Allgemeine Berichte | 19.09.2018, 09:25 Uhr

Kinder sammelten um die Wette

Traditionelles Kartoffelfest in Gimmersdorf zog Familien an

Gimmersdorf aktiv“ sorgt für Leben im Ort

Thomas Kühlwetter erklärte den Kindern, warumdie Trockenheit den Kartoffeln zugesetzt hatte. Fotos: CEW
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Wachtberg. Rund 150 Besucher tummelten sich auf dem Bolzplatz in Gimmersdorf am dritten Septemberwochenende zum Kartoffelfest. Dreißig Kinder spielten Fußball, suchten kleine Stöcke für das Lagerfeuer oder freuten sich auf den kleinen Traktor mit den Kisten auf den Anhängern. Damit waren bereits etwa 50 Kids unterwegs auf einer Fahrt durch die Felder. Kurz vor der Ankunft stoppte Thomas Kühlwetter den Trecker an einer Pferdeweide, denn die jungen Fahrgäste hatten zwischendurch auf einer Wiese Äpfel gesammelt. Weil die Pferde auf der Weide nicht zu den Kindern kamen, durften die Kinder mit auf die Weide, wo sie die ruhigen Kaltblüter fütterten.

Auf dem Bolzplatz stärkten sich die Besucher mit Würstchen vom Grill und kühlen Getränken. Traditionell hatte der Verein für Brot, Kräuterbutter und Kräuterquark gesorgt, sodass die Grundlage für einen geselligen Nachmittag bestens gelegt war.

Thomas Kühlwetter erklärte den Kindern, wie die Kartoffel zur Pflanze wird und sich unterirdisch vermehrt. Allerdings musste er wegen der langen Trockenheit in diesem Jahr auch unschöne Nachrichten überbringen. „Es gab in diesem Jahr etwas, das hat den Kartoffeln gar nicht gefallen. Euch hat’s bestimmt gut gefallen, denn ihr wart bestimmt ganz viel im Schwimmbad“, begann Thomas Kühlwetter zu erklären. „Nein, es war viel zu heiß!“, widersprach ein Junge. „Seht ihr“, stimmte Kühlwetter zu. „Das ging den Kartoffeln genauso.“ Er erklärte den Kids, dass die Pflanzen wegen der Hitze und wegen des Wassermangels zu früh abgestorben sind. Deshalb hätte man in diesem Jahr nur sehr wenige Kartoffeln, die außerdem sehr klein wären. „Es kann also sein, dass jeder nur zwei oder drei Kartoffeln findet, die sehr klein sind.“ Davon ließen sich die Kartoffelsammler nicht schrecken. Sie postierten sich entlang der Strecke, die der Kartoffelernter fuhr und freuten sich auf ihren Sammeleinsatz.

Das Kartoffelfest ist nur eine von acht Aktivitäten, die federführend oder gemeinsam mit anderen Vereinen im Jahreslauf organisiert werden. „Wir fangen mit dem Frühjahrsputz an“, berichtet Frans Bollebakker, der seit vier Jahren Vorsitzender des Vereins ist. Dann folgen das Maibaumstellen mit Maiansingen und im Juni wieder ein Event für die Kinder.

„Wir zelten mit den Kindern auf der Wiese, das ist immer sehr beliebt“, so Bollebakker. In diesem Jahr gab es eine Nachtwanderung mit dem Förster mit anschließendem Stockbrotbacken. Nach dem Kartoffelfest bietet Heiner Pilger am 28. September um 18 Uhr einen historischen Rundgang durch das Dorf an. Treffpunkt ist der Dorfplatz am Spielplatz.

Über Anmeldungen freut sich der Verein unter info@gimmersdorf-aktiv.de . Im November und Dezember folgen der Martinszug und zum Jahresausklang das traditionelle Weihnachtsbaumstellen.

Die Kinder hatten auf dem Kartoffelfeld ihren Spaß.

Die Kinder hatten auf dem Kartoffelfeld ihren Spaß. Foto: Petra Reuter

Traditionelles Kartoffelfest in Gimmersdorf zog Familien an

Foto: Petra Reuter

Thomas Kühlwetter erklärte den Kindern, warum die Trockenheit den Kartoffeln zugesetzt hatte. Fotos: CEW Foto: Petra Reuter

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