Allgemeine Berichte | 17.11.2018, 10:46 Uhr

Die LitGruppe im SNW beschäftigt sich mit Stefan Zweig

Tod im Paradies

Am Donnerstag, 22. November um 15:30 Uhr

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wer kennt sie nicht, Zweigs weltberühmte „Schachnovelle“, die „Ungeduld des Herzens“ oder die „Sternstunden der Menschheit“.

Er hat ein umfangreiches Werk hinterlassen. Aber Stefan Zweig liebte es auch zu reisen, zum Beispiel quer durch Europa, Nordafrika, Indien oder auch in die Neue Welt.

Diese Reise- und Wanderlust wurde in seinem letzten Lebensjahrzehnt zur Notwendigkeit. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung floh er 1941 mit seiner zweiten Frau, Lotte Altmann, ins brasilianische Petropolis. Hier schrieb er unter anderem „Die Welt von gestern“ und hier beendete er seine „Schachnovelle“. Im Februar 1942 setzte das Ehepaar Zweig seinem Leben ein Ende. Im Testament, einer Liebes- und Abschiedserklärung an Brasilien, spricht er davon, dass seine Kräfte durch die langen Jahre heimatlosen Wanderns erschöpft seien. Schon drei Jahre vor seinem Tod schrieb er: „Am Tage, da ich meinen Paß verlor, entdeckte ich mit achtundfünfzig Jahren, daß man mit seiner Heimat mehr verliert als einen Fleck umgrenzter Erde.“

Über die letzten Lebensjahre hat Alberto Dines, in seiner Heimat ein berühmter Journalist und Autor, ein einfühlsames Lebensbild des Dichters geschaffen. Minnie Rischkowsky stellt Stefan Zweigs wichtigste Werke vor, geht aber besonders auf seine letzten Lebensjahre ein. Diese Veranstaltung der LitGruppe im SNW findet am Donnerstag, 22. November um 15:30 Uhr in der Villa Sibilla statt.

Gäste sind immer willkommen.

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