Allgemeine Berichte | 07.03.2018

Weltgebetstag der Frauen in Fritzdorf

Ungewohnte Melodien, Rhythmen und Texte

Surinam war Thema des Weltgebetstags

Die Teilnehmerinnen des Weltgebetstags der Frauen in Fritzdorf. privat

Wachtberg-Fritzdorf. Surinam: Wo liegt denn das? Leben dort Christen? Womit verdienen die Menschen ihren Lebensunterhalt? Wie können wir ihnen helfen? In welcher Sprache singen sie ihre Lieder?

Fragen über Fragen standen am Anfang der Vorbereitungen für den diesjährigen Weltgebetstag der Frauen.

In Meckenheim trafen sich die Teilnehmerinnen zu einem ersten Gedankenaustausch. Dabei wurden die Frauen aus Arzdorf, Fritzdorf und Adendorf mit Land und Leuten vertraut gemacht.

Das bei uns weitgehend unbekannte Land ist das kleinste des südamerikanischen Kontinents und liegt im Nordosten zwischen Venezuela und Brasilien. „Gottes Schöpfung ist sehr gut“, so lautet das Motto der Liturgie, den die südamerikanischen Christen ausgewählt haben, die rund die Hälfte der Einwohner stellen. Diese Schöpfung besteht aus einem noch weitgehend unberührten Regenwald, der fast 90 Prozent der Landesfläche umfasst und von Raubbau massiv bedroht ist.

Die mehr als eine halbe Million Einwohner setzt sich aus verschiedenen Ethnien zusammen. Vor allem die Niederländer warben ab dem 18. Jahrhundert Arbeitskräfte aus Indien, China und Java an, die die kulturelle Vielfalt erweiterten. Neben der offiziellen holländischen Amtssprache werden verschiedene Sprachen wie auch z.B. Chinesisch benutzt.

Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1975 stiegen die Einnahmen aus dem Export von Bauxit, Gold und Öl und dienten zum Aufbau eines Sozialsystems, das inzwischen nicht mehr finanzierbar ist. Eine hohe Staatsverschuldung und eine galoppierende Inflation verbinden sich mit sinkender Produktivität der Volkswirtschaft.

Mit der weltweiten Aktion wollen die Verantwortlichen des Weltgebetstags um Spenden bitten, mit deren Hilfe gesellschaftliche Projekte angeschoben werden. Dazu gehören die Weiterbildung und Qualifizierung von Jugendleiterinnen am Stadtrand der Hauptstadt Paramaribo.

Die traditionelle Veranstaltung fand wieder in der Kirche St. Georg in Fritzdorf statt. Obwohl die ungewohnten Melodien, Rhythmen und Texte zuvor eingeübt waren, erforderte es großen Einsatz, den musikalischen Teil des Gottesdienstes zu meistern.

Wie in den vergangenen Jahren freute sich das WGT-Team aus dem Drachenfelser Ländchen über das engagierte Mitwirken der Gottesdienstbesucher. Der Spendenerlös betrug 170 Euro.

Nach dem Abschluss trafen sich die Frauen im Fritzdorfer Jugendheim zu Gespräch und Imbiss.

Die Teilnehmerinnen des Weltgebetstags der Frauen in Fritzdorf. Foto: privat

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