Frauen-Union verabschiedet sich von Büchereileiter Herbert Kalkes
Verabschiedung in der Bücherei Meckenheim
Meckenheim. Die Frauen-Union Meckenheim hat sich jetzt bei einem Besuch vom Leiter der Katholischen Öffentlichen Bücherei Herbert Kalkes verabschiedet. Über viele Jahre hatte die CDU-Frauenvereinigung gemeinsam mit ihm und dem Büchereiteam sowie dem Katholischen Familienbildungswerk Lesungen veranstaltet, die immer gut besucht waren. Als Dankeschön überreichten die Frauen ihm ein Fotoalbum zur Erinnerung sowie Wein für ruhige Stunden zu Hause in Köln.
„Es ist wirklich schade, dass Ihr wohlverdienter Ruhestand in eine solch unruhige Zeit fällt“, sagte FU-Vorsitzende Sabrina Gutsche. Wie berichtet, wird sich das Erzbistum Köln aus der Finanzierung der Bücherei zurückziehen und hat den Vertrag zum Ende dieses Jahres gekündigt. Er gilt noch ein Jahr bis Ende 2023.
Die Frauen-Union hatte sich gleich nach Bekanntwerden der Pläne für die Bücherei eingesetzt und genau 846 Unterschriften für den Erhalt gesammelt, die ans Erzbistum geschickt wurden. Es kam auch eine Antwort, die jedoch keinerlei Perspektive enthielt. Trotz vieler Gespräche und Verhandlungen zwischen Stadt Meckenheim und Kirche wurde nun der Vertrag seitens des Erzbistums gekündigt. Für die FU sei - genau wie für die CDU - völlig klar, dass Meckenheim eine Bücherei brauche. Sie leiste einen wertvollen Beitrag zur Bildung, wecke und fördere die Lesefreude bei den Jüngsten, kooperiere erfolgreich mit Schulen und Kitas und spreche alle Altersgruppen an.
Der Diplom-Bibliothekar Herbert Kalkes war seit 1982 für die Meckenheimer Bücherei zuständig. Er hatte eigentlich an einer wissenschaftlichen Bibliothek arbeiten wollen, aber es reizte ihn die Arbeit mit so vielen verschiedenen Altersgruppen. „Hier in Meckenheim haben wir eine wunderbare und sehr interessierte und treue Klientel“, sagte er. „Das Interesse ist groß, Kinder werden ans Lesen herangeführt. Die Arbeit hat mir sehr viel Freude gemacht.“ Obwohl er sich auf den Ruhestand freut, hätte er sich gewünscht, in weniger turbulenten Zeiten zu gehen.Pressemitteilung
Frauen-Union Meckenheim
