Westerwaldorchester Oberlahr eröffnete die Konzertreihe in Straßenhaus
Traum-Melodien bei Traum-Wetter
Straßenhaus. Viele freuen sich schon das ganze Jahr drauf, wenn in Straßenhaus wieder zum Konzert im Musikpavillon eingeladen wird.
Diesmal meinte es auch der Himmel wieder besonders gut mit der Veranstaltung und zeigte sich von seiner schönsten blauen, sonnigen Seite. Dicht saßen die Zuhörer in vielen Stuhlreihen unter den alten Bäumen des kleinen Parks, während im Konzertraum die Musiker des Westerwald-Orchesters ihren Instrumenten die schönsten Töne entlockten. „Musik ist Trumpf“ – unter diesem Motto starteten der Heimat- und Verschönerungsverein und die Ortsgemeinde wieder ihre unterhaltsame Konzertreihe in Straßenhaus. Zum Auftakt spielte am Pfingstmontag das Westerwaldorchester Oberlahr im Musikpavillon. Von deutschem Schlager über internationale Popmusik bis hin zum Big-Band-Sound und zur Blasmusik – das Repertoire der bekannten Musikgruppe ist vielfältig.
Orchesterleiter Günter Seliger sagt: „Wir haben speziell für das Kurkonzert ein gemischtes Programm zusammen gestellt. Angefangen haben wir mit eher traditionellen Stücken wie Kaiserwalzer von Johann Strauß. Eröffnungsstück war der Deutschmeister-Regimentsmarsch. Dann habe ich mich sehr gefreut, dass unsere Sängerin Britta Kittel aus Thalhausen heute mit dabei war. So konnten wir auch einige Akzente in dieser Richtung setzen. Sie hat ein Helene-Fischer-Medley gesungen und das „Summertime“ von George Gershwin, außerdem einen Titel von Michael Buble. Die Highlights des Orchesters waren ein Bert-Kaempfert-Medley, der Steiger-Marsch, der Böhmische Traum, ein Traumboot-Medley mit Stücken von Catherina Valente und etwas von den Blues Brothers. Wir haben eine Stunde am Stück gespielt. Ich habe das Programm vorher zusammengestellt und die Musiker wussten, was auf sie zukommt. In der letzten Probe vor dem Konzert haben wir uns noch einmal intensiv mit diesen Stücken auseinandergesetzt.“
Das Westerwaldorchester Oberlahr spielt jedes Jahr die Eröffnung der Kurkonzert-Reihe, schon sehr lange. Günter Seliger leitet die Auftritte bereits seit 2001. Er wohnt in Horhausen und arbeitet in Cochem an der Kreismusikschule. Sein Orchester besteht aus 28 Musikerinnen und Musikern. Günter Seliger bezeichnet die Gruppe als erweiterte Big Band-Besetzung: „Wir haben außer den üblichen Instrumenten auch Keyboard, Gitarre, Bass und Gesang besetzt. Vom klassischen Orchester sind noch die Querflöten und Klarinetten mit dabei. Unsere Stärke sind Big-Band-Stücke. Sogar ein Marsch, den wir spielen, geht mehr in die Big-Band-Richtung. Wir können auch Udo-Jürgens-Medleys spielen.“
Beliebt sind die Konzerte in Straßenhaus nicht nur im Ort und im näheren Umfeld. Das Ehepaar Schütz aus Dierdorf hatte eine Bekannte mitgebracht, die aus Berlin stammt und begeistert sagt: „Es war wunderschön.
Ich bin immer wieder erstaunt: Solche großen Orchester und solche kleinen Orte, das begeistert mich!“ Paul Schütz und seine Ehefrau sagen: „Wir kommen schon seit vier Jahren hierhin. Unser Lieblingslied ist der Steigermarsch: Glück auf, Glück auf, der Bergsteiger kommt. Er hat sein helles Licht bei der Nacht schon angezündet!“ Nicht umsonst hatte Orchesterleiter Günter Seliger bei diesem Lied das Publikum zum Mitsingen aufgefordert. Einer Bitte, der viele Anwesende gerne nachkamen, so dass im Park Straßenhaus ein großer gemischter Chor mit starker musikalischer Begleitung zu hören war.
Das Westerwaldorchester Oberlahr hat regelmäßig auch Auftritte in Horhausen beim eigenen Osterkonzert alle zwei Jahre, wo jedes Mal ein komplett neues Programm vorgestellt wird. Insgesamt hat das Orchester 30 bis 35 Auftritte pro Jahr. Der nächste große Auftritt ist bei der 800-Jahr-Feier in Horhausen. Die nächste Veranstaltung in Straßenhaus steht auch schon fest: Am 25. Juni heißt es wieder „Tafeln im Park“.
Big-Band-Melodien sind die Stärke der Oberlahrer Musiker, die im Jahr über 30 Auftritte haben.
Ein Publikumsmagnet sind die Sommerkonzerte im Park vor dem Musikpavillon von Straßenhaus.
