Moselcleanuper laden zum Kippensammeln
Uferreiniger rufen dazu auf, eine Woche lang Kippen zu sammeln
Cochem. Jedes dritte Stück Müll in den Ozeanen ist ein Zigarettenfilter, eine einzige Kippe versucht in der Natur etwa 40 Liter Grundwasser, Kippen bestehen aus Kunststoff und zersetzen sich zu hochgiftigen Mikroplastik! Diese und weitere Tatsachen sind vielen in der Bevölkerung nicht bewusst, oft wird die Kippe nach dem Genuss achtlos in die Gegend geworfen. Welche Folgen das für die Natur und die Gewässer hat, möchte das Team des Moselcleanup mit Aktionen an mehr als 18 anderen Flüßen in Deutschland bei der „Kippenwoche“ näherbringen. In der Zeit vom 5. bis 12. Mai sollen engagierte Bürger eine Woche lang Kippen aufsammlen und am Freitag, 12. Mai auf dem Cochemer Endertplatz in eine große Kippensäule leeren. Auf dieser sind je nach gesammelter Menge an der Skalierung abzulesen, welche Mengen Wasser mit diesen gesammelten Kippen verseucht worden wären. Die Ergebnisse sind, wie schon in den vergangen Jahren schaurig-beeindruckend und rütteln hoffentlich den einen oder andern wach, achtsamer mit seinen Kippen umzugehen. Das MCU-Team steht an den Freitagen des 5. und dem 12. Mai jeweils zwischen 13 und 17 Uhr auf dem Endertplatz in Cochem, um interessierte mit Sammeleimern ( mit Deckel), Handschuhen und ggf. Sammelzangen auszustatten. Am Freitag, 12. Mai steht dann das finale Kippensäulenfüllen an. Wer es am 5. Mai nicht nach Cochem schafft, sich einen Eimer abzuholen, kann natürlich in jedem anderen verschließbaren Behälter an der Sammlung teilnehmen. Info unter Tel. (01 51) 19 66 70 51.

Endlich mal eine Initiative, die etwas gegen diese achtlose Umweltverschmutzung unternimmt! Es ist erschreckend, wie wenig Respekt manche Menschen vor unserer Natur und den Gewässern haben, wenn sie ihre Zigarettenkippen einfach in die Gegend werfen. Die "Kippenwoche" ist eine großartige Idee, um das Bewusstsein für die verheerenden Auswirkungen dieser kleinen, aber giftigen Stücke Müll zu schärfen.
Es ist traurig, dass solche Aktionen überhaupt notwendig sind, weil man eigentlich erwarten sollte, dass jeder, der raucht, auch die Verantwortung für seinen Müll übernimmt. Dennoch finde ich es gut, dass engagierte Bürger sich zusammenschließen, um aktiv gegen dieses Problem vorzugehen. Ich hoffe, dass die Kippensäule auf dem Cochemer Endertplatz viele Menschen zum Nachdenken anregt und sie dazu motiviert, ihr Verhalten zu ändern.