Allgemeine Berichte | 29.08.2018

Rhythmen rissen die Zuhörer mit sich: Meistertrommler Pape Samory Seck brachte Afrika in den Köllenhof

Trommelwirbel mit exotischem Touch

Zusammen mit weiteren Musikern brachte Pape Samory Seck mitreißende Rhythmen in den Köllenhof. Fotos: CEW

Wachtberg. „Musik gehört allen“ hatte Pape Samory Seck gesagt und er schenkte sie allen.

Zusammen mit Gitarren und Stimmen hallten im historischen Fachwerk des Köllenhofs senegalesische Djembe-und Percussion-Rhythmen so mitreißend wider, dass kaum jemand ruhig sitzen blieb.

Weil Musik eben allen gehört, musizierte Seck auch zusammen mit Issa Sow, einem ebenfalls aus dem Senegal stammenden Musiker und Künstler. Ein besonderes, sehr perönliches Lied hatte der Tänzer und Sänger seinen Eltern gewidmet. „Es ist ein Dank an meine Eltern in meiner Sprache. Das Lied erzählt von der Kindheit, in der ein Kind nicht versteht, dass es dieses oder jenes nicht darf, wo die Eltern klar vorgeben, was zu tun ist und Respekt einfordern. Und das Lied erzählt vom Älterwerden, vom Lernen im Laufe des Lebens, vom allmählichen Verstehen und vom Dank, der aus meinem Herzen kommt. Dank für meine Erziehung und die vielen anderen Dinge, die meine Eltern mir in mein Leben mitgegeben haben.“

Im letzten Abschnitt des Konzerts spielte Pape Samory Seck zusammen mit seinen Schülern auf den Djembes und forderte zum Tanz auf. Spätestens jetzt hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Wer nicht im Bühnenbereich mitmusizierte und tanzte, wippte neben den Tischen und Stühlen stehend zur Musik oder genoss in der frischen Abendluft vor der Glastür mitschwingend die Rhythmen.

Secks Stärke zeigten sich auch in diesem Abend in der Selbstverständlichkeit, mit der er die Musik spielt, lebt und das Publikum erleben lässt. Er selbst wurde in einer bekannten senegalesischen Familie geboren und erlebte Musik, Gesang und viele Instrumente von Klein auf als Lebensbegleiter. Die Symbiose aus Leben, Kunst und musisch-handwerklichem Können verlieh dem Abend einen einzigartigen Touch, in dem die Zuhörer sich gerne von der Musik mit- und davontragen ließen. „Das war das beste Konzert, das es heute in Bonn gab“, sagte Herbert Dauber aus der Nachbarstadt mit einem amüsierten Augenzwinkern am Schluss. Für kleine Stärkungen während und nach dem Konzert hatten die Künstler zusammen mit Issa Sows Frau Manuela Berger nach originalen afrikanischen Rezepten gekochte, traditionelle Gerichte zum Probieren mitgebracht.

Pape Samory Seck beeindruckte als Meister seines Fachs.

Pape Samory Seck beeindruckte als Meister seines Fachs.

Manuela Berger reichte nach Originalrezepten gekochte afrikanische Köstlichkeiten.

Manuela Berger reichte nach Originalrezepten gekochte afrikanische Köstlichkeiten.

Pape Samory Seck (hinten, Mitte) mit Issah Sow (vorne, Mitte) im Köllenhof.

Pape Samory Seck (hinten, Mitte) mit Issah Sow (vorne, Mitte) im Köllenhof.

Der Köllenhof war gut gefüllt.

Der Köllenhof war gut gefüllt.

Zusammen mit weiteren Musikern brachte Pape Samory Seck mitreißende Rhythmen in den Köllenhof. Fotos: CEW

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Hausmeister, bis auf Widerruf
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Lampionfest in Weißenthurm
Heimat aktiv erleben
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Der voll besetzte Marktplatz. Fotos: DU
44

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Obwohl er heuer schon in die 5. Runde geht, war der „Musiksommer Ahrweiler“ noch Ende Mai akut in Gefahr. Durch den relativ kurzfristigen Rückzug einer Sponsorenzusage, war dem beliebten Musikevent, das überdies nicht unerheblich zur Innenstadtbelebung beiträgt, eine wichtige Finanzierungssäule von rund 20.000 Euro weggebrochen. Doch dank des Engagements bestehender und neuer...

Weiterlesen

Laura Epstein (Mitte) wird neue Mayschoßer Weinkönigin, Eva Kirsch wird als Weinprinzessin amtieren. Rechts Mirco Burkardt (stellv. Vorsitzender WG Mayschoß-Altenahr). Foto: DU
40

Mayschoß. Zwei Wochen nachdem in Altenahr die zukünftigen Weinmajestäten verkündet wurden, zog mit Mayschoß am vergangenen Wochenende ein weiterer Mittelahr-Ort in Sachen Weinmonarchie nach: kommende Weinkönigin des Jahres 2026/27 wird Laura Epstein! Durch ihren Freund, der aus einer Mayschoßer Winzerfamilie stammt, ist die 25-jährige Musikerin eng mit dem Wein und dessen Anbau vertraut, schon oft packte sie im Weinberg tatkräftig mit an.

Weiterlesen

Noah Bach (links) und Niclas Hauffe besprechen die Flugroute, bevor sie vom Flugplatz Ailertchen aus zur Befliegung der Mittelspannungsleitungen starten
28

Koblenz/Westerwald/Eifel. Wenn Noah Bach und Niclas Hauffe in die Luft gehen, ist das kein Zeichen schlechter Laune, sondern hoch konzentrierte Präzisionsarbeit. Im Auftrag der Energienetze Mittelrhein (enm) inspizieren die beiden aktuell per Helikopter die Mittelspannungsfreileitungen zwischen Eifel und Westerwald. Ihr Ziel: mögliche Schäden frühzeitig erkennen, bevor sie zu Störungen führen. Während...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
993

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Foto: Polizei
8217

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen