Jazz und Rhythmus im historischen Fachwerkhof
„Update“ spielte Standards und Improvisation im Köllenhof
Beliebte Jazz-Reihe mal sommerlich als Open Air-Konzert
Wachtberg. Bei selbst am Abend noch über dreißig Grad swingte das Sextett „Update“ Anfang August im Köllenhof frisch und leicht in eine laue Sommernacht hinein. Nach aberwitzigen Tagestemperaturen knapp unterhalb der 40-Grad-Marke hatten die Veranstalter Stühle und Tische in den Innenhof getragen und aus dem monatlichen Jazz-Ereignis kurzerhand ein Open-Air-Konzert gemacht. Bereits zum fünften Mal standen die Sechs von „Update“ in Ließem auf der Bühne und präsentierten Jazz aus den 50er- und 60er Jahren. Miles Davis ließ sich ebenso hören wie Gerry Mulligan, Charlie Parker und Duke Ellington mit Standards, aber auch weniger bekannten Stücken.
Zu späterer Stunde forderten die aktiven Musiker ihr Publikum zur Jam-Session auf. Seit über elf Jahren spielt das Sextett zusammen auf regionalen Bühnen. Der Schwerpunkt liegt zwar auf den Standards der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Nichtsdestotrotz verschließen sie sich auch ungewöhnlichen oder modernen Einflüssen nicht. So präsentierten sie mit der Eigenkomposition „Sweet Emma“ ein Stück auf deutlicher Jazz-Basis gemischt mit rockigen Tönen.
Abstimmung, musikalische Erfahrung und jahrzehntelange Übung in verschiedenen Formationen war den Musikern im Köllenhof deutlich anzuhören. Die ersten Erfahrungen mit der Musik machte beispielsweise Karl Paschke (verschiedene Saxophone, Klarinette) mit zehn Jahren am Klavier und mit der Geige. Mit dreizehn Jahren entdeckte er die Blasinstrumente für sich und schwenkte auf Klarinette und Saxophon um.
In einer ausgewogenen Mischung aus Bandspiel und Solisteneinsätzen schenkte Update seinen Hörern mit „Waltzing Mathilda“ „Give me the simple life“ sowie eigenen Beiträgen eine professionell-gelungene Jazz-Mischung vom Feinsten. Der nächste jazzige Hörgenuss wartet schon am ersten Dienstag im September im Köllenhof um 20 Uhr auf seine Gäste. In der beliebten Jazz-Reihe wird dann „Jürgen Dietz & friends“ zu hören sein.
Mit „The Cute“ gab Gerd Both ein Schlagzeugsolo vom Feinsten.
