Sprachbildungsprogramm „Rucksack“ startet mit Qualifizierung der Begleitpersonen
Sprachförderung und Elternbildung im KiTa- und Grundschulbereich
Rhein-Sieg-Kreis. Beim Rhein-Sieg-Kreis ist der Startschuss für das landesweite „Rucksack“-Programm zur Sprachförderung und Elternbildung im KiTa- und Grundschulbereich gestartet. In einem ersten Schritt fand ein Qualifizierungsworkshop für die Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter statt. Insgesamt 22 Männer und Frauen aus den Rucksack-Gruppen für KiTas und Schulen nahmen daran teil.
In diesem Jahr starten sieben Kitas und vier Schulen mit dem „Rucksack“-Programm. In den jeweiligen Gruppen vor Ort werden zwischen sechs und zwölf Elternteile erreicht. Ziel des „Rucksack“-Programms ist es, Eltern für die Begleitung ihrer mehrsprachig aufwachsenden Kinder auf dem Bildungsweg fit zu machen“, sagt die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Rhein-Sieg-Kreises, Antje Dinstühler. Mütter und Väter sollen so als Expertinnen und Experten für den Erwerb der Familiensprache ihrer Kinder gestärkt werden.
Konkret tauschen sich die Eltern in der jeweiligen Rucksack-Gruppe zu verschiedenen Bildungs- und Erziehungsthemen aus. „Es geht auf der einen Seite um klassische Aspekte, wie den Umgang mit Medien oder die Bedeutung des Vorlesens. Aber auch interkulturelle Themen werden besprochen“, so Antje Dinstühler. Dabei werden die Eltern von einer Elternbegleiterin oder einem Elternbegleiter unterstützt. Sie erarbeiten Themen aus dem kindlichen Umfeld und bieten zuhause dann Übungen in ihrer Herkunftssprache an. Parallel dazu werden in der KiTa beziehungsweise in der Schule dieselben Themen aufgegriffen, sodass die Kinder ihre sprachlichen Fähigkeiten in beiden Sprachen entwickeln können. So unterstützt, können die Mädchen und Jungen wirklich mehrsprachig aufwachsen.
Die Qualifizierung zum „Rucksack“-Programm läuft über verschiedene Module. Darin werden dann Themen wie „Sprache und Mehrsprachigkeit“ oder „Medienerziehung“ behandelt. Der jetzige Workshop war Teil des ersten Moduls. Im Modul II geht es dann Anfang Oktober um die theoretische und praktische Umsetzung des Programms.
Pressemitteilung des
Rhein-Sieg-Kreises
