Allgemeine Berichte | 21.07.2016

Stadt Montabaur

Stadtrat hat getagt

Stadtrat hat getagt

Montabaur. Kurz vor der Sommerpause hat der Stadtrat von Montabaur noch einmal getagt. Die Mischung der Themen war dabei so bunt wie das Leben in der Stadt selbst. Hier ein Überblick über die wichtigsten Entscheidungen:

Kunstrasenplatz Horressen

Der Kunstrasenplatz im Stadtteil Horressen wird derzeit grundlegend saniert. Die Sanierung war dringend notwendig, da nicht nur der alte Kunstrasen verschlissen war, sondern auch die Grundtragfähigkeit, Wasserdurchlässigkeit und Frostsicherheit des Baugrundes nicht mehr gewährleistet waren. Die ursprüngliche Planung sah vor, dass die Sanierung bis zum Beginn der Sommerferien abgeschlossen sein sollte, jedoch ist die Baumaßnahme im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, genauer ins Regenwasser, gefallen. Mehr als 200 Liter pro Quadratmeter Regen sind im Juni gefallen und haben die Unterkonstruktion komplett aufgeweicht. „Der Wassergehalt ist nun bis zu 2,5-mal höher wie zu Beginn der Maßnahme“, berichtete Werkleiter Florian Benten. Um eine geeignete Maßnahme zur Stabilisierung des Baugrundes zu finden, wurden zu Testzwecken mehrere Probefelder angelegt. Nach Auswertung der Tests ist nun eine Lösung gefunden: Ein neues Bindemittel soll dem Boden die nötige Stabilität geben. Unmittelbar danach können die weiteren Sanierungsarbeiten fortgeführt und neue Kunstrasen eingebaut werden. Doch auch dafür braucht man eine trockene Wetterphase, sodass die Verwaltung aktuell keinen Fertigstellungstermin nennen kann. Der Stadtrat genehmigte die Mehrkosten von rund 155.000 Euro. Darin sind auch die Kosten für tiefere Drainagen auf der Waldseite, teilweise neue Barrieren und Randeinfassungen sowie das neue Bindemittel enthalten. „Immerhin konnten wir die „große Lösung“, also den Austausch großer Teile des Baugrundes, vermeiden. Dazu hätten wir mehr als 250 LKW-Ladungen Erdreich bewegen müssen“, so Benten.

Tiergarten- und Gerichtsstraße: Sanierung und Ausbau

Im Frühjahr 2017 sollen die Tiergartenstraße und die Gerichtsstraße in einer gemeinsamen Baumaßnahme saniert und neu gestaltet werden. Projektleiterin Christine Kirchhöfer stellte die entsprechenden Planungen vor. Danach sollen sämtliche Parkplätze erhalten bleiben, aber durch einen gepflasterten Bodenbelag von der Fahrbahn abgesetzt werden. Es werden Pflanzbeete angelegt. „Das sieht nicht nur schön aus. Es macht die Fahrbahn optisch enger, sodass die Autos automatisch etwas langsamer fahren“, berichtet Kirchhöfer aus Erfahrungen in anderen Kommunen. Im Herbst soll eine Anliegerversammlung stattfinden, in der Details der Planung gezeigt und besprochen werden.

Hunsrückstraße: Fahrbahnerneuerung

„Riss an Riss“, beschrieb Werkleiter Florian Benten den Zustand der Fahrbahn im oberen Teil der Hunsrückstraße. Es bestehe akuter Handlungsbedarf. Also beschloss der Stadtrat, die Fahrbahn im Abschnitt zwischen der Koblenzer Straße und der Barbarastraße noch in diesem Herbst erneuern zu lassen. Rund neun Zentimeter wird die Deckschicht abgefräst und neu aufgetragen. Die Kosten für die Maßnahmen liegen bei 330.000 Euro. Der untere Straßenabschnitt bis zur Fröschpfortstraße soll in 2017 erfolgen.

Sonnenblumenweg in Eschelbach: Fertigstellung

Das Neubaugebiet Sonnenblumenweg im Stadtteil Eschelbach ist in zwei Bauabschnitte untergliedert: Der untere Bereich ist bereits bebaut, hier wird nun ab Herbst 2016 die Deckschicht auf die Straße aufgebracht, der Gehweg gebaut und die Straße damit fertig gestellt. In einem Zug soll dann der obere Teil des Baugebiets (parallel zur Geranienstraße) erschlossen und die neue Straße direkt fertig gebaut werden. Auch der Anschluss zur Straße „Im Baumberg“ wird dann hergestellt.

Judengasse: Sanierung und Ausbau

Die Sanierung und Neugestaltung der Judengasse steht schon länger auf dem Bauprogramm der Stadt für 2016. Allerdings hängt der Baubeginn vom Fortgang der Sanierung der Stadtmauer ab: Diese Maßnahme muss erst abgeschlossen sein, bevor mit dem Ausbau der Straße und der Umgestaltung des Parkplatzes in einen Stadtbalkon (mit kleinerem Parkplatz) begonnen werden kann. Allerdings will die Stadt noch in diesem Jahr mit der Sanierung der Ählchen zwischen der Judengasse und der Kirchstraße nach dem Vorbild vom Vorderen Rebstock beginnen. Gegen Ende des Jahres wird es eine zweite Anliegerversammlung für die Judengasse geben. Neben diesem Maßnahmenkatalog beschloss der Stadtrat, nach den Sommerferien einen Namenswettbewerb für den neuen Platz bzw. Stadtbalkon auszuloben (Nähere Informationen dazu folgen).

