Allgemeine Berichte | 19.12.2025

Die Gemeinde Wachtberg und das Prinzip der Gewaltenteilung

Über ambitionierte Bauprojekte und gegenseitiges Vertrauen

Gemeinsam haben das Architekturbüro, die Mitglieder des Rates der Gemeinde Wachtberg, die Verwaltung und die Schule ein Konzept entwickelt, das jeden begeistert. Foto: Gemeinde Wachtberg

Wachtberg. Zu den Aufgaben einer Gemeinde zählt zweifellos die Rolle als Bauherr öffentlicher Infrastruktur. Diese Aufgabe dient dem Wohl der Einwohner und der Gestaltung der öffentlichen Lebensqualität. Die gewählten Volksvertreter – also der Gemeinderat – treffen politische Entscheidungen und legen Ziele fest. Die Verwaltung setzt diese Vorgaben dann im Rahmen der bestehenden Gesetze um. So funktioniert das Prinzip der Gewaltenteilung in demokratischen Systemen, also auch in Wachtberg. Und so lassen sich auch in kleineren Kommunen ambitionierte Bauvorhaben verantwortungsvoll und kontrolliert realisieren.

Im Jahr 2026 steht mit der Sanierung und Erweiterung der Grundschule in Villip ein solches Bauvorhaben an. Gemeinsam haben das Architekturbüro, die Mitglieder des Rates der Gemeinde Wachtberg, die Verwaltung und die Schule ein Konzept entwickelt, das jeden begeistert. Ein Vorzeigeprojekt für klimagerechtes Bauen und zukunftsfähiges Lernen, dem nicht nur die Schulkinder erwartungsvoll entgegensehen, sondern das in ganz Wachtberg Vorfreude weckt. Die Ausschreibung des Projekts erfolgte als Wettbewerb, und Anfang September 2024 wurde die Planung des Architekturbüros „Raum für Architektur Kay Künzel und Partner“ ausgewählt – von den Mitgliedern des Gemeinderats. Knapp einen Monat später wurde das Architekturbüro beauftragt – durch den Rat der Gemeinde Wachtberg. Ende November wurde dann beschlossen, noch eine Schippe draufzulegen und anstatt der ursprünglich geplanten Gymnastikhalle eine vollwertige Turnhalle zu bauen – ebenfalls durch den Rat der Gemeinde Wachtberg. Das alles natürlich im Bewusstsein, dass dies mit höheren Kosten als bisher angenommen einhergeht.

Nun geht es darum, das Ganze umzusetzen, das heißt, die Verwaltung ist gefragt. Aber natürlich passiert das nicht unkontrolliert. In den regelmäßig stattfindenden Sitzungen der Fachausschüsse und des Rates wird jedes Mal berichtet und eine Finanzfortschreibung präsentiert. Selbst das Vorhaben, alle zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten auszuschöpfen und entsprechende Anträge zu stellen, musste erst mal genehmigt werden – natürlich durch den Rat der Gemeinde Wachtberg. Dass diese Anträge über eine Gesamtsumme von 4,5 Millionen Euro sicher nicht alle bewilligt werden, ist nicht ungewöhnlich, aber es zu versuchen, ist eine durchaus cleveres Vorgehen, sodass der Rat es bewilligt hat. Auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Bau am 4. Februar werden Pläne, ein Sachstandsbericht und die Finanzfortschreibung vorgestellt. Und so geht es weiter, Zug um Zug.

Dass so ein Projekt nicht von heute auf morgen entsteht, versteht sich von selbst. Dass es gewisse Unwägbarkeiten gibt, die man im Auge behalten muss, auch.

Hier wird eine ganze Schullandschaft kreiert, und das geht nur in Abschnitten, Hand in Hand und mit gegenseitigem Vertrauen. Denn so funktioniert in demokratischen Systemen das Prinzip der Gewaltenteilung.

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

Gemeinsam haben das Architekturbüro, die Mitglieder des Rates der Gemeinde Wachtberg, die Verwaltung und die Schule ein Konzept entwickelt, das jeden begeistert. Foto: Gemeinde Wachtberg

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Werksverkauf
150 Jahre Jubiläum
150 Jahre Zeitungstradition
150 Jahre Jubiläum
Jubiläumssonderseiten
150 Jahre Zeitungsgeschichte
Empfohlene Artikel
Im Kurpark von Bad Neuenahr: Pascal Rowald, Gordon Schnieder und Bundeskanzler Friedrich Merz.
280

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre ist es jetzt her, dass sich am 14./15. Juli 2021 eine verheerende Flut durch das Ahrtal wälzte, 135 Menschen aus dem Leben riss, zahllose Verletzungen an Leib und Seele forderte, Existenzen, Häuser, Straßen und Wege zerstörte und das ganze Tal nachhaltig veränderte – bis heute. Am fünften Jahrestag der größten Naturkatastrophe der jüngeren deutschen Geschichte gedachte...

Weiterlesen

v.l.n.r. Wolfram Hutsteiner, Leiter Kita St. Josef, Luisa Wittersheim, stellv. Leiterin Kita St. Josef, Ramona Mühlenkamp, Gesamtleitung Kita gGmbh, Anne Herrig, Vorsitzende des Kita-Elternausschusses und Kita-Förderverein.  Foto: privat
15

Altenahr. Sechs Jahrzehnte voller Leben, Lachen und Lernen - sechs Jahrzehnte, in denen Generationen von Kindern in der Kindertagesstätte St. Josef in Altenahr begleitet, gefördert und auf ihrem Weg ins Leben gestärkt wurden. Das runde Jubiläum war Anlass, um ein buntes Familienfest zu feiern.

Weiterlesen

Symbolbild
57

Seck. Im Rahmen der Suchmaßnahmen wurde der vermisste 89-Jährige gefunden. Obwohl er leicht dehydriert war, befand er sich in einem wohlbehaltenen Zustand. Aus Vorsichtsgründen erfolgte seine Verlegung in ein nahegelegenes Krankenhaus, um seinen Gesundheitszustand genauer abzuklären. Die Polizei drückt im Namen aller beteiligten Einsatzkräfte ihren Dank für die geleistete Mithilfe aus.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
1156

Ermittlungen nach Verpuffung: 39-Jähriger schwer verletzt

15.07.: Explosion in Einfamilienhaus

Rennerod. In den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2025 ereignete sich um 01:40 Uhr eine Verpuffung in einem Einfamilienhaus in der Holzbachstraße in Rennerod. Dabei erlitt der 39-jährige Bewohner schwere Verletzungen. Eine Außenwand des Hauses wurde erheblich beschädigt, während zwei benachbarte Gebäude leichte Schäden davontrugen. Die Feuerwehr rückte aus, um den Vorfall zu bewältigen. Aufgrund der Ereignisse war es notwendig, die B54 für etwa eine Stunde zu sperren.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer.
790

In unserer regelmäßigen Kolumne spricht Pfarrer Jörg Meyrer heute über den Jahrestag der Flut

EIN-SPRUCH zum Flutgedenktag: Geschafft!

Als ich diese Zeilen schreibe, liegt der fünfte Jahrestag der Flut noch vor uns. Wenn Sie sie lesen, haben wir ihn hinter uns. Manche werden sagen: „Wir haben ihn geschafft!“ Und allein dieses Wort zeigt, wie viel dieser Tag vielen Menschen noch abverlangt.

Weiterlesen