Allgemeine Berichte | 07.08.2019

Meditative Abendwanderung der Frauen in Lieg

„Türen öffnen“

Es wurde gemeinsam gebetet, gesungen und in Stille nachgedacht.Foto: privat

Lieg. Vor kurzem trafen sich über 100 Frauen von der Eifel, der Mosel und dem Hunsrück zu einer meditativen Abendwanderung in Lieg. Eingeladen hatte die kfd im kfd - Dekanat Karden- Martental.

Das Thema des Abends lautete „Türen öffnen“. Bei der Begrüßung in der Pfarrkirche St. Goar wurde es gleich näher definiert: Dieser Abend soll dazu veranlassen Türen zu öffnen, im Dorf, in den Herzen der Teilnehmerinnen und in der Begegnung untereinander und mit Gott. Ein erster Impuls bezog sich auf die Kirchentür, die symbolisiert, dass Gottes Tür immer offen steht, beginnend mit der Taufe bis zum Tod. Die Tür steht allen offen, ein Angebot, das nur angenommen werden muss.

Die 2. Station an der die Frauen sich versammelten, war die Tür des jetzigen Geräteschuppens der Gemeinde, des ehemaligen Spritzenhauses der Feuerwehr. Diese Tür wurde im 2. Weltkrieg zu einer Gefängnistür, als geflüchtete Gefangene vom Außenlagers des KZ Struthof in Treis es bis nach Lieg schafften, wo sie ihren Verfolgern nicht mehr entkommen konnten und bis zu ihrem Abtransport im Spritzenhaus festgesetzt wurden.

Zeitzeugen erinnern sich daran, wie brutal sie behandelt wurden. Es wurden Parallelen zur aktuellen Situation gezogen. Viele Menschen der ganzen Welt sind auf der Flucht und darauf angewiesen, dass ihnen Türen geöffnet werden.

Nun ging es zur 3. Station, der Tür des Dorfgemeinschaftshauses. Auch diese Tür seht allen offen. In diesem Haus treffen sich Jugendliche, Senioren, Feste finden statt. Diese Tür lädt ein zu einem toleranten und respektvollem Miteinander in der Dorfgemeinschaft und weltweit. Hier zeigt sich, dass niemand ohne Beziehungen leben kann und dass jeder sich einbringen muss mit dem, was er geben kann. Als Zeichen der Gemeinschaft teilten die Frauen Brot miteinander.

Die letzte Station der Wanderung war die Friedhofstür. Hier wurde daran erinnert, dass dieser Ort nicht nur ein Ort der Trauer ist, sondern der Hoffnung auf ein ewiges Leben bei Gott, dass die Tür sich öffnet zu einem neuen, ewigen Leben ohne Tod.

An allen Stationen wurde zu Beginn ein Impuls verlesen. Es wurde gemeinsam gebetet, gesungen und in Stille nachgedacht.

Im Anschluss an die Wanderung kamen die Frauen zu einem Abendessen im Gasthaus Schnorbach zusammen. Es war ein rundum gelungener Abend, der den Teilnehmerinnen viele Gedanken und Anregungen für die Umsetzung im Alltag mitgab.

Es wurde gemeinsam gebetet, gesungen und in Stille nachgedacht.Foto: privat

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