Forum Seelische Gesundheit im Nassauer Kulturhaus
Suizid aus der Tabuzone holen
Referat von Prof. Dr. Wolfgang Eirund am 23. Oktober
Rhein-Lahn-Kreis. Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) des Rhein-Lahn-Kreises lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum „Forum Seelische Gesundheit“ ein. Prof. Dr. Wolfgang Eirund, ärztlicher Direktor der Fachklinik Katzenelnbogen, referiert zum Thema „Suizidalität: Häufigkeit, Risikofaktoren und therapeutische Möglichkeiten“. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 23. Oktober um 19 Uhr im Kulturkeller des Günter-Leifheit-Kulturhauses in Nassau, Obertal 9a, statt.
In der Öffentlichkeit wenig bekannte Problematik
Es sei in der Öffentlichkeit wenig bekannt, dass jedes Jahr in Deutschland etwa 10.000 Menschen durch Suizid ums Leben kämen, so Joachim Schneider, der bei der Abteilung Gesundheitswesen bei der Kreisverwaltung Rhein-Lahn für die psychosoziale Arbeitsgemeinschaft zuständig ist. Die Anzahl der Suizidversuche werde auf etwa 100.000 geschätzt. Wenn man bedenke, dass jedes Jahr etwa 3.500 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben kämen, zeige dies, dass Suizid ein Thema ist, das aus der Tabuzone geholt werden muss. Es sei sehr wichtig, dass sich gefährdete Menschen trauten, das Problem anzusprechen und sich Hilfe zu holen. Dann gebe es gute Chancen, einen Suizid zu verhindern und Unterstützung zu geben.
Die Veranstaltung wird von der Selbsthilfegruppe für Angehörige von psychisch kranken Menschen, Lahnstein, unterstützt. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind bei der Kreisverwaltung Bad Ems, Abt. Gesundheitswesen, Joachim Schneider, Tel.: (0 26 03) 97 25 59, erhältlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Pressemitteilung Rhein-Lahn-
Kreis
