Kolping-Gedenktag 2020 unter besonderen Bedingungen
Unwirklich, seltsam, sonderbar
Lahnstein. Unwirklich, seltsam, sonderbar; auf jeden Fall hoffentlich einmalig war der Kolping-Gedenktag, welcher in der Pfarrkirche St. Martin mit der Eucharistie gefeiert wurde. Die Kolping-Mitglieder im Gottesdienst waren nur halb zu erkennen, hinter ihren individuellen Mund-Nasen-Schutzmasken. Ralf Cieslik an der Orgel spielte zwar die Hymne „Wir sind Kolping“, nur mitsingen durfte niemand. Über 80 Besucher hatten sich im Vorfeld des Gottesdienstes mit Namen, Anschrift und Telefonnummer angemeldet. Die Teilnehmer saßen weit verstreut in den Kirchenbänken auf grünen Punkten, welche Mindestabstände garantierten. Beim Friedensgruß, der sonst manchmal in Umarmungen gipfelt, schaute man sich in der kalten Kirche nur verwundert an. Pater Jijo aus Indien stand der Messfeier als Priester vor. Johannes der Täufer und der selige Adolph Kolping standen im Mittelpunkt der Texte am zweiten Adventsonntag. Als Andenken erhielt jeder Besucher an der Kirchen-Ausgangstür etwas „Würze für das Leben“ mit, ein schön gestalteter Salzstreuer mit einer mutmachenden Geschichte. Nach dem Schlusssegen nahm der Vorsitzende Markus Schild in der Kirche die Jubilarenehrungen vor. 25 Jahre Kolping-Mitglied sind Thomas Schulte, Melanie Erlenbach, Nora Hoffmann und Anni Decker. (letztere mit 101 Jahren auch ältestes Kolping-Mitglied). Eine Urkunde des Kolpingwerkes und eine Flasche Glühwein wurde auch dem Bannerträger, Klaus-Michael Kauers, für 40-jährige Treue zum katholischen Sozialverband überreicht. Neu in die Kolpingfamilie aufgenommen wurden Nadja, Paula und Carla Sachsenhauser. Schild dankte allen für ihr Kommen und blickte kurz auf ein Jahresprogramm zurück, welches nur punktuell durchgeführt werden konnte. Er wünschte allen eine schöne Adventszeit, in welcher der weihnachtliche Rummel, welcher in den Jahren zuvor beklagt wurde, jetzt vielleicht vermisst wird. Für die bundesweit anlässlich des Kolping-Gedenktages durchgeführte Aktion des Kolpingwerkes „Mein Schuh tut gut“ konnten 135 Paar gebrauchte Schuhe zugunsten der Internationalen Adolph Kolping Stiftung gesammelt werden.
