Allgemeine Berichte | 21.05.2019

Wolfgang Arends‘ neuer Film „Die Ahr ist ihr Schicksal“ kommt als schrille Satire daher

Verbrechen im Tal der roten Rebe

Erstaufführung am Samstag, 2. und Sonntag, 3. November im Kino von Bad Neuenahr

Das sieht nach Abrechnung mit dem Bösen aus. Fotos: Wolfgang Arends

Ahrweiler. Aufatmen ist angesagt bei den Fans der Produktionen aus den Goethe 11 Studios. Dabei sah es im vergangenen Jahr für Wolfgang Arends‘ nächstes Projekt gar nicht rosig aus. Der sonst so zuversichtliche und allen verrückten Ideen zugetane Freizeitfilmer aus Ahrweiler beurteilte seine zukünftige nicht-kommerzielle Filmproduktion durchaus skeptisch. Das lag am Vorgängerdreh „Kaiserrausch - Deutschland und das Ahrtal auf dem Weg zur Weltgeltung“ oder genauer, an den widrigen Umständen, unter denen er entstand.

Die freiwilligen Mitwirkenden hielten Zusagen zum Schnitt nicht ein oder waren als Laienschauspieler am Set derart locker, dass sie die Nerven des Filmemachers überstrapazierten. Einerseits reißt ihn für gewöhnlich die eigene Begeisterung fort, andererseits mahnte die Erfahrung zu Vorsicht. Zuverlässige Mimen insbesondere Statisten, vor allem ein „Best Boy“ am Set, damit wäre seine Motivation wieder zu heben sinnierte Arends. Der Best Boy werde nicht nur fürs Kabeltragen, sondern auch zum Verlegen benötigt, „wenn die nächste Steckdose 50 Meter entfernt ist“. Zwischendurch solle er oder sie auch einmal die Kamera übernehmen, die Nebelmaschine betätigen, für Getränke sorgen, eine Requisite basteln, die Schauspieler schminken, ankleiden und so weiter.

70-Minuten-Neuling

Wie weit diese Vorstellungen sich realisiert haben, hat Arends im Einzelnen nicht mitgeteilt, wohl aber, dass sich alles zum Guten gewendet hat. Denn inzwischen „hat sich ein IT-Experte gemeldet und schneidet jetzt den Film, ein Pärchen aus Wehr macht mit und ein BKA-Mann hat sich bereit erklärt, aus polizeilicher Sicht zu beraten“. Und das bedeutet zur Freude der Fans und aller, die es werden können: Es wird wieder einen ausgewachsenen Film geben, den derzeit drei Trailer auf YouTube bewerben.

„Weil der Sommer so warm und lang war, hatten wir 1a-Konditionen zum Drehen“, berichtet Arends. Erneut gibt er den Tausendsassa, zeichnet für Produktion, Drehbuch, Regie, Kamera verantwortlich, übernahm auch das Casting und war rundum zuständig für „Die Ahr ist ihr Schicksal“. So heißt der schrille 70-minütige Neuling. Er handelt von Ute und Ralf (Ute Schmidt und Ralf Schneider), die vorhaben beim Wandern die Schönheit des Ahrtals zu genießen. Stattdessen geraten die völlig Unbeteiligten in einen Strudel der Ereignisse. „Sie sind ausgerechnet immer gerade da, wo etwas Schlimmes passiert“, verrät der Filmemacher. Denn die haarsträubende Story will es, dass „ein Wahnsinn dem anderen folgt“. Man darf sich neben der überdrehten Handlung auf Kalauer, Gags und jede Menge verrückter Einfälle gefasst machen.

Burgundia entführt

Während im Weinberg der gefürchtete „Traubenmopser“ sein Unwesen treibt, wird auch noch die Weinkönigin entführt. Wer steckt dahinter, etwa der Traubenmopser, der am Wegesrand Trauben klaut, oder eine ganz üble Bande, womöglich aufgestachelt durch eine neidische Ex-Burgundia, die keiner Nachfolgerin das Krönchen gönnt? Die martialisch auftretende „Wingert-Police“, eine fiktive Weinbergspolizei, schaltet sich jedenfalls ein und steht vor einem Rätsel. Ihre ureigene Aufgabe ist es, Jagd auf Traubenmopser zu machen. Im Burgundia-Fall aber bietet ein ostfriesischer Profiler seine Hilfe an.

Mit wechselnden Verkehrsmitteln vom Pferd über Segway-E-Roller und Harley bis zum Mercedes-Oldtimer, „ein Eyecatcher“, wie Arends schwärmt, ist die schwer bewaffnete Wingert-Police unterwegs. Die Filmsatire führt durch die Weinberge und über bewaldete Höhen zur Burg Are. Natürlich geht es auch auf und in die Wasser der Ahr, nicht nur für die Ahr-Rafting-Gruppe. Triefend entsteigt den Fluten etwa der Unterwasser-Oberaufseher, alias Gregor Bendel im weißen Hemd, der die Untiefen der Ahr ausmisst. Begegnungen mit schrägen Outlaws sind ebenfalls Bestandteil. Und deutet ein Trailer nicht an, es lebe ein Monster im vermeintlich so friedlichen Tal, wo in Wahrheit die Verbrechen lauern?

Zwar steht bereits die Rohfassung des Films, doch seine Fertigstellung verlangt noch einiges an Arbeit. Der neue verrückte Streifen wird am Samstag, 2. und Sonntag, 3. November erstmals im Kino von Bad Neuenahr zu sehen sein, wo ein Riesenprojektor ihn voll zur Geltung bringt. Am Samstag, 16. und Sonntag, 17. November ist er dann in der ehemaligen Ahrweiler Synagoge zu sehen. HG

Hochgerüstete Unholde oder liebenswürdige Outlaws, auch diese Gestalten spielen im Film eine Rolle.

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Die Bedeutung der Rose wird erst die Premiere enthüllen.

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Burgundia (Ronja Klein-Kronen) wird entführt.

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Das sieht nach Abrechnung mit dem Bösen aus. Fotos: Wolfgang Arends

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