Allgemeine Berichte | 22.06.2018

Geführte Wanderungen im Vulkanpark

„Unterwegs im Vulkanpark“ – die nächsten Termine

Zahlreiche Besucher tummeln sich jährlich an den Landschaftsdenkmälern im Vulkanpark. Privat

Kreis Mayen-Koblenz. Der Vulkanpark bietet in diesem Jahr geführte Wanderungen an verschiedenen Landschaftsdenkmälern an. Diese Wanderungen stehen als nächstes an: Sonntag, 1. Juli, ab 11 Uhr: „Durch das Kottenheimer Winfeld“: Vor rund 200.000 Jahren war der Bellerberg ein aktiver Vulkan. Heute umgeben Kottenheimer Büden und Ettringer Bellerberg halbförmig den eigentlichen Kraterbereich, aus dem während der Eruption drei Lavaströme ausgeflossen sind. Der nördliche Strom verfüllte ein altes Tal und erreichte dabei eine Größe von etwa 40 Metern – er bildet heute das Steinbruchgebiet des Kottenheimer Winfelds.

Durch den intensiven Steinabbau, vor allem währen der letzten 150 Jahre, wurden mächtige Wände aus basaltischem Gestein freigelegt. An den imposanten Steinwällen lässt sich die Geschichte des Lavastroms ablesen, dessen Ursprungsort mehr als 10 Kilometer tief unter der Erde lag. Die Teilnehmer entdecken gemeinsam mit einem Gästebegleiter, wie das Kottenheimer Winfeld zu seinem heutigen Erscheinungsbild kam und erahnen anhand von Grubenkränen und Mauerresten, wie geschäftig es hier einmal gewesen sein muss. Treffpunkt für den 90-minütigen Rundgang ist der Parkplatz an der K20 zwischen Ettringen und Kottenheim. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sonntag, 8. Juli, ab 11 Uhr: „7.000 Jahre Historie im Mayener Grubenfeld“: Das Mayener Grubenfeld mit seinen heutigen Ausmaßen hat eine bewegte Vergangenheit: Schon vor knapp 7.000 Jahren wurden hier die ersten Reibsteine hergestellt, zunächst jedoch nur aus Bruchstücken am Rande des erkalteten Lavastroms. Dank neuer Werkzeuge und der Verwendung von Eisen konnte der Basalt später gezielt abgebaut und zur Reibsteingewinnung genutzt werden.

In der römischen Zeit wuchs das Grubenfeld rasant an, der Abbau wurde organisiert und intensiviert. Es entstand das größte Produktionszentrum für Mühlsteine nördlich der Alpen. Erst in der Moderne sollte das Grubenfeld wieder eine ähnliche Bedeutung erlangen. Im Mittelalter wurde hauptsächlich unter Tage abgebaut. Einige senkrechte Schächte geben noch heute den Blick in die Stollen frei. Die Teilnehmer entdecken gemeinsam mit einem Vulkanpark-Gästebegleiter, die noch gut sichtbaren Abbauspuren aus der Römerzeit und dem Mittelalter und werden auf weitere Besonderheiten dieses Landschaftsdenkmals aufmerksam gemacht. Treffpunkt für den 90-minütigen Rundgang ist das Erlebniszentrum „Terra Vulcania“, An den Mühlsteinen 7, in Mayen. Eine Anmeldung ist auch hier nicht erforderlich. Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Zahlreiche Besucher tummeln sich jährlich an den Landschaftsdenkmälern im Vulkanpark. Foto: Privat

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