Allgemeine Berichte | 03.02.2025, 09:23 Uhr

„Currywurstfestival“ und „ChocolART“ mit einem gemeinsamen Nenner

Verkaufsoffener Sonntag mit Currywurst und Schokolade

Viele Gäste kamen nach Neuwied.

Neuwied. Ungeplant aber die konsequente Antwort auf den Trend des Jahres 2024 gaben die Chocolatiers und überraschenderweise die Imbissbetreiber, auf dem „Currywurstfestival“ und „ChocolART“. Die Rede ist von Dubai-Schokolande in jeglicher Form. Während das Erscheinen im Süßwarenbereich nicht überraschte, verblüffte die Bratwurst mit Curry- und Schokoladensoße sowie Pistaziencreme mit einer Garnitur aus Engelshaar und gehackten Pistazienkernen. Insofern erwies sich das Dubai-Thema als perfekte Klammer um das „Currywurstfestival“ und „ChocolART“. Das „Currywurstfestival“ ist seit 2007 der Aufhänger für den ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres. Einkäufer mit dem Glück letzter Winter-Schnäppchen im Ausverkauf oder gerade eingetroffener Frühjahrstrends pausierten an den über fünfzig Ständen. Umgekehrt nutzten Currywurst- und Schokoladenfans, die für das bundesweit einmalige Erlebnis nicht selten weite Anfahrten in Kauf nahmen, die Gelegenheit für ein Shopping in den Läden und Boutiquen. Dass das „Currywurstfestival“ auch nach fast zwanzig Jahren ein Veranstaltungsexot ist, bewies das Interesse überregionaler Medien. Eigentlich war das „Currywurstfestival“ aus der Taufe gehoben worden, um den heimischen Imbissbetreibern ein eigenes Forum zu bieten. Zunächst noch von einer bunten Schar Marktschreiern begleitet, wurde das Festival schnell zu einem rasant wachsenden Selbstläufer. 31 Schausteller, Imbissbetreiber und Metzger aus nah und fern waren an diesem Wochenende dabei. Hinzu gesellten sich 21 Chocolatiers, Gebäck-, Pralinen- und Süßwarenstände aus Deutschland, Benelux und sogar Italien. Als „ChocolART“ gastieren sie in kühlen Monaten, durch mehrere deutsche Städte. Die Deichstadt wurde 2019 in den Tourplan aufgenommen. Weil das Geschäft nicht ganz so gut lief, die Neuwieder auf das „ChcolART“ aber nicht verzichten wollten, führte das Neuwieder Stadtmarketing beide Veranstaltungen zusammen.

Herausforderung für Besucher

Manchen Besucher stellte das vor Herausforderungen. „Erst was Herzhaftes und im Abgang Schokolade“, schlug Tilo Bach seinen Freunden vor. „Lieber erst was Süßes, dann kommt ganz schnell die Lust auf das Herzhafte“, meinte sein Freund Christian und die Diskussion der Freunde aus Horhausen kam in Gang. Einig geworden über die Gangfolge, standen die Besucher schon vor der nächsten Herausforderung. Schließlich gab es nicht nur 31 Imbissbetreiber zu entdecken, sondern jeder von ihnen hatte mindestens ein duzend Varianten zur Auswahl. Hinter der „wilden Hilde“ verbarg sich eine leicht scharfe Sauce mit süßer Tomate und Himbeere. In eine ganz andere Richtung ging die Currywurst „Jacky“ oder die Sauce eines Imbissbetreibers von der Mosel, die mit Riesling verfeinert war. Aus dem Schilderwald stach „die mit dem Blubb“ hervor. Diese pikante Currywurst wurde mit Blattspinat und Parmesan serviert. Apropos serviert: Manche Anbieter machten es den Kunden etwas leichter. Sie boten zur Wurst gleich mehrere Saucen auf einem Teller an. Im Vorteil war, wer wie die Westerwälder Jungs, in der Gruppe unterwegs ist. „Wir machen es wie beim Spanier mit den Tapas. Jeder holt eine andere Currywurst und jeder probiert bei jedem“, berichtete Tilo Bach. Die Geschmacksvarianten fanden einen Multiplikator im Fleisch. Neben Schwein und Rind, gab es die Wurst aus Lammfleisch, Wild oder heimischen Heckrind sowie Geflügel. An Veganer war ebenfalls gedacht: Sie genossen die fleischlose Currywurst, ersetzt durch Tofu, Linsen oder Kichererbsen. An den Ständen mit „feurig“ und „Scoville“ gekennzeichnet, trafen sich all jene, denen scharf nicht scharf genug ist. „In diesem Jahr möchte ich die 1.000 Scoville Marke reißen“, gab sich Ralf Weber zuversichtlich. Als Feuerwehr in Sachen „Durst löschen“ konnte wieder einmal auf den Festausschuss der Stadt Neuwied gezählt werden. Die ehrenamtlich Aktiven aus mehreren Vereinen betrieben den traditionellen Bierbrunnen. Die Durstigen taten nebenbei noch gutes, kommt ein Teil der Einnahmen doch dem Rosenmontagsumzug zugute.

