Koblenzer Hospizverein e.V.
Trotz Corona für Sterbende und Trauernde da
Koblenz. Der Koblenzer Hospizverein e.V. begleitet und unterstützt schwerstkranke und sterbende Menschen und deren An- sowie Zugehörige auch in diesen Zeiten und nimmt seit Anfang Juni viele Aktivitäten rund um die Hospizarbeit wieder auf.
Auch nach den aktuellen Lockerungen gelten auf Grund der Corona-Pandemie noch immer stark einschränkende Kontakt- und Besuchsregeln. Das trifft auch die Hospizdienste.
Ina Rohlandt, Geschäftsführerin des ambulanten Hospizes in Koblenz: „Dennoch sind wir für schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen durchgehend als Ansprechpartner erreichbar gewesen. In den vergangenen Wochen war das nicht immer im direkten Kontakt möglich und wir haben auf E-Mails, Telefonie oder die gute alte Postkarte zurückgegriffen.“
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind die Anfragen nach hospizlicher Begleitung und Unterstützung zurückgegangen. „Angehörige sind in Sorge, sich anzustecken. So versuchen sie, die oftmals belastende Situation alleine zu stemmen. Den schwerstkranken und sterbenden Menschen die letzte Zeit ihres Lebens ihren Vorstellungen entsprechend zu gestalten, dafür sind wir vom Koblenzer Hospizverein seit fast 30 Jahren da. Die aktuelle Situation mit der auferlegten Kontaktsperre erfordert besonders bei den Ehrenamtlichen ein „aushalten“. Denn nicht immer ist es möglich, im Gegensatz zur Grundhaltung der Hospizbewegung, an der Seite der Menschen zu bleiben, egal wie schwierig es wird.“, so Ina Rohlandt. „In Haupt- und Ehrenamt wünschen wir uns, die Betroffenen wieder direkt begleiten zu können, sei es im eigenen Zuhause, aber auch im Krankenhaus und im Pflegeheim“, so Rohlandt weiter. Voraussetzung hierfür ist, dass im Pflegeheim und im Krankenhaus die für eine Lockerung der Kontaktbeschränkung notwendigen und damit einer Vereinsamung und Isolation der Betroffenen vorbeugenden Hygienekonzepte vorgelegt und umgesetzt werden.
Wo dies geschehen ist, sind die Ehrenamtlichen des Koblenzer Hospizvereins seit Anfang Juni wieder aktiv. Sie besuchen schwerstkranke Menschen und unterstützen sie und deren An- sowie Zugehörige.
Auch die Trauersprechstunden des Koblenzer Hospizvereins e.V. finden wieder an jedem Montag von 10 Uhr bis 10:45 Uhr und Mittwoch von 15:30 Uhr bis 16:15 Uhr in den Räumen der Geschäftsstelle statt. Dieses kostenlose, auf Spendenbasis finanzierte Angebot richtet sich an Betroffene, die einen nahe stehenden Menschen verloren haben und Beratung oder Unterstützung suchen. In einem Einzelgespräch mit erfahrenen, zertifizierten Trauer-begleiter*innen besteht die Möglichkeit, die eigene Situation in Ruhe zu besprechen und dabei neue Orientierung zu finden. Eine telefonische Anmeldung zur Sprechstunde während der Geschäftszeiten unter der Rufnummer (02 61) 579 379-0 ist unbedingt erforderlich.
An jedem zweiten Dienstag im Monat ab 17.30 Uhr findet zudem wieder die „Offene Trauergruppe für Erwachsene“ statt. Voraussetzung zur Teilnahme ist ein Einzelgespräch mit den ehrenamtlichen Trauerbegleiter*innen des Vereins. (Telefonische Voranmeldung unter o.g. Telefonnummer). Ausführliche Informationen zum umfangreichen Angebot des Koblenzer Hospizvereins finden sich auf der Homepage unter www.hospizinkoblenz.de.
Nicht zuletzt wirken sich die Kontaktbeschränkungen auch auf die Spendeneingänge aus. „Der Rückgang der Spenden liegt sicher mit daran, dass wir nicht wie sonst durch Informations- und sonstige Veranstaltungen über unsere Arbeit und die notwendige Unterstützung durch Spendengelder berichten können.
Und ist natürlich auch begründet in der Tatsache, dass die Menschen in Kurzarbeit oder am Rande der finanziellen Existenz mit eigenen Themen beschäftigt sind.“, so Ina Rohlandt. „Wir freuen uns daher über jede Spende, die uns unsere Weiterarbeit in und für die Gesellschaft sichert und möglich macht.“
Pressemitteilung
Koblenzer Hospizverein e.V.
