Rettung in letzter Sekunde: Gibt es doch noch Hoffnung für das Krankenhaus Boppard?
Stadtrat Boppard beschließt Unterstützung in Millionenhöhe für das Krankenhaus Heilig Geist
Boppard. Rettung in Sicht: Die Stadt Boppard ist sich einig – sie will das Krankenhaus Boppard retten. In der Sitzung des Stadtrats am Montag, 23. Februar herrschte Einstimmigkeit im Beschluss, das Krankenhaus Heilig Geist in den kommenden beiden Jahren mit bis zu zwei Millionen Euro zu unterstützen, so berichtet es der SWR.
Zustimmung der Gesellschafter noch offen
Doch auch wenn sich die Vertreter der Stadt Boppard einig sind, so bedarf der Beschluss noch der Zustimmung des Landkreises Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz. Denn erst wenn Kreistag und Stadtrat Anfang März ihr Einverständnis geben, kann der Plan der Stadt wirklich umgesetzt werden. Sie sind Hauptgesellschafter des finanziell unter Druck stehenden Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) und hatten die Schließung des Krankenhauses im Zuge der letzten Gesellschafterversammlung bereits beschlossen. Den Spielraum für letzte Verhandlungen, der der Stadt Boppard dort eingeräumt wurde, hat der Rat nun genutzt.
Der Rhein-Hunsrück-Kreis und die Stadt Boppard hatten das Krankenhaus in den vergangenen anderthalb Jahren bereits finanziell unterstützt. Aus den weiteren Verhandlungen über das Schicksal des Krankenhausstandortes hatte sich der Kreis jedoch zurückgezogen.
Krankenhausbelegschaft kämpft für den Erhalt des Krankenhaus Boppard
Auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krankenhauses haben die Hoffnung und den Kampfgeist noch nicht verloren. Wie der SWR berichtet, hatten sich im Vorfeld der Stadtratssitzung am Abend rund 150 Personen zu einer Demonstration für den Erhalt des Krankenhauses versammelt. Sie seien erleichtert und glücklich über den Beschluss, äußerte die Betriebsratsvorsitzende des Krankenhauses Bärbel Friedrich gegenüber dem Südwest-Rundfunk.
Die Belegschaft hatte in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder an die Verantwortlichen der Verhandlungen appelliert und betont, dass neben der finanziellen Lage vor allem auch der Blick auf die gesundheitliche Versorgung der Menschen in der Region zu richten sei.
Damit die Erhaltung des Krankenhauses Boppard tatsächlich gewährleistet werden kann, muss die Schließung noch formell aufgehoben werden. Im Gespräch mit dem SWR zeigte sich Oberbürgermeister David Langner hierzu optimistisch. RRO
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