Allgemeine Berichte | 09.03.2022

Ahrtal-Werke unterstützen bei örtlichen Lösungen

Über 7 Monate kostenloser Notstrom für von der Flut betroffene Bürger

Symbolbild. Foto: geralt/Pixabay

Kreis Ahrweiler. Zum Wohl der ortsansässigen Bevölkerung einigten sich die Ahrtal-Werke, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und das Land Rheinland-Pfalz auf einen Betrauungsakt durch den die Notstromlieferung möglich wurde. Spätestens jetzt müssen Zähler gesetzt werden. Im Zuge der verheerenden Flutnacht vom 14.07.2021 auf den 15.07.2021 wurde die gesamte Infrastruktur in Bad Neuenahr-Ahrweiler beschädigt und teilweise vollständig zerstört. In einem Kraftakt der Versorger, verbunden mit einem hohen Maß externer Solidarität und Unterstützung Dritter, gelang es den Ahrtal-Werken bereits am 19.08.2021 die vollständige Versorgung mit Strom in Bad Neuenahr-Ahrweiler wiederherzustellen. Vielerorts fand daraufhin eine Stromentnahme wieder statt, aufgrund defekter Hausinstallationen, für die der jeweilige Hauseigentümer verantwortlich ist, geschah dies jedoch ohne einen Stromzähler, da dieser in der Flutnacht zerstört wurde.

„Uns war von Anfang an klar, dass wir Verantwortung für unsere Mitmenschen übernehmen möchten. Deshalb haben wir in Absprache mit unseren Gesellschaftern als Unternehmen das finanzielle Risiko seit mehr als einem halben Jahr getragen“ betont Dominik Neswadba, Geschäftsführer der Ahrtal-Werke.

Auf bis zu 15 Millionen Euro werden derzeit die Kosten der Entnahme von Strom durch Kunden geschätzt, die in Folge der Flut aktuell keine Messeinrichtung mehr haben.

Ende Dezember konnte zwischen dem Land, der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und den Ahrtal-Werken ein sogenannter Betrauungsakt erwirkt werden, auf dessen Basis der Umgang mit den auflaufenden Kosten geregelt werden konnte.

„Wir sind stolz darauf, dass es uns als jungem Unternehmen gelungen ist, den EinwohnerInnen von Bad Neuenahr-Ahrweiler die besonders schwer von der Flut betroffen waren, einen Teil der Last abzunehmen“ unterstreicht auch Thomas Hoppenz, ebenfalls Geschäftsführer der Ahrtal-Werke.

„Denn den rechtlichen Vorschriften folgend, hätten wir viele Kunden bereits im Juli nicht mehr versorgen können.“

Dank der Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz, die sich in dem mit der Stadt und den Ahrtal-Werken vereinbarten Betrauungsakt manifestiert, konnte die Notstrombereitstellung durch die Ahrtal-Werke bis zum 28.02.2022 aufrecht erhalten werden. Selbstverständlich können die Kosten jedoch nicht unbegrenzt übernommen werden.

Bestandteil des Betrauungsaktes ist deshalb auch, dass sollte es nach dem 28.02.2022, also 7 Monate nach der Katastrophe, zu einer nachhaltigen Weigerung vereinzelter Hauseigentümer kommen, Ihre Elektroinstallation wiederherzustellen und einen Stromzähler einsetzen zu lassen, die Stromlieferung, aus Gründen der Solidarität gegenüber der Allgemeinheit sowie den gesetzlichen Vorschriften folgend, eingestellt werden muss, bis der Zählereinbau erfolgt ist. Somit müssen MitbürgerInnen die bis dahin Ihre Hausinstallation nicht haben instand setzen lassen, faktisch mit einer Stromunterbrechung rechnen.

Die Ahrtal-Werke rufen Hauseigentümer, die bislang keinen funktionierenden Zähler haben, deshalb bereits seit November dazu auf die Hausinstallation soweit instand setzen zu lassen, dass ein Stromzähler eingesetzt werden kann.

Mit Informationsblättern wird aktuell erneut vor Ort auf den Sachverhalt hingewiesen. Darin wird auch erläutert, dass sollte es, beispielsweise weil das Gebäude nachhaltig zerstört ist, nicht möglich sein einen Zähler setzen zu lassen, Härtefallregelungen existieren.

„Bislang haben wir mit jedem Kunden, der uns angesprochen hat eine Lösung gefunden. Das ist einer der vielen Vorteile eines regionalen Stadtwerkes, das vor Ort präsent ist“ zeigt sich Neswadba gesprächsbereit.

Um Zählersperrungen und unnötige Verärgerung zu vermeiden rufen die Ahrtal-Werke betroffene Einwohner deshalb eindringlich dazu auf ihre Hausinstallation durch einen zertifizierten Elektriker instand setzen zu lassen. Folgendes Vorgehen sollte eingehalten werden

1. Der Hauseigentümer beauftragt einen Elektroinstallateur

2. Der Installateur setzt die Hausinstallation instand

3. Der Eigentümer, Mieter oder Installateur benachrichtigt die Ahrtal-Werke, sobald die Hausinstallation eine Zählersetzung zulässt

4. Die Ahrtal-Werke setzen einen neuen Stromzähler

So ist Ihre Stromversorgung auch nach dem 28.02.2022 weiterhin gesichert.

Pressemitteilung

Ahrtal-Werke GmbH

Symbolbild. Foto: geralt/Pixabay

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