Allgemeine Berichte | 28.07.2017

Warum kommt es täglich auf unseren Straßen zu Konflikten?

Stress auf der Straße: Fahrrad vs. Auto vs. Fußgänger

Übersehen, Vorfahrt genommen, kollidiert, angepöbelt: Ärger zwischen Verkehrsteilnehmern kennt jeder – Aber woran liegt das? Was können oder müssen wir ändern, damit nicht hinter jeder Biegung ein Konflikt lauert?

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Autofahrer gegen Fahrradfahrer; Fahrradfahrer gegen Fußgänger; Fußgänger gegen Autofahrer; Alle gegen alle. Auf unseren Straßen herrscht alles andere als friedliches Miteinander. Aber warum? Und wer ist schuld?

Beide Fragen sind nicht leicht zu beantworten. Dabei könnte man doch meinen, die Schuldfrage sei mithilfe der Straßenverkehrsordnung leicht zu klären; Wer sich nicht an die Regeln hält, ist schuld. Manchmal ist das auch so, dann steht fest: Der Autofahrer, der im Zuge eines Überholmanövers in Andernach eine 92-jährige Radfahrerin erfasste, sodass die Dame mehrere Meter mitgeschleift wurde, ist definitiv der Schuldige. Zumal der 22-jährige gegen ein Fahrverbot verstieß und dann auch noch Fahrerflucht beging.

In anderen Fällen, in denen es zu Konflikten zwischen Verkehrsteilnehmern kommt, ist das weniger deutlich. Wer ist zum Beispiel schuld, wenn ein Fahrradfahrer auf dem vorgesehenen Fahrradweg so schnell an einem Fußgänger vorbeifährt, dass dieser sich erschrickt? Ist der Zorn des Fußgängers auf den Radfahrer angemessen, oder ist es die Aufgabe des Fußgängers, den Verkehr aufmerksam zu beobachten und so den herannahenden Radfahrer frühzeitig zu sehen?

Ärger gibt es auch immer wieder, wenn die sportlichen Zeitgenossen ihre Rennräder aus der Garage holen und in Rudeln auf die schönen Serpentinen-Strecken in Eifel und Westerwald ziehen. Wer regelmäßig durch idyllische Wälder fährt, hat sicherlich nicht erst ein Mal kräftig auf die Bremse treten müssen, weil hinter einer Kurve unvermittelt eine Gruppe Radfahrer auftauchte. Da werden die Sportler schnell als Verkehrsbehinderung bezeichnet, angehupt oder verflucht – dabei sollte sie mit Rücksicht behandelt werden. Das nämlich ist der Paragraf eins der Straßenverkehrsordnung: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“

Ein harmonischeres Miteinander wünschen sich auch viele Städte und Kommunen, die vermehrt Konzepte entwickeln, um die Bürger anzuregen, auch mal in die Pedale zu treten. Da werden Radwege ausgebaut und Fahrradstraßen eingeführt; Die Ergebnisse werden im „Fahrradklima-Test“ ausgewertet; Das Klima-Bündnis lädt zum „Stadtradeln“ ein und beschert damit dem ein oder anderen durch das zeitweise Umsteigen auf das Zweirad auch eine wichtige Erkenntnis: Egal, ob zwei, vier oder gar keine Räder – wer sich auf der Straße bewegt, braucht Raum und Rücksichtnahme.

Wie sehen Sie das: Ist es in Ordnung, dass einige Autofahrer das „Recht des Stärkeren“ durchzusetzen versuchen? Geht der Fahrrad-Trend zu weit? Wie kann dieses immer wiederkehrende Problem gelöst werden?

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Schreiben Sie uns ihre Meinung rund um das Thema „Stress auf der Straße“. Schicken Sie uns Ihren Kommentar ganz einfach per E-Mail an: blickwinkel@kruppverlag.de. Ausgewählte Lesermeinungen können ganz oder in Auszügen ohne gesondertes Einverständnis in einer der kommenden Ausgaben veröffentlicht werden.-MX-

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Stress auf der Straße: Fahrrad vs. Auto vs. Fußgänger

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