Allgemeine Berichte | 21.04.2020

In der Weiherstraße gibt es Vorsorge umsonst

Ungeahnter Ansturm

Der Andrang für die kostenlosen Vorsorgetüten hat alle überrascht. Fotos: privat

Rheinbach. Damit hatte wirklich keiner, selbst nicht einmal der Rheinbacher Firmeninhaber, Ferdinand Pfahl, gerechnet: Um eine kostenlose Tüte „Auf Leben und Gesundheit Acht geben“ zu erhalten, stand vorige Woche Donnerstag bereits morgens um 8 Uhr die erste Interessentin vor dem Geschäftsbüro in der Weiherstraße.

Der Inhalt der Tüte besteht aus acht Artikeln, die in Zeiten der Corona-Pandemie heiß begehrt sind, darunter Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel sowie ein „Ferdinand-Glücksbringer“ mit dem Schriftzug „Bleiben Sie gesund!“

Innerhalb von nur zwei Tagen waren bereits 1.000 Stück dieser „Vorsorgetüten“ durch Ferdinand Pfahl und den Mitarbeitern des Bestattungshauses Pfahl auf einfache Anfrage hin ausgehändigt worden. Allein rund 40 Anrufe, bei denen man sich nach der „Vorsorgetüte“ erkundigte, gingen seit Bekanntgabe der Aktion täglich ein, so Pfahl. Die Nachfrage sei so groß, dass als Verstärkung sämtliche Familienmitglieder, ja selbst die Reinigungskräfte herangezogen werden, um rund 2.000 weitere kostenlose Vergaben für die kommenden Tage vorzubereiten.

„Ein etwa 10-jähriger Junge auf dem Fahrrad tauchte hier auf. Er war völlig aufgelöst. Überall hatte er gesucht und gesucht und gesucht. Sein Vater hatte von der kostenlosen Vergabe der Tüten in der Zeitung gelesen und ihn losgeschickt. Nur habe der Junge nicht gewusst, wo er denn eigentlich hin musste,“ erzählt der Geschäftsmann, dessen Unternehmen, seine Mitarbeiter sowie auch dessen Kunden zur Zeit auf ganz besondere Art und Weise die derzeitig strengen Kontaktbestimmungen zu spüren bekommen. So können zum Beispiel Trauerfeiern mit nicht mehr als zehn Teilnehmern nur noch im Freien stattfinden.

Um die Abstandsregel einzuhalten, hat Pfahl inzwischen rund 500 Stöcke mit einer Länge von 1,50 Meter von seinen Mitarbeitern herstellen lassen und verteilt auch diese kostenlos. Auch im Betrieb gilt es die Abstandsregel einzuhalten. So hat Pfahl an seine Mitarbeiter jeweils 10 x 1 Euro und 10 x 50 Cent verteilt. Wer diesem Sicherheitsstandard nicht folgt, der muss demjenigen 1,50 Euro abgeben, dem er zu nahe gekommen ist. Wer sich daran hält, so der Firmeninhaber, darf die insgesamt 15 Euro behalten. Derjenige, der am Ende alles abgeben musste, müsse ihm obenauf 15 Euro „Bußgeld“ bezahlen.

Die Überlegung zu diesen Aktionen sind dem Zufall zu verdanken. Ursprünglich wollte Ferdinand Pfahl der Stadt Rheinbach 20.000 Atemschutzmasken und 5.000 FFP2 Atemschutzmasken, die erhöhte medizinische Standards erfüllen, sowie rund 500 Liter Desinfektionsmittel zur freien Vergabe spenden. Die Verwaltung winkte jedoch ab. Daraufhin hat Ferdinand Pfahl die Verteilung der Schutzmaterialien an Seniorenheime, Arztpraxen und Pflegedienste selbst übernommen. Am Ende blieben noch rund 3.000 Schutzmasken übrig. Um auch diese zu verteilen, kam Pfahl auf die Idee mit den „Vorsorgetüten“. Dieses kostenlose Angebot hat so viel Resonanz gefunden, dass bereits 2.500 weitere Atemschutzmasken bestellt worden sind und so lange der Vorrat reicht in den nächsten Tagen weiterhin an dem Firmensitz in der Weiherstraße 15 in Rheinbach, an interessierte Privatpersonen ausgehändigt werden. Pressemitteilung

Bestattungshaus Pfahl

Ungeahnter Ansturm

Sämtliche Familienmitglieder mussten mir anpacken.

Sämtliche Familienmitglieder mussten mir anpacken.

Ungeahnter Ansturm

Der Andrang für die kostenlosen Vorsorgetüten hat alle überrascht. Fotos: privat

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