Arbeitskreis „Heimat + Tourismus Engers“ bringt Wanderer in die Stadt
Tourismus braucht Strukturen
Engers. Dass sich der Premium-Wanderweg „Rheinsteig“ von Feldkirchen aus in den Westerwald bewegt und hinter Neuwied in Sayn wieder herunterkommt, war dem heutigen Vorsitzenden des „Arbeitskreises Heimat + Tourismus Engers“, Josef Kretzer, seit der Inbetriebnahme des Rheinsteigs im Jahre 2005 ein Dorn im Auge. Dadurch wurden die Innenstadt und auch der Stadtteil Engers von den ca. 10.000 Wandergästen, die jährlich auf diesem Wanderweg unterwegs sind, weiträumig umgangen. Solche Wanderwege werden jedoch auch angelegt, um Touristen in die Städte und Gemeinden zu bringen, damit diese davon ihren Nutzen haben. Bei der Planung, des Rheinsteigs im Raum Neuwied wurde dieser Gesichtspunkt jedoch völlig außer Acht gelassen. Eine Veränderung dieser für Neuwied ungünstigen Bedingungen herbeizuführen, hat Josef Kretzer nie aufgegeben. So kam es im Jahre 2018 zu einem Gespräch von Kretzer mit dem Rheinsteigbüro in Koblenz und vor dort erhielt er die Zusage, dass man einem sogenannten ‚Zuweg‘ zum Rheinsteig zwischen Feldkirchen, am Rhein entlang bis Engers und Sayn zustimmen würde.
Mit dieser Zusage setzte sich Josef Kretzer mit der größten Stadtratsfraktion im Neuwieder Stadtrat, der CDU in Verbindung und er konnte dort, in einer Fraktionssitzung seine Vorstellungen vortragen. Diese fielen auf allgemeine Zustimmung und so kam es zu einem Antrag dieser Fraktion im Stadtrat, diesen „Zuweg“ auch offiziell auf den Weg zu bringen, dem dann auch der gesamte Stadtrat, ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen, zustimmte.
Leider unterblieb von da an jeder Austausch über die Ausgestaltung und die Streckenführung der Stadtverwaltung Neuwied und den Initiatoren, dem Arbeitskreis in Engers. Dieser hätte sich für die Streckenführung hinter Engers einen anderen Weg gewünscht, als die Wandergäste, die bisher auf einem Premiumwanderweg gegangen sind, durch Wohngebiete und über eintönige Landstraßen in Sayn gehen zu lassen.
Für Neuwied und Engers jedoch wurde erreicht, dass künftig jährlich ca. 5.000 Wandergäste die Innenstadt und den Stadtteil frequentieren. Wie Oberbürgermeister Jan Einig nun dem Arbeitskreis mitteilt, soll die Beschilderung noch vor Ostern abgeschlossen sein und Neuwied und Engers können nun auf die neuen Gäste hoffen.
Pressemitteilung
Arbeitskreis
Heimat + Tourismus Engers
