Gedicht von Gerd Lüttgen
Stille Liebe
Liebe nehmen, Liebe schenken,
wohin wird der Geist die Schritte lenken?
Der neue Tag erwacht mit schwerer Last,
nur verborgen ist der seelische Ballast.
Wird er heut‘ des Tages Lauf bestimmen,
werden wir Höhen oder Gipfel froh erklimmen?
Werden wir stürzen ins tiefste Tal,
werden Depressionen uns quälen ohne Zahl?
Kann ein liebes Wort uns dann erreichen,
werden die drückenden Ängste von der Seele weichen?
Werden betrübt wir durch die Straßen gehen,
wird unsere Seele still um Hilfe flehen?
Wird niemand uns zur Seite stehen?
Von fern ein Brief trifft bei uns ein,
auch ein Freund fühlt sich allein.
Über das Handy eine gute Nachricht dringt an unser Ohr,
denn die liebste Freundin nimmt alles mit Humor.
WhatsApp euch fliegend Freude schenkt,
wenn einer von den Kontakten an euch denkt.
Durch echte Freundschaft zeigt sich oft der Liebe Kraft,
wenn sie begleitet unsere Wanderschaft,
bleibt auch in der Not stets heldenhaft,
und weiter kämpft und müht und dann die Rettung schafft.
Die eine, die uns nie geht aus dem Sinn,
unseres Herzens Königin,
in tiefster Not Begleiterin,
alles zieht uns zu ihr hin.
Schwere Zeiten haben wir durchlitten,
oft den falschen Weg beschritten.
Auch in tiefster Seelenpein,
niemals ließt du uns allein.
Wahre Liebe soll für immer bei uns sein,
sie sei unseres Lebens Edelstein.
Liebe lässt uns Wärme spüren,
wenn scheue Blicke sich berühren.
Melancholie und Depression
manch Menschenkind auf seinem Lebensweg begleiten,
wie im ewigen Auf und Ab der Gezeiten.
Dank ärztlicher Kunst und der Liebe Glut,
wächst und erblüht dann neuer Mut.
Medizin und Herzenskraft,
Heil und Rettung uns verschafft.
Gerd Lüttgen
