Allgemeine Berichte | 29.06.2016

Die Johanneskirmes in Bruchhausen hatte wieder viel zu bieten

Trotz wechselhaftem Wetter ist der Junggesellenverein zufrieden

Der Königstaat genoss die Sonne, bevor der Regen kam. BDo

Bruchhausen. Getreu dem englischen Motto „no risk – no fun“ ließ sich der Junggesellenverein (JGV) 1624 e.V. in Bruchhausen trotz wechselhaftem Wetter nicht davon abhalten, auch in diesem Jahr am letzten Juni-Wochenende die traditionelle Johannes-Dorfkirmes zu organisieren und erneut zu einem Highlight des Dorfs zwischen Rheintal und Westerwald zu machen. Schon seit seiner Gründung organisiert und gestaltet der Verein die alljährliche Dorfkirmes zum Namensfest des Heiligen Johannes und macht sie mit Musik, Prozessionen und Festzügen ständig attraktiver. Zu Ehren des Patrons, des heiligen Johannes des Täufers, wird sie als Johanneskirmes immer um den 24. Juni - dem Namenstag des Patrons – abgehalten.

Vier Tage Kirmes und Fähndel-Wettbewerb

Unter fast wolkenfreiem Himmel und sommerlichen Temperaturen startete das Fest am Freitag-Nachmittag mit dem Aufstellen des großen Birkenbaums. Der Baum war unter musikalischer Begleitung durch den hiesigen Musikverein und viele Anwohnern durch das geschmückte Dorf zum Platz an der Kreuzung von Kirchstraße/Orsberger Straße getragen, wo er unter den Augen der Bruchhauser und Gästen samt Kirmesmann in der Krone aufgestellt und gesichert wurde. Dort zeigten auch die „Fähndel-Schwenker“ ihr beachtliches Können und ernteten dafür viel Applaus. Anschließend sorgte das traditionelle „Haxen essen“ für eine zünftige „Grundlage“, um für das Kirmes-Wochenende und auch für die folgenden Tage und Abende gerüstet zu sein.

Am späten Nachmittag des folgenden Samstag machten sich die Junggesellen, Vereine und Anwohner auf den Weg, das Königspaar mit König Jasper Adenauer und Königin Lea Keller, sowie die Ehrenpaare Moritz Bremen mit Verena Braun sowie Sven Adenauer mit Jasmin Sieger für den „Königszug“ zum Festzelt abzuholen. Dort angekommen wurden sie von den Gästen und Bruchhausenern frenetisch begrüßt und eröffneten mit dem Königtanz den Königsball, der bis 5 Uhr am nächsten Tag dauerte. Für den musikalischen Hintergrund und Tanzmusik während des Fests sorgte die bekannte Band FOR YOU samt Sängerin..Neben dem Junggesellenverein gestalteten auch die Jungmädchen die Kirmes, indem sie eine spezielle, gut besuchte Sektbar in dem Zelt eingerichtet hatten und ihn betrieben.

Bastian Lindlohr gewann die Siebengebirgsmeisterschaft

Die Kirmes zeigte, dass die Bruchhausener auch am folgenden Sonntag „fit“ waren, denn am Nachmittag begann im Festzelt das Ausschwenken der Bundesmeisterschaft und der Siebengebirgsmeisterschaft, die nach dem Festzug um 15 Uhr ausgetragen wurden, der sich von einer kurzen Regenschauer nicht die gute Stimmung nehmen ließ. .

