Linzer Stadtrat ehrte verdiente Ehrenamtler
Sportler und Stadtverschönerer geehrt
Linz. Wie jedes Jahr wurden zu Beginn der letzten Sitzung des Linzer Stadtrates verdienstvolle Ehrenamtler ausgezeichnet. „Anita Iserhardt ist schon seit 51 Jahren Mitglied im TV Linz 1882 und hat dem Vorstand des Vereins von 1972 bis 1990 angehört“, begann Stadtbürgermeister Hans Georg Faust mit der Leubsdorferin, die nicht nur die 100-Jahrfeier des TV Linz maßgeblich mitgestaltet hatte. „Sie ist auch schon seit 1973 als Übungsleiterin im Einsatz und hat 26 Mal das Deutsche Sportabzeichen erworben“, berichtete der Stadtchef, bevor er sich Rainer Esch zuwandte. Dieser sei seit 1950 Mitglied im VfB Linz 1920 und gehöre seit 1965 dem Team an, das auf dem Kaiserberg die Leistungen für das Sportabzeichen abnehme. „Er selber hat erst vor einigen Tagen sein 60. Deutsches Sportabzeichen Männer-Gold im VG-Sitzungssaal in Empfang genommen, eine ganz außergewöhnliche Leistung, zu der ihm die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer, persönlich gratuliert hat. Vorbilder wie Sie braucht die Jugend“, lobte Hans-Georg Faust den unermüdlichen Hobbysportler.
Wie Anita Iserhardt gehört auch Franz-Rudolph Homscheid zu den Aktivposten im TV Linz, dem er seit 1962 angehört. „Von 1981 bis 1999 war er Übungsleiter der Abteilung Jugendturnen und von von 1989 bis 1999 gehörte er auch dem TV-Vorstand an. Darüber hinaus war Herr Homscheid, der heute leider krankheitsbedingt verhindert ist, 20 Jahre lang Betreuer bei der Ferienspaß-Aktion und hat auch als Aktiver dem Fanfarencorps des Vereins angehört“, berichtete der Stadtchef, um sich nach den Sportlern den Stadtverschönerern zu widmen. Zu diesen gehört auch Elfriede Lützeler, die jedoch eine Auszeichnung abgelehnt hatte. „Zusammen mit seiner Frau Ursula kümmert sich Said Ossami um zwei der erhaltenswerten Gräber im Tilman-Joel-Park, dem ehemaligen Friedhof an Sankt Martin, den die katholische Kirche der Stadt Anfang des Jahrtausends mit einer Laufzeit von 30 Jahren verpachtet hat“, erinnert Hans-Georg Faust. Die Pflege des hoch über Linz, aber noch innerhalb der alten Stadtmauer gelegenen Parks sei zu aufwendig für den Bauhof, der mit dem Erhalt der Gräber aus den vorigen Jahrhunderten überfordert sei. „Von daher wäre sehr schön, wenn sich mehr Bürger dort engagieren würden, denn man könnte auf dem historisch bedeutsamen Areal wesentlich mehr machen“, versuchte der Stadtchef mehr Linzer zur Gräberpflege zu motivieren.
Dieser widmen sich Ilse Over und Hans-Joachim Strauscheid schon seit Jahren, während sich Resi Wieland ebenfalls schon seit einiger Zeit liebevoll der Donatus-Kapelle oben auf dem Kaiserberg annimmt, deren Bestand durch die in 2019 beginnende Sanierung gesichert werden soll. DL
