St. Hubertus Schützenbruderschaft e.V. 1861 Kobern
Treffsichere Schützen und glückliche Gewinner
Kobern. Tradition – ein Wort, das heute manche Augen rollen lässt und im politischen Schlagabtausch gern auch missbräuchlich benutzt wird. Wer jedoch fest an seiner Heimat hält, wer die örtlichen Gebräuche gerne lebt und wer noch Anstand hat, den Älteren auf der Straße brav zu grüßen, der weiß, dass Tradition Verbundenheit bedeutet.
Die Koberner Schützen hatten sich „Glaube, Sitte, Heimat“ vor langer Zeit schon auf die Fahnen geschrieben. Tradition zu pflegen ist bei den Schützen kein steriler Pflichtakt. Es ist vielmehr das ehrenhafte Andenken an jene, die das örtliche Schützenwesen aufgebaut und durch Höhen und Tiefen der Geschichte brachten, bis zum heutigen Tag. Um das Andenken zu wahren, fand am Volkstrauertag, das traditionelle Sauschießen und die Hubertusmeisterschaft im Schützenhaus der Koberner Schützen statt – nach der ebenfalls traditionellen Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Zum Gedenken an die Kriegsopfer, zur Versöhnung über den Gräbern und als Zeichen für den Frieden, begleitete je eine Abordnung der Schützen aus Kobern und aus Gondorf die Gedenkfeier am Ehrenmal. Ab 14 Uhr kamen dann die Schützen und Gäste ins Koberner Schützenhaus. Die Schießen dazu fanden im ersten Stock auf beiden Luftgewehrständen statt. Traditionell wurden die Preise auf Adler und Sterne gesetzt. Der Verein hatte dazu Preise aus Hausmacher Blut- und Leberwurst, Bratenfleisch, Wildbratwürstchen, eingemachter Sülze, Jagdwurst und Leberwurstsorten aus Wildschwein, Reh und Hirsch.
Wer nicht schoss, der blieb am Stand bei einem kameradschaftlichen Austausch oder gesellte sich in den sonnendurchfluteten Schankraum zu den anderen Schützen und Besuchern, bei bester Laune, nebst Wurstbrötchen und Flüssigmahl.
Ein Glücksrad entschied, welcher Schütze mit der entsprechenden Start-/Listennummer auf den jeweiligen Preisadler oder Preisstern anschießen durfte. Ein sehr gelungener und unterhaltsamer Nachmittag wurde durch die abendliche Preisverleihung abgerundet. Zuerst wurden die Preise für das Sauschießen an die jeweiligen Schützen ausgegeben. Mit Glück, Können und dem nötigen Startgeld konnten so ganz üppige Gewinne eingefahren werden. Am parallel stattfindenden Hubertusschießen nahmen insgesamt 15 Schützen teil. Der amtierende Geschäftsführer, Bert Obertreis, konnte sich gegen diese durchsetzen und gewann mit höchster Ringzahl verdient den Titel Hubertusmeister. Die ersten drei Plätze wurden mit Wildbratwürstchen und verschiedenen eingemachten Wildwürsten prämiert.
Die Erstplatzierten:
1. Bert Obertreis 50 Ringe (mit Zehntelwertung 52,1 Ringe)
2. Harald Hoffmann 48 Ringe (mit Zehntelwertung 50,7 Ringe)
3. Louis Girz48 Ringe (mit Zehntelwertung 49,5 Ringe)
V.li.n.re.: Hubertusmeister Bert Obertreis (1. Platz), Harald Hoffmann (2. Platz), Thomas Höhn (Schießmeister)
