Bürgergespräch in Queckenberg
Temposünder, Pferdeäpfel und Wasserfluten bewegen die Queckenberger
Bürgermeister Stefan Raetz (CDU) und Ortsvorsteherin Ilka Rick (CDU) informierten sich über die Probleme im Rheinbacher Höhenort
Von unserem Mitarbeiter Volker Jost
Queckenberg. Auch in Queckenberg wird nach Ansicht der Bewohner an manchen Stellen viel zu schnell gefahren, das erfuhr Bürgermeister Stefan Raetz (CDU) bei seinem Bürgergespräch im Rheinbacher Höhenort. Und auch die Personen mit nur einer Pferdestärke unterm Hintern sollen sich künftig besser an die Regeln halten, hieß es von den fast zwei Dutzend Queckenbergern, die sich zusammen mit Raetz und Ortsvorsteherin Ilka Rick (CDU) auf den Weg zu einem Dorfrundgang machten. Die Probleme stellten sich dabei als überschaubar da, doch an einigen Stellen gebe es dennoch Handlungsbedarf, bestätigte Raetz.
Vor allem im „Eichener Weg“ und in der „Madbachstraße“ werde viel zu schnell gefahren, waren die Anwohner überzeugt. Raetz wurde gebeten, die Geschwindigkeit dort regelmäßig zu kontrollieren und im Zweifelsfall „Knöllchen“ zu verteilen. Der Bürgermeister versprach, in absehbarer Zeit eine „Blackbox-“Messung dort vorzunehmen, um festzustellen, zu welchen Uhrzeiten mit welchen Geschwindigkeiten gefahren werde.
Davon hänge ab, ob und wenn ja welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssten. Die Madbachstraße werde oft von Ausflügler zur Marktmachttalsperre von Besuchern eines Reiterhofes genutzt. Ähnlich verhält es sich im Emma-Karoline-Weg, der an manchen Stellen so eng ist, dass der Begegnungsverkehr sehr problematisch ist. Hier wurde an die gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer appelliert, denn wenn jeder sich mit seinem Tempo an die dortigen Gegebenheiten anpasse, sollte es eigentlich keine Probleme geben.
Regenwasser läuft jetzt in den Keller
Ein echtes Problem allerdings tauchte im Emma-Karoline-Weg nach Bauarbeiten in der Straße auf. Dort war im Sommer ein Glasfaserkabel für das schnelle Internet verlegt worden, möglicherweise an einer Stelle nicht ganz fachgerecht. Denn während des Starkregens am 28. Juli sei das Regenwasser über das abschüssige Grundstück hinweg in den Keller eines Hauses gelaufen. Dessen Bewohnerin hatte sich mit einem provisorischen Graben im Erdreich notdürftig beholfen, doch Raetz machte gleich klar, dass die Stadt hier schnell etwas tun müsse.
Handlungsbedarf sehen manche Queckenberger hinsichtlich eines zunehmenden Problems: „Wir haben hier bald mehr Pferde als Einwohner“, hieß es, was vor allem eine unschöne Folgewirkung habe: Manche Reiter versäumten es, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner wieder von der Straße zu entfernen. Hier soll an die Pferdehöfe und Pferdehalter appelliert werden, künftig die Pferdeäpfel ordnungsgemäß zu entsorgen.
Außerdem soll die schwergängige Friedhofstür wieder instandgesetzt und ein Gitter am Abfluss der Wasserzapfstelle des Friedhofs angebracht werden. Der Idee, auf dem Spielplatz eine Boulebahn anzulegen, wie es schon einmal geplant war, stand Raetz allerdings skeptisch gegenüber. In Flerzheim haben man gerade erst eine Boulebahn abgebaut, weil sie zu wenig genutzt worden sei. JOST
