Allgemeine Berichte | 04.10.2024

Spaziergang der Religionen in Neuwied

„Unsere Heimat ist hier.“

Die Gruppe Kourosh gibt am Engel der Kulturen persische Musik zum Besten.  Foto: Josef Freise

Neuwied. Bereits zum vierten Mal fand am 3. Oktober der Spaziergang der Religionen in Neuwied statt. Utz Ebertz vom Diakonischen Werk begrüßte alle Anwesenden am Engel der Kulturen. Oberbürgermeister Jan Einig bedankte sich in einem Grußwort für das Engagement der Religionsvertreter im Neuwieder Rat der Religionen. Für den Rat der Muslime in Neuwied richtete Armin Wellnitz das Wort an die Teilnehmenden: Oft würden Muslime gefragt, warum sie ausgerechnet am Nationalfeiertag der Deutschen Einheit den Tag der Offenen Moschee begingen. „Wir haben den Tag der Offenen Moschee am 3. Oktober aus einem Heimatgefühl heraus, dem Gefühl, hier und nirgendwo sonst zu Hause zu sein, hier unseren Lebensmittelpunkt zu haben - was nicht bedeutet, dass man nicht auch den Flecken Erde lieben kann, wo die familiären Wurzeln sind.“

Musikalisch begleitet wurde das Treffen am Engel der Kulturen durch den iranischen Chor Kourosh. Der Chor hatte sich im Jahr 2022 in Koblenz aus der Solidarität mit der iranischen Frauenrevolution heraus gebildet. Traditionelle persische Lieder und Gesänge werden von dem gemischten Chor neu interpretiert.

Pastor Walter Jakobeit lud anschließend in seine Deichstadtkirche in die Ringstraße ein. Die Deichstadtkirche gehört zum Verbund der mennonitischen Brüdergemeinden in Deutschland und versteht sich als offener Ort. Jugendarbeit wird groß geschrieben. Viele junge Geflüchtete fanden hier Anschluss, auch weil sie nach ihrer Flucht in der „Muckibude“ kostenlos ihr Fitnesstraining absolvieren konnten.

Nach vielen interreligiösen Gesprächen luden dann die Vertreter der verschiedenen Neuwieder Moschee Gemeinden ein, den Spaziergang zu den einzelnen Moschee Gemeinden fortzusetzen, wo die Gäste ebenso herzlich willkommen geheißen und bewirtet wurden wie in der Deichstadtkirche.

Die Gruppe Kourosh gibt am Engel der Kulturen persische Musik zum Besten. Foto: Josef Freise

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