Allgemeine Berichte | 21.03.2024

Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 offenbart positive Trends

Stadt Andernach verzeichnet Rückgang bei Straftaten

Andernach. Die Polizei Andernach ist mit rund 100 Mitarbeitenden für die Sicherheit von rund 85.000 Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt Andernach, der Verbandsgemeinde Pellenz und der Verbandsgemeinde Weißenthurm zuständig. Jedes Jahr veröffentlicht die Polizei die Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) aus dem jeweiligen vorherigen Kalenderjahr, welche ein objektives Bild der Sicherheitslage im Zuständigkeitsbereich zeichnen soll.

Sinkende Fallzahlen und hohe Aufklärungsquote

Im Jahr 2023 wurden demnach 4.082 Straftaten durch die Polizeiinspektion Andernach aufgenommen - das sind 135 Fälle weniger als im Vorjahr (-3,2 %).

Die Aufklärungsquote lag bei 64,1 % und bewegte sich damit zweifellos auf Augenhöhe zu der landesweiten Aufklärungsquote von 64,5 %. Bei den strafrechtlichen Ermittlungsverfahren wurden 2.055 Personen als Tatverdächtige erfasst, davon 1.594 (77,6 %) Männer und 461 (22,4 %) Frauen. Im Jahr 2023 wurden 1.047 Personen Opfer einer Straftat, von denen 598 (57,1 %) Männer und 449 (42,9 %) Frauen waren. Darunter fielen 195 (18,6 %) Kinder oder Jugendliche. Die Häufigkeitszahl der Polizeiinspektion Andernach spiegelt die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner wider. Im Jahr 2023 lag diese bei 4.784 und befand sich damit unter dem rheinland-pfälzischen Landesdurchschnitt von 6.154.

Gefährliche Körperverletzung rückläufig

Im Bereich der Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 136 Taten und damit 50 Fälle mehr als im Vorjahr erfasst. Ein Großteil der Fallsteigerung dürfte auf die quantitative Zunahme bei der Verbreitung pornografischer Inhalte im Internet, insbesondere über Social Media-Plattformen und ähnliche digitale Medien, zurückzuführen sein.

Die Anzahl der Rohheitsdelikte stieg um 5,2 % auf 845 Taten, weil seit dem 3. April 2021 auch Drohungen mit Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder gegen Sachen von bedeutendem Wert unter diesen Oberbegriff fallen. Die gefährlichen Körperverletzungsdelikte, also etwa körperliche Angriffe mit einer Waffe oder einem gefährlichen Werkzeug, sind von 142 Fällen auf 126 Taten rückläufig (-11,3 %). Zwar nahmen gleichzeitig die einfach gelagerten

Körperverletzungsdelikte um 28 Fälle zu, allerdings ist insgesamt die Aufklärungsquote mit 90,5 % sehr hoch und liegt über dem Landesdurchschnitt von 89,6%.

Weniger Sachbeschädigungen, niedriges Einbruchsniveau, weniger Vermögensdelikte

Im Jahr 2023 wurden mit 448 Fällen 39,6 % weniger Sachbeschädigungen als im Vorjahr registriert. Dies ist auf eine im Jahr 2022 aufgeklärte Serie von Sachbeschädigungshandlungen zurückzuführen, welche aus insgesamt 316 Fällen bestand. Eine Steigerung um 11,3 % auf 719 Fälle zeigt sich im Bereich der allgemeinen Diebstahlsdelikte - die Anzahl der Wohnungs- und Tageswohnungseinbrüche ging hingegen von 40 auf 36 Fälle (-10%) zurück und liegt damit auf einem erfreulich niedrigen Niveau. In Bezug auf Vermögens- und Fälschungsdelikte wurden 601 Taten erfasst und damit 134 Fälle weniger als im Jahr 2022 (-22,3 %). Mit 61,1 % blieb die Aufklärungsquote auf dem Vorjahresniveau von 61,9 %. Ein Großteil der Taten dürfte auf Betrugshandlungen in Zusammenhang mit Bestellungen auf Online-Bestellplattformen oder wiederkehrende Kriminalitätsphänomene, wie den „Enkeltrick/Anruf falscher Polizeibeamter“ oder „WhatsApp-Betrugshandlungen“, zurückzuführen sein.

„Die Polizei Andernach vertritt eine bürgernahe Ausrichtung und hält an der konsequenten Verfolgung von Straftaten fest. Die positive Straftatenentwicklung der PKS 2023 zeigt dabei deutlich, dass das Zusammenspiel aus hohem individuellen Engagement, der Vielzahl durchgeführter umfangreicher Ermittlungsmaßnahmen sowie dem professionellen Selbstverständnis aller Mitarbeitenden der Polizei Andernach auch nachhaltig wirkt. Die Stadt Andernach, die VG Pellenz und die VG Weißenthurm sind demnach Kommunen, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger sicher fühlen können!“, kommentiert Herr Polizeirat Martin Hoch als Leiter der Polizeiinspektion Andernach die Straftatenentwicklung im Jahr 2023.

Pressemitteilung

Polizeiinspektion Andernach

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