10. Gründungsjubiläum des Projektes: Togo-Kinder Zukunftschance
„Togokinder Zukunftschance – Super!“
Neuwahl des Vorstandes und Einladung zum Fest
Oberdrees. Der Verein „Togo-Kinder Zukunftschance“ hatte sich das Clubheim TURA Oberdrees ausgesucht, um sowohl sein 10-jähriges Bestehen zu feiern als auch die fällige Jahreshauptversammlung abzuhalten. Die Pateneltern waren so zahlreich erschienen, dass selbst der Vorsitzende des Vereins, Karl L. Krakow, ins Schwärmen geriet. Laut Tagesordnung begrüßte Christ Kokou, der Präsident des Vereins, die anwesenden Mitglieder und Paten auf das Herzlichste. Er selbst ist Gründungsmitglied und hat die Aktivitäten seit 2006 begleitet. Wie Kokou berichtete, handelt es sich um die togolesische Stadt Kpalimé, die in zwei Dörfer aufgeteilt ist: Novissi und Kusuntu. Die Pateneltern haben sich verpflichtet, für einen monatlichen Beitrag von 35 Euro, Kinder vom Grundschulalter bis zum Realschulabschluss zu begleiten. In jedem der zwei Dörfer werden also ca. 50 Kinder unterrichtet und gefördert. Zwei Magisterabsolventen in Germanistik, Renè Noumon und Hyacinthe Kolou, kümmern sich intensiv um den Unterricht für die Schülerinnen und Schüler. Sie werden finanziell unterstützt von der Togo-Kinder Zukunftschance aus Rheinbach und können auch noch andere Lehrer einstellen. Wie der Präsident in seiner Ansprache betonte, stützt sich das Togo-Kinder-Projekt auf fünf Säulen: Die erste Säule sind die Paten, die das Geld aufbringen, die zweite Säule ist der Vorstand, der das Anliegen immer wieder voranbringt. Die dritte Säule sind Hyacinthe Kolou und René Noumon, die beiden examinierten Lehrer, die das Schulprojekt mit Sorgfalt abwickeln. Als vierte Säule nennt Kokou die Eltern der Patenkinder, die sich eingebunden fühlen in das Projekt. Sie haben jeweils ein Stück Land bekommen, um Mais und Gemüse anzubauen. „Die Hauptsäule aber ist Karl Krakow, der seit Jahren die Fäden diesseits und jenseits des Mittelmeeres zusammenführt“, wie Präsident Kokou nicht ohne Stolz feststellt, kommt für ihn und für seine Landsleute die Hilfe nicht vom Himmel, sondern aus Deutschland.“ Der Verein wirbt jetzt schon um weitere finanzielle Unterstützung, denn die ersten Kinder werden nach jetzt zehn Jahren die Realschule verlassen. Der Verein möchte auf jeden Fall die berufliche Weiterbildung der Jugendlichen begleiten. Im Moment macht sich die Stellvertreterin Roswitha Weber stark für ein neues Projekt in Togo mit Tanz, Musik und Kunst. In seiner Zehn - Jahres - Aktionsbilanz berichtete der Vorsitzende Karl L. Krakow über die verschiedenen Togo Projekte, unterstützt wurde er dabei von Magister René und Magister Hyacinthe, u. a. mit einem kleinen Videoclip. „Besonders hervorzuheben sind die zwei 80 Meter Tiefbohrungen, die Magazinbauten, Wassertürme und die Bewässerungsanlagen. Allein für die letzte Tiefbohrung mit Solarpumpe bekam der Verein eine Spende vom Lions Club Bad Marienberg über 10.275 Euro“, so Krakow. Der Verein hat sich in zehn Jahren zu einer bedeutenden Hilfsorganisation entwickelt. Der Kassenbericht von Prof. Jürgen Zeh sorgte für Begeisterung, es war alles stimmig. Als BM Stefan Raetz den Bericht zum Patengeld-Controlling zur Zufriedenheit aller abgeliefert hatte, konnte der Vorstand entlastet werden. Die Neuwahl des Vorstandes war schnell abgewickelt. Alle Mitglieder hatten im Vorhinein ihr o.k. gegeben für eine Wiederwahl. Darunter: Christ Kokou als Präsident, Karl L. Krakow als 1. Vorsitzender, Roswitha Weber und Prof. Jürgen Zeh als Stellvertreter, Schatzmeister Peter Seidel und Schriftführer und Justiziar Dr. Reinhard H. Ganten. Daneben gibt es sechs Beisitzer mit speziellen Aufgaben. Nach der Mitgliederversammlung gab es vor dem Clubhaus viele Köstlichkeiten wie z.B.: Kpalimé Tomatensoße, Fritten aus afrikanischen Süßkartoffeln, gefüllte Quarkbällchen, geröstete Erdnüsse, Palmschnaps aus Kusuntu u.v.m. STS
Übergabe des Spendenschecks vom Lions Club Bad Marienberg durch Markus Horn (2. v.re.). Foto: Picasa
Die Pateneltern zeigen sich interessiert am Geschäftsbericht des Vorstandes. Foto: Picasa
Die beiden Magister aus Kpalimé, Hyacinthe Kolou (li) und René Noumon verbringen einige Wochen in Deutschland und bereichern die Jahreshauptversammlung. Foto: Picasa
