Allgemeine Berichte | 11.01.2020, 09:06 Uhr

Durch die bundesweite Ausstrahlung, sind viele schaulustige Touristen in den Märchenort Monreal gekommen

Tom und Felix Vetter waren die Filmkinder aus Luxem

Beide brillierten vor 8 Jahren in der Rolle des kleinen „Marlon“ in der TV-Serie des SWR „Der Bulle und sein Landei“

Links Felix, rechts Tom mit ihren Eltern Sandra und Sascha Vetter.Fotos: BS
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Luxem/Monreal/Vordereifel. Es war mal wieder so weit. Die TV Serie „Der Bulle und das Landei“, stand am Jahreswechsel auf dem Programm des SWR. Die beliebten, in der bezaubernden, märchenhaften Kulisse Monreals gedrehten Filme, die den preisgekrönten Vordereifel-Ort so berühmt und Deutschlandweit bekannt gemacht hatten. Wir von „Blick aktuell“ hatten immer von den Dreh´s mit Uwe Ochsenknecht (Kilmer) und Diana Ampft (Kati Biever) berichtet. So auch bei der zweiten Produktion mit dem Titel „Baby Blues“ die erstmals am Mittwoch den 5. Oktober 2011 ausgestrahlt wurde. „Bitte Ruhe- wir drehen - und Action“, hieß es dann immer viele male am Set. Und in dieser Story in der der coole Cop, der aus der Großstadt nach Monreal strafversetzte Hauptkommissar Kilmer, plötzlich für ein Baby, sein Baby, verantwortlich sein sollte. Der Monrealer Tausendsassa, Ingo Becker, erinnert sich noch genau an den Dreh, er hatte nämlich als Mann mit viel Ortskenntnis seine Hände mit im Spiel.

Und dies bei allen bisherigen Produktionen. Und nun sollte er laut Drehbuch für „Baby Blues“, Zwillings Baby´s finden. Die Filmcrew wollte im Kölner Raum Baby-Zwillinge casten. Aber Fehlanzeige. In den Krankenhäusern der Region ebenfalls. Aber der das „Unmögliche möglich Macher“, Ingo Becker hatte Erfolg. Der Monrealer Komparsenbetreuer und Strippenzieher für Film und Fernsehen– war es schließlich, der die Produktionsleitung drauf hinwies, dass es ganz in der Nähe ein Zwillingspärchen gebe, das für die Rolle in Frage kommen könnte; „Ich hätte da eine Familie aus dem gut 300 Einwohner zählenden Eifelort Luxem ausfindig gemacht, die Zwillings-Brüder mit Namen Tom und Felix Vetter hat“.

Die Eltern waren nicht von Anfang an Feuer und Flamme

Die junge Familie befand sich im Sommer 2010 in der anfänglichen Bauphase ihres Eigenheims in Luxem, als bei Sascha Vetter im Koblenzer Büro das Telefon klingelte; am anderen Ende seine Frau Sandra: „Hier ist eine Produktionsfirma, die unsere Kinder für einen Spielfilm engagieren möchte“.

Da nahmen die Dinge ihren Lauf. „Wir erklärten zunächst, dass wir weder Zeit noch Interesse hätten, unsere Kinder filmen zu lassen. Als Bauherr mit damals vier Monate alten Zwillingen hat man wahrlich anderes im Kopf. Die Produktionsfirma um den SWR blieb jedoch beharrlich und gab sich nicht zufrieden. So kam es, dass der Produktionsleiter eines Abends bei uns im Wohnzimmer saß und uns das Vorhaben, den Ablauf und die Rahmenbedingungen zu den Dreharbeiten in Monreal vorstellte,“ weiß der Papa, Sascha zu berichten. Babyrollen werden bei Dreharbeiten übrigens grundsätzlich an Zwillinge vergeben. Doch Sandra und Sascha waren nicht gleich von Anfang an Feuer und Flamme. Auf keinen Fall wollten sie ihre Zwillinge casten lassen. „Doch unsere anfänglichen Zweifel schwanden, je mehr wir über das Projekt erfuhren. Schließlich bekommt man so eine Chance nicht alle Tage. Warum also eigentlich nicht?“ entschieden sich die Eltern. Für die Rolle des kleinen „Marlon“ waren insgesamt 18 Drehtage vorgesehen.

