Initiative der Verbandsgemeinde Cochem sorgt für sozial Bedürftige
Unterstützung für Tafelkunden
Cochem. Die Corona-Krise fordert ihren Tribut. Aufgrund der aktuellen Situation, und um Ansteckungen zu vermeiden, hat die Cochemer Tafel vorerst ihre Pforten geschlossen. In den vergangenen Tagen haben sich vermehrt Betroffene an die Verwaltung gewandt, mit der Anfrage, ob es hier Hilfe geben könnte. Verschärft wird die Situation durch den Umstand, dass auch die Kinder in den Kindertagesstätten und in den Schulen keine Mittagsverpflegung erhalten. Bürgermeister Wolfgang Lambertz nahm diese Anliegen zum Anlass, mit der Caritas, den dort ehrenamtlich Engagierten sowie den regionalen Lebensmittelmärkten Gespräche zu führen. All diese Beteiligten betonten die Wichtigkeit der Tafel und bedauerten deren Schließung. Schnell zeigte sich aber auch, dass die Tafel in der jetzigen Situation ihre Arbeit in der bisherigen Form nicht wieder aufgreifen kann. Die Gründe dafür liegen vor allem im Schutz der ehrenamtlich Engagierten und der Kunden, aber auch in den einzuhaltenden Auflagen.
Um hier pragmatische Hilfe zu leisten, hat die Verwaltung Kontakt zu den Supermärkten aufgenommen. In einem Anschreiben an die lokalen Einzelhändler dankt Lambertz allen Mitarbeitern, die trotz aller Herausforderungen der Pandemie tagtäglich ihren Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung leisten. Gleichzeitig bittet er die Supermärkte aus der Region um Lebensmittelspenden, die dann mit Hilfe von Ehrenamtlichen an die Bedürftigen verteilt werden.
In Zusammenarbeit mit der Caritas haben die regionalen Einzelhändler in den vergangenen Jahren bereits regelmäßig dazu beigetragen, dass die Cochemer Tafel mit Lebensmitteln für sozial bedürftige Menschen versorgt wird. „Diese Bitte um Spenden bezieht sich derzeit vorrangig auf verpackte und haltbare Lebensmittel, da unter den gegebenen Umständen eine ununterbrochene Kühlkette nicht gewährleistet werden kann“, erklärt Lambertz. Die Verteilung soll dann in Absprache mit den sich in den vergangenen Tagen gebildeten örtlichen Netzwerken erfolgen. Sozial Bedürftige, die von dem Angebot Gebrauch machen möchten, können sich bei der Verbandsgemeinde Cochem unter Telefon 02671 608-265 oder per E-Mail unter corona@vgcochem.de melden. Nach einer entsprechenden Überprüfung werden Kunden dann in den Verteiler aufgenommen und von den ehrenamtlichen Helfern unter Beachtung der Vorschiften zur Vermeidung von Kontakten beliefert.
Pressemitteilung Verbandsgemeinde Cochem
