sowie der Kommunikation zwischen den verschiedenen Organisationen. Auch die Warnung der Bevölkerung über unterschiedliche Kanäle wurde praxisnah erprobt.

„Alle sollten in Katastrophenlagen anderen helfen können – das möchte ich hier lernen“, erklärte ein teilnehmender Spontanhelfer. Ein weiterer Teilnehmer betonte: „Es ist wichtig, die technischen Abläufe im Ernstfall kennenzulernen.“ Eine Spontanhelferin ergänzte: „Anderen in Not helfen zu können, hat für mich höchste Priorität. Da ich auf einem Berg wohne, kann ich im Hochwasserfall besonders unterstützen.“

Landrat Denninghoff erklärte: „Im Ahrtal gab es zahlreiche Spontanhelfer. Diese Hilfe muss jedoch organisiert werden. Die Übung stellt einen ersten wichtigen Schritt dar. Gleichzeitig bin ich etwas enttäuscht über die geringe Beteiligung, da sich nur wenige Helfer freiwillig gemeldet haben.“ Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Guido Erler ergänzte: „Hochwasserlagen stellen für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar. Mit solchen Übungen stellen wir sicher, dass wir im Ernstfall schnell, koordiniert und effektiv handeln können.

Im Mittelpunkt standen die Überprüfung des bisher in Rheinland-Pfalz einzigartige Konzepts des Rhein-Lahn-Kreises sowie dessen praktische Umsetzung. Wichtig war dabei das Zusammenspiel der beteiligten Organisationen. Mein Ziel ist es, die Mittlerorganisation zur Einbindung von Spontanhelfern „RLK-Hilfe“ bekannter zu machen. Ich danke allen Beteiligten, insbesondere den engagierten Helferinnen und Helfern.“ Die Übung verlief insgesamt erfolgreich. Insgesamt waren 16 Spontanhelfer sowie rund 100 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen im Einsatz. Erste Erkenntnisse zeigen, dass die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Identifizierte Verbesserungspotenziale werden in die weitere Planung einfließen. Der Rhein-Lahn-Kreis bedankt sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Spontanhelfern sowie den unterstützenden Organisationen, für ihr engagiertes Mitwirken.

Pressemitteilung des Rhein-Lahn-Kreises

Auch der Aufbau von Sandsackverbauungen wurde geübt.

Auch der Aufbau von Sandsackverbauungen wurde geübt.

Das Befüllen von Sandsäcken wurde geübt. Foto: Michael Dexheimer

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