Stadtmauer

Die Stadtmauer muss im Bereich zwischen dem Parkplatz an der Judengasse (oben) und der Sauertalstraße (unten) aufwändig saniert werden. Dazu wird derzeit ein Gerüst aufgebaut. Nach den ursprünglichen Planungen sollte das Gerüst auf den Fels an der Sauertalstraße aufgesetzt werden. Während der Gerüstarbeiten stellte sich heraus, dass der Fels doch zu steil und außerdem nicht ausreichend tragfähig ist. Deshalb wird nun zunächst ein Podest gebaut, auf das dann das Gerüst gestellt wird. Anschließend beginnen die eigentlichen Sanierungsarbeiten.

B05 – es geht weiter

Das ehemalige Munitionsdepot im Stadtwald bei Horressen wird auch weiterhin für Kunst-, aber auch für Naturschutzprojekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Naturschutzverbänden genutzt. Der Verein B05 e.v. legte im Frühjahr ein Nutzungskonzept vor, auf dessen Basis nun ein neuer Pachtvertrag erarbeitet wurde. Diesem Vertrag stimmte der Stadtrat jetzt zu. Neben der Nutzung des Geländes sind darin auch Fragen des Naturschutzes im Detail geregelt: So soll der große Teil des Areals, der nicht für die Ausstellung genutzt wird, als Naturwald belassen und nicht mehr forstwirtschaftlich bearbeitet werden.

Neubau Kindertagesstätte „Krankenhaus“

In den Vorplanungen für eine neue Kindertagesstätte neben dem Krankenhaus haben sich die Stadt und der Grundstückseigentümer, das Katholische Klinikum Koblenz-Montabaur, jetzt einen wichtigen Punkt geklärt: Die Stadt kann die Fläche auf der Basis eines Erbpachtvertrags zum Bau einer neuen Kita nutzen.

Gastronomie im Haus Mons Tabor

Das Restaurant in der Stadthalle Haus Mons Tabor steht seit Ende 2014 leer, die künftige Nutzung ist weiter unklar. Sowohl der Gastraum als auch die Nebenräume und die Küche müssen umfangreich modernisiert werden. Bevor das geschieht, soll möglichst ein Pächter gefunden werden, der seine Vorstellungen und sein Nutzungskonzept einbringen kann. Doch welche Ideen gibt es dafür? Eine eigens in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) empfiehlt dort ein Wirtshaus mit einfacher, deftiger Küche zu gemäßigten Preisen und mit einem Bierausschank, eventuell sogar mit Hausbrauerei. Einen solchen Betrieb gibt es in Montabaur und der näheren Umgebung nicht und die Größe der Räumlichkeiten sei ideal. Dieses Ergebnis nahm der Stadtrat zur Kenntnis. Auf Grundlage der Ergebnisse der DEHOGA-Studie werden nun konkrete Kosten für die Ausstattung der Küche ermittelt, um dann die Umbauplanung anzugehen und einen Pächter zu suchen.

Pressemitteilung

Stadt Montabaur

Stadtrat hat getagt

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Rund ums Haus
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Dauerauftrag 2026
10 Jahre NoWi Bau
Maikirmes Franken
10 Jahre NoWi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Heizöl/Diesel/Holzpellets
Imageanzeige Löhr Meckenheim
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
64

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Die Vierklässler entdecken die Römerwelt.  Fotos: Grundschule Rheinbrohl
37

Rheinbrohl. Ein außergewöhnliches Projekt voller Entdeckungen, Abenteuer und lebendiger Geschichte liegt hinter den vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl. In den vergangenen Wochen verwandelte sich der Unterricht in eine kleine Römerwelt. Im Rahmen eines umfangreichen Römerprojekts tauchten die Kinder tief in das Leben der alten Römer ein und erfuhren Geschichte nicht nur aus Büchern, sondern mit allen Sinnen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Von links: ehemalige Tolitäten Josephine Müller und Julia Richter, neue Tolitäten Ann-Kathrin Bretz, Carolin Stieffenhofer und Lilli Karbach, erster Vorsitzender der Heimatfreunde Güls Christoph Müller und Ortsvorsteher Hans-Peter Ackermann. Foto: SCH
33

Carolin Stieffenhofer und ihren Prinzessinnen Ann-Kathrin Bretz und Lilli Karbach übernahmen das Zepter

Feierliche Eröffnung des Blütenfestes Güls mit Proklamation der neuen Blüten- und Weinkönigin

Koblenz-Güls. Wenn die Weinberge an der Mosel nach und nach wieder grün werden und im ganzen Umland auf den Höhen die Kirschbäume die Landschaft in ein weiß blühendes Meer verwandeln, ist es wieder so weit: Im Koblenzer Stadtteil Güls, dem Tor zur Mosel, beginnt endlich wieder das Blütenfest, welches rund um den ersten Mai gefeiert wird!

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Schulze Klima -Image
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Tag der offenen Tür FFW Königsfeld
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
Grünpflegedienst
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Door To Door Anzeige
10 Jahre NOWI
Biergarteneröffnung
10 Jahre Nowi
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung