Allgemeine Berichte | 06.12.2023, 16:30 Uhr

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Symbolbild. Foto: Pixabay
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Bonn. Obwohl ein tierischer Freund wie ein Kaninchen oder ein Hunde- bzw. Katzenwelpe vor allem bei vielen Kindern ganz oben auf den Wunschzetteln steht, weist der Deutsche Tierschutzbund eindringlich darauf hin, dass Tiere sich nicht als Weihnachtsgeschenk eignen. Mit ihnen geht eine große Verantwortung einher und sie lassen sich nicht nach Belieben zur Seite legen, sobald man „genug von ihnen hat“. Wenn die Aufnahme eines Tieres nicht gut durchdacht war und der Halter sich zunehmend mit den tatsächlichen Ansprüchen und Bedürfnissen des Tieres konfrontiert sieht, führt dies häufig dazu, dass diese Tiere in den ohnehin schon überfüllten Tierheimen landen. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt daher, sich gründlich und vor allem gemeinsam auf ein mögliches neues Familienmitglied vorzubereiten. Der erste Weg sollte bei der Entscheidung für ein Haustier stets ins Tierheim führen.

„Allzu oft weicht der erste Enthusiasmus des Beschenkten der ungeschönten Tatsache, dass ein Tier viel Fürsorge braucht, Geld und Zeit kostet. Da die Tierheime bereits mit Tieren überfüllt sind, die unüberlegt angeschafft wurden, können wir nur vehement davon abraten, ein Tier zu verschenken – egal, ob zu Weihnachten oder einem anderen Anlass. Schließlich handelt es sich bei einem Tier nicht um ein Spielzeug oder ein Buch, sondern um ein fühlendes Lebewesen mit arteigenen Bedürfnissen“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund.

Statt in einem Zuhause auf Lebenszeit landen viele Tiere im Tierheim

Wenn sich nach den Feiertagen der Alltag einstellt, merken viele Beschenkte nach und nach, dass der tierische Neuzugang Arbeit macht, Geld kostet oder einfach nicht so gut ins eigene Leben oder das der Familie passt. Viele Eltern stellen fest, dass ein Großteil der Versorgung an ihnen hängen bleibt und sie die Tiere füttern, das Gehege säubern oder mit dem Hund raus müssen - obwohl die Kinder versprochen hatten, dies zu übernehmen. Einzelne Tiere landen daher unmittelbar nach Weihnachten im Tierheim. In großen Teilen machen sich unüberlegte tierische Geschenke aber erst im Laufe des nächsten Jahres - nach einigen Wochen oder Monaten - bemerkbar. Insbesondere, wenn im Sommer die Urlaubszeit ansteht und keine Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist, ist dies oft der Anlass, das Tier abzugeben. Die Beschenkten ziehen die Reißleine; das Tier „muss weg „.

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt denjenigen, die ein Tier bei sich in der Familie aufnehmen möchten, sich im Vorfeld ausführlich über dessen Bedürfnisse zu informieren und das Für und Wider abzuwägen. Fällt die Entscheidung für ein Tier, lohnt ein erster Gang ins Tierheim, wo Tiere jeder Art und jeden Alters auf ein neues Zuhause warten. Das Know-how und die Erfahrung des Tierheimpersonals mit ihren Schützlingen können zudem helfen, das passende Tier zu finden. Doch auch wenn die Entscheidung gut überlegt ist, ist Weihnachten mit all dem Trubel nicht der ideale Zeitpunkt für den Einzug eines tierischen Mitbewohners, so der Deutsche Tierschutzbund.

Pressemitteilung

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Symbolbild. Foto: Pixabay

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