Allgemeine Berichte | 29.08.2018, 10:56 Uhr

Rhythmen rissen die Zuhörer mit sich: Meistertrommler Pape Samory Seck brachte Afrika in den Köllenhof

Trommelwirbel mit exotischem Touch

Zusammen mit weiteren Musikern brachte Pape Samory Seck mitreißende Rhythmen in den Köllenhof. Fotos: CEW
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Wachtberg. „Musik gehört allen“ hatte Pape Samory Seck gesagt und er schenkte sie allen.

Zusammen mit Gitarren und Stimmen hallten im historischen Fachwerk des Köllenhofs senegalesische Djembe-und Percussion-Rhythmen so mitreißend wider, dass kaum jemand ruhig sitzen blieb.

Weil Musik eben allen gehört, musizierte Seck auch zusammen mit Issa Sow, einem ebenfalls aus dem Senegal stammenden Musiker und Künstler. Ein besonderes, sehr perönliches Lied hatte der Tänzer und Sänger seinen Eltern gewidmet. „Es ist ein Dank an meine Eltern in meiner Sprache. Das Lied erzählt von der Kindheit, in der ein Kind nicht versteht, dass es dieses oder jenes nicht darf, wo die Eltern klar vorgeben, was zu tun ist und Respekt einfordern. Und das Lied erzählt vom Älterwerden, vom Lernen im Laufe des Lebens, vom allmählichen Verstehen und vom Dank, der aus meinem Herzen kommt. Dank für meine Erziehung und die vielen anderen Dinge, die meine Eltern mir in mein Leben mitgegeben haben.“

Im letzten Abschnitt des Konzerts spielte Pape Samory Seck zusammen mit seinen Schülern auf den Djembes und forderte zum Tanz auf. Spätestens jetzt hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Wer nicht im Bühnenbereich mitmusizierte und tanzte, wippte neben den Tischen und Stühlen stehend zur Musik oder genoss in der frischen Abendluft vor der Glastür mitschwingend die Rhythmen.

Secks Stärke zeigten sich auch in diesem Abend in der Selbstverständlichkeit, mit der er die Musik spielt, lebt und das Publikum erleben lässt. Er selbst wurde in einer bekannten senegalesischen Familie geboren und erlebte Musik, Gesang und viele Instrumente von Klein auf als Lebensbegleiter. Die Symbiose aus Leben, Kunst und musisch-handwerklichem Können verlieh dem Abend einen einzigartigen Touch, in dem die Zuhörer sich gerne von der Musik mit- und davontragen ließen. „Das war das beste Konzert, das es heute in Bonn gab“, sagte Herbert Dauber aus der Nachbarstadt mit einem amüsierten Augenzwinkern am Schluss. Für kleine Stärkungen während und nach dem Konzert hatten die Künstler zusammen mit Issa Sows Frau Manuela Berger nach originalen afrikanischen Rezepten gekochte, traditionelle Gerichte zum Probieren mitgebracht.

Pape Samory Seck beeindruckte als Meister seines Fachs.

Pape Samory Seck beeindruckte als Meister seines Fachs.

Manuela Berger reichte nach Originalrezepten gekochte afrikanische Köstlichkeiten.

Manuela Berger reichte nach Originalrezepten gekochte afrikanische Köstlichkeiten.

Pape Samory Seck (hinten, Mitte) mit Issah Sow (vorne, Mitte) im Köllenhof.

Pape Samory Seck (hinten, Mitte) mit Issah Sow (vorne, Mitte) im Köllenhof.

Der Köllenhof war gut gefüllt.

Der Köllenhof war gut gefüllt.

Zusammen mit weiteren Musikern brachte Pape Samory Seck mitreißende Rhythmen in den Köllenhof. Fotos: CEW

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