Tom und Felix waren neben Diana Amft und Uwe Ochsenknecht folglich „Hauptdarsteller“. Am Drehort stand für die Familie Vetter eigens ein großes Wohnmobil zur Verfügung, dass man während der gesamten Dreharbeiten nach eigenem Ermessen beziehen konnten oder eben nicht. „Wenn wir uns entschieden zuhause (in Luxem) zu bleiben, so kam uns ein Fahrer jeweils ca. 10 min vor Drehbeginn abholen – 2 Min Dreh – Rückfahrt. Mehr Rücksicht ging eigentlich nicht. Am Drehort selbst war ebenfalls ständig jemand alleine für uns abgestellt, der / bzw. die uns mit allem versorgte, was wir gerade so brauchten (vom Catering bis zur Windel)…. Da kann man sich schon dran gewöhnen“, grinste Sascha Vetter heute rückblickend. Und so wurden ihre beiden „Goldstücke“ im Wechsel in die Handlung integriert: War einer schlecht drauf, wurde der Andere genommen. Und weil sie sich wie ein Ei dem anderen ähnlich sahen, merkte der Zuschauer nicht, wer gerade in die Kamera lächelte. So gabs keinen wertvollen Zeitverlust. Auch für Sandra und Sascha war´s ein unvergessliches Erlebnis, eine Zeit, die sie wohl nicht vergessen werden. Doch zu der Handlung. Da dachte Killmer: „Das mit dem Baby, das gar nicht meines ist, das geht gar nicht.“ Kurzerhand setzte er „Klein Marlon“ heimlich vor der Polizeiwache aus. Kollegin Kati kam nicht umhin, sich um den Kleinen mit allen dazu gehörenden Konsequenzen zu kümmern. Und das war nicht nur mit „Fläschchen geben“ getan. Nun gibt es ja Schauspieler die quasi Jahre lang auf die Rolle ihres Lebens warten. Da lief es bei Tom und Felix aus Luxem anders. Sie wurden praktisch in die Rolle ihres Lebens hinein geboren. Und dann noch mit so bekannten Schauspielerstars wie Uwe Ochsenknecht und Diana Ampft. „Die ganze Crew war gleich von unseren Zwillingen begeistert“, so Sandra Vetter zu unserer Zeitung.

Durch die bundesweite Ausstrahlung dieser Sendungen um Killmer und Kati, sind jedenfalls viele schaulustige Touristen in den Märchenort Monreal gekommen. Und da kann man schon mal Gespräche mitbekommen bei denen es heißt: „Hier an der Stelle auf der Brücke hat der Ochsenknecht und die Amft gestanden. „. Ich weiß es genau denn ich habe die Filme schon dreimal gesehen“. Tom und Felix Vetter können sogar behaupten: „Hier hat uns der Ochsenknecht und die Ampft mit dem Fläschchen beruhigt. Nun, auch dieser Teil des „Bullen“ mit dem Titel „Baby Blues“ war wieder eine tolle Geschichte, in der sich Monreal mal wieder von seiner sonnigsten Seite zeigen konnte. Und da haben auch Klein Tom und Klein Felix mit beigetragen. Klar dass die Familie Vetter das Original Drehbuch (meine Frau hinter jede Szene und Kameraeinstellung ein „F“ oder ein „T“ eingetragen) hat“, sowie alle Episoden mit ihren kleinen Schauspielern, für die Ewigkeit auf DVD aufbewahrt.

BS

So sahen wieder viele Zuschauer am Jahresende die Sendung „Baby Blues“ mit Tom und Felix Vetter aus Luxem.

So sahen wieder viele Zuschauer am Jahresende die Sendung „Baby Blues“ mit Tom und Felix Vetter aus Luxem.

Die beiden „Schauspieler“ haben natürlich den Beweis in Übergröße in ihrem Zimmer. Das Titelfoto – Ob hier Tom oder Felix zu sehen ist, weiß nur die Mama.

Die beiden „Schauspieler“ haben natürlich den Beweis in Übergröße in ihrem Zimmer. Das Titelfoto – Ob hier Tom oder Felix zu sehen ist, weiß nur die Mama.

Links Felix, rechts Tom mit ihren Eltern Sandra und Sascha Vetter.Fotos: BS

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