Mit einem Weihnachtsmärchen stimmte der Kindertag im Rathaus Groß und Klein auf Weihnachten ein
Und die Kuh, die wartete in der Tiefgarage
Montabaur. Wie in den vorigen Jahren haben sich am auch am vergangenen, ersten Samstag im Dezember wieder viele Kinder zum Kindertag im Rathaus in der weihnachtlich geschmückten Bürgerhalle eingefunden. Die Stadt bot in Zusammenarbeit mit dem Haus der Jugend Montabaur dazu ab 11 Uhr ein Bastelangebot an, an diesem zahlreiche Kinder Teelichtständer aus Holz verzieren konnten.
Ab 11.30 Uhr wurde es dann richtig unterhaltsam, spannend und auch lehrreich. Der Schauspieler Manfred Kessel nahm die Kinder mit in die Welt des musikalischen Weihnachtsmärchens „Der König und die Weihnachtsbäcker“ und schlüpfte dafür in viele verschiedene Rollen mithilfe lustiger Kostüme. Für gute Stimmung sorgten dabei auch die bekannten Weihnachtslieder, die im Stück immer wieder eingebunden waren und Kessel teils mit Gitarre vortrug. Und da wurde dann auch kräftig mitgesungen, mitgemacht und viel gelacht.
Aufmerksam verfolgten die Kinder, wie sich Berta, die arme Bäuerin, eine Kuh vom Weihnachtsmann wünschte. Der Schreinermeister vermerkte auf seinem Wunschzettel eine Säge, der Schäfer, der arme Tropf, einen lochfreien Hut und der fröhliche Becker einen Sack Mehl. Und typisch, wie die Herrschenden nun mal so sind, konnte der König Nimmer-Satt niemals genug bekommen, sodass er gleich eine ganze Liste an Wünschen verfasste – über Säcke weise Gold wünschte der sich letztlich sogar die ganze Welt. Als dann, vom Himmel hoch da kam er her, der ohnehin schon reichlich gestresste Weihnachtsmann diese lange Liste sah, wurde es ihm gleich ganz anders. Wie sollte er nur dem König die ganze Welt schenken, die gehört doch schließlich allen? Nun wurden aber zuerst einmal die bescheidenen Wünsche der Handwerker erfüllt. Da bemerkten die Kinder im Publikum folgerichtig die fehlende Kuh, die sich doch Berta, die arme Bäuerin, gewünscht hatte. Naja die, so erklärte der Schauspieler einleuchtend, würde hier gleich nebenan in der Tiefgarage auf die Berta warten, schließlich dürfte sie ohne Turnschuhe leider nicht ins Rathaus hier in Montabaur hinein. Vor lauter Geschenkestress und trotz des lauten Protests des jungen Publikums vertauschte der Weihnachtsmann dann auch noch die Geschenke der Anderen, sodass statt des Königs der Bäcker den Sack Gold bekam. Als die stille, heilige Nacht dann angebrochen war, klärten die Kinder im Publikum den überraschten Bäcker über das Versehen des Weihnachtsmannes bereitwillig auf und statt das unerwartete Geschenk zu behalten, brachte der Brave das Gold ins Schloss. Diese ehrliche Geste erweichte das geizige Herz des Königs, der von nun an von seinem Reichtum seinem Volk reichlich abgab und teilte. Dieser Erfolg wurde von der spontan zusammengestellten Weihnachtsband aus Kindern aus dem Publikum gebührend musikalisch gefeiert. Alle schlüpften in die verschiedenen Rollen aus dem Märchen und wurden dazu mit Requisiten ausgestattet. Dann trugen diese gemeinsam mit Unterstützung des Publikums passioniert gleich drei Strophen des bekannten Weihnachtslieds „Lasst uns froh und munter sein“ vor.
Im Anschluss an das Theaterstück ertönte dann plötzlich ein vertrautes, leises Glockengeläut in der Bürgerhalle: Der Weihnachtsmann war da! Mit seinem schweren roten Mantel und großer Mütze wurde er gleich von Kinderscharen umringt und verteilte eifrig kleine Säckchen mit Mandarinen, Nüssen und Süßigkeiten.
Das gelungene Einstimmen der Kinder und auch Erwachsenen in eine schöne Advents- und Weihnachtszeit war dann nochmals um 15 Uhr möglich. Im Anschluss an das Weihnachtsmärchen erschien nun das Christkind den Kinder, welches ebenfalls kleine Geschenke verteilte.
Das Haus der Jugend hatte viele Bastelideen für die Kinder vorbereitet.
Der Schauspieler Manfred Kessel nahm die Kinder mit in die Welt des musikalischen Weihnachtsmärchens „Der König und die Weihnachtsbäcker“
