Innenminister Roger Lewentz übergab Förderbescheide für das Programm „Ländliche Zentren“ über insgesamt 700.000 Euro
Unterstützung für Verkehrssicherheit, Jugend und Gebäudesanierungen
Münstermaifeld durfte sich über 300.000 Euro, Polch und Ochtendung über jeweils 200.000 Euro freuen
Ochtendung. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hat in der Gemeindeverwaltung Ochtendung Förderbescheide für das Programm „Ländliche Zentren“ über insgesamt 700.000 Euro übergeben. Danach fördert das Land die Stadt Polch und die Ortsgemeinde Ochtendung mit je 200.000 Euro, für die Stadt Münstermaifeld waren sogar 300.000 Euro im Topf. Seit 2014 sind bereits knapp 15 Millionen Euro an die drei Kommunen, die jeweils einen Eigenanteil von 25 Prozent tragen müssen, geflossen: 7,4 Millionen Euro nach Münstermaifeld, 5,58 Millionen Euro nach Polch und 1,5 Millionen Euro nach Ochtendung. „Wenn ich den Innenminister sehe, ist das zumeist ein gutes Zeichen, denn in der Regel bringt er Geld mit“, wählte Maximilian Mumm, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, eine humorvolle Begrüßung. „Ich kann Ihnen versichern, dass das Geld nirgendwo besser aufgehoben ist als in unserer Verbandsgemeinde.“
Innenminister Roger Lewentz: „Das Land Rheinland-Pfalz ist zu 70 Prozent ländlich geprägt. Wir brauchen nicht nur die Oberzentren wie Trier, Koblenz, Mainz, Ludwigshafen oder Kaiserslautern, sondern die stabilen ländlichen Zentren wie hier in der Verbandsgemeinde Maifeld. Polch, Ochtendung und Münstermaifeld sind lebens- und liebenswerte Gemeinden, die das Rückgrat der Verbandsgemeinde bilden.“ Lothar Kalter, der neue Ochtendunger Ortsbürgermeister, will das Geld für eine bessere Verkehrsführung und mehr Lebensqualität ausgeben. Im Bereich des Raiffeisenplatzes gibt es durch die Grundschule und die Ganztagsschule viel fußläufigen Verkehr, dort will Kalter mehr Sicherheit für den Nachwuchs gewährleisten. Der Platz selbst soll „zwar nicht auf den Kopf gestellt, aber schon aufgehübscht werden“, so der Ortsbürgermeister, der einen kleinen Wasserspielplatz für Kinder ins Auge gefasst hat.
Die Münstermaifelder Stadtbürgermeisterin Claudia Schneider sieht die Umgestaltung des Petersplatzes und des angrenzenden Feuerwehrgerätehauses „als eine gute Herangehensweise“. Der Jugendtreff, der bislang noch in diesem Gebäude untergebracht ist, soll irgendwann einmal eine Heimat im neuen Mehrgenerationenhaus finden. Zudem sollen in der Nähe des Eulenturms auf dem Gelände der alten Gärtnerei, das sich in einem desolaten Zustand befindet, „Essbare Gärten“ entstehen.
Die Stadt Polch will viel Geld in private Modernisierungsprogramme stecken, uralte Gebäude sollen auf Vordermann gebracht werden. „Anfang der achtziger Jahre lag Polch bei 3500 Einwohnern, diese Zahl hat sich mittlerweile auf 7200 mehr als verdoppelt. Wir müssen die Straßen und die Bürgersteige an die Bedürfnisse anpassen“, verdeutlichte der Bürgermeister der Stadt Polch, Gerd Klasen. „Wir haben ein Mobilitätskonzept in Auftrag gegeben, die Ergebnisse liegen nun vor. Zusammen mit dem Landesbetrieb Mobilität werden wir die Probleme angehen. Wir wollen für mehr Wohnqualität innerhalb des Zentrums sorgen.“
Innenminister Roger Lewentz (links) im Gespräch mit Maximilian Mumm, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld.
Förderbescheide sind immer wieder gern gesehen (von links): der Ochtendunger Ortsbürgermeister Lothar Kalter, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, Maximilian Mumm, die Münstermaifelder Stadtbürgermeisterin Claudia Schneider, der Landtagsabgeordnete Marc Ruland, Innenminister Roger Lewentz, Büroleiter Helmut Führ und der Polcher Stadtbürgermeister Gerd Klasen. Fotos: SK