Das Fahnenschwenken, das eine anerkannte Sportart ist, machte den Schwenkern offensichtlich Spaß, obwohl bei den Meisterschaften höchste Konzentration, schnelle Reaktion und Präzision gefragt sind, um einen Sieg zu erringen. Beim diesjährigen Schwenken im Rahmen der Johannes-Kirmes gewann in der Bundesmeisterschaft Jan-Philip Walleck. Die Bundesmeisterschaft ist die höchste Klasse und ist auch für verheiratete Schwenker offen. Siebengebirgsmeister wurde der Bruchhausener Bastian Lindlohr, was ihm anhaltendem Applaus der zahlreichen heimischen Zuschauer einbrachte. Neuer Fähnrich aus Erpel wurde Kevin Weber, der anschließend im Eiltempo mit diversen Bier und Korn in kürzester Zeit „verwöhnt“ wurde . Bei beiden Wettbewerben bestand die offizielle Jury aus Ralf Wester, Carsten Walbröhl, Martin Schmitz und Manfred Paaßem.

Am Montag ging die Johanneskirmes nach der morgendlichen Junggesellen-Messe und spätnachmittags dem Abbau des Kirmesbaums sowie dem öffentlichen Verbrennen des Kirmesmanns zu Ende. Mit Trauergesang und „Weinen“ verabschiedeten ihn die Junggesellen. Das gesamte verlängerte Wochenende hat wieder einmal gezeigt, dass Bruchhausen ein funktionierendes Dorf mit großem Herz ist .Auch wenn die Kirmes am Samstag bis in den frühen Morgen dauerte, gab es keine auffälligen alkoholischen Auf- und Ausfälle, wie man sie oft in anderen Gemeinden findet. Kurz: „Ortsfest at it´s Best.“ Offenbar wissen die Bruchhauser – auch Nünghüüner genannt – wie man feiert und dazu trugen die Junggesellen viel bei, denn sie sind verbindend in Bruchhausen.

Das gelungene Fest zog auch viele Besucher an

Auch in der Umgebung hatte sich offenbar die Qualität herumgesprochen, denn im Umfeld des Fests konnte man viele Autos mit BN-, SU-und WW-Kennzeichen sehen. Dazu trug auch das verdiente Wetterglück bei. Zwar gab es am Sonntag einen kurzen, aber kräftigen Guss von oben, als der Königsmarsch startete, der aber schnell wieder aufhörte. Die Ausrichtung durch den JGV war professionell, alles lief pünktlich. Bastian Lindlohr, 1. Vorsitzender des JGV erklärte zwinkernd: „Das ist halt Erfahrung seit 1624.“

Mit der diesjährigen Kirmes zeigte er sich zufrieden, auch wenn das Wetter zeitweise nicht so gut war, wie erhofft, Er erklärte: „Wir hatten zwar zeitweise Regen, dabei ist das Fest nicht ins Wasser gefallen. Das ist wichtig für Leute hier.“ Er freute sich auch über die „tollen Fahnenschwenker-Auftritte.“ und das vor allem am Samstag nahezu überfüllte Festzelt, bei dem die Zuschauer sogar auf den Tischen standen und eine „tolle Stimmung“ hatten. Bei der Vorbereitung hatten die Organisitoren auch an die Kinder gedacht, denn neben dem Festzelt gab es auf der Wiese die Möglichkeit, im Sattel von Ponys ein paar Runden zu reiten. Auch das zeigte: Bruchhausen weiß, wie man feiert, denn es gab gute Stimmung für alle von Anfang an.

Vor dem Kirmesmann und zahlreichen Zuschauern zeigten die Fändelschwenker ihr können.

Vor dem Kirmesmann und zahlreichen Zuschauern zeigten die Fändelschwenker ihr können.

Bastian Lindlohr, 1. Vorsitzender des JGV, begrüßte die Gäste.

Bastian Lindlohr, 1. Vorsitzender des JGV, begrüßte die Gäste.

Viele Bruchhausener verabschiedeten sich vom Kirmesmann.

Viele Bruchhausener verabschiedeten sich vom Kirmesmann.

Das Festzelt war bis auf den letzten Platz gefüllt

Das Festzelt war bis auf den letzten Platz gefüllt

Der Königstaat genoss die Sonne, bevor der Regen kam. Fotos: BDo

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