Süße Versuchung

Bei den Ausstellern von „ChocolART“ lockten süßen Versuchungen in allen Varianten. Bereitwillig boten die Standbetreiber den Interessierten Kostproben ihrer Köstlichkeiten. Gern auch in flüssiger Form als Choco-Sekt oder Choco-Likör. Chocolatiers und Nougat-Manufakturen verwiesen auf die eigene Herstellung nach spezieller Rezeptur. Neben bekannten Gesichtern aus den Vorjahren bot „ChocolART“ viel neues. Darunter den Confi-Cup. Dahinter verbargen sich frische Früchte im Plastikbecher, zu denen man sich eine der Schoko-Saucen und ein Topic individuell zusammen stellen konnte. Bei trocken-kaltem, stellenweise sonnigen Wetter waren das „Currywurstfestival“ und „ChocolART“ einmal mehr ein Publikumsmagnet. Zu Stoßzeiten bildeten sich lange Schlangen vor den Ständen. Da war es gut, dass das Stadtmarketing erstmalig das Sulzbacher-Rondell einbezog und den Markt auf diese Weise etwas entzerrte. Großer Beliebtheit erfreute sich das große Festzelt auf dem Luisenplatz. Bei frostigen Temperaturen konnte man hier in aller Ruhe essen und sich aufwärmen.

FF

Den süßen Verführungen und Verlockungen von „ChocolART hielt“ niemand stand.

Den süßen Verführungen und Verlockungen von „ChocolART hielt“ niemand stand.

Zum verkaufsoffenen Sonntag freuten sich die Händler über großen Zuspruch und reges Interesse.

Zum verkaufsoffenen Sonntag freuten sich die Händler über großen Zuspruch und reges Interesse.

Selbst gemachter Nougat in allen Variationen und Geschmacksrichtungen.

Selbst gemachter Nougat in allen Variationen und Geschmacksrichtungen.

Für sein einzigartiges „Currywurstfestival“ ist Neuwied über die Region hinaus bekannt

Für sein einzigartiges „Currywurstfestival“ ist Neuwied über die Region hinaus bekannt

Fotogalerie: Festival der Currywurst und ChocolART 2025

In Neuwied stand wieder Deutschlands liebstes Fastfood im Mittelpunkt: Die kultige Currywurst. Schokoladenkreationen rundeten das Angebot auf süße Art ab.

Foto: Alle Fotos: FF

Video: Festival der Currywurst und ChocolART 2025
© FF 00:20 min

Viele Gäste kamen nach Neuwied.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Messezeitung Rheinbacher Ausbildungsmesse
Magazin Rheinbacher Ausbildungsmesse
Pellenzer Ausbildungsmesse ,Ausbildung kaufmännisch
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606   - Pellenzer Lehrstellenbörse 2026
Pellenzer Lehrstellenbörse
Sonderseite Flowcraft
Empfohlene Artikel
Gegen das Verschwindenlassen von Menschen, insbesondere in El Salvador und Nicaragua, richtete sich ein Infostand der Neuwieder Gruppe von Amnesty International.
9

Neuwied. Gegen das Verschwindenlassen von Menschen, insbesondere in El Salvador und Nicaragua, richtete sich ein Infostand, den die Neuwieder Gruppe von Amnesty International aufgebaut hatte. Die AI Aktivisten prangerten vor allen Dingen diese Menschenrechtsverletzung in Diktaturen an, und sendete eine Petition an die Regierungsstelle von El Salvator, zu deren Unterschrift aufgerufen wurde und viele Passanten diese Form des Protestes mit ihrer Unterschrift unterstützten.

Weiterlesen

Foto: WAMFO.de
29

Erfolgreiche 3. Herbstpartie. Am vergangenen Wochenende verwandelte sich das Gelände und die historische Burg Namedy in Andernach in einen erlebnisreichen Lifestyle Markt, auf dem über 170 ausgewählte Ausstellerinnen und Aussteller ihre schönsten Kreationen präsentierten. Erfahren Sie mehr im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
1075

Nach dem Crash flüchtete der Verursacher zunächst zu Fuß von der Unfallstelle

07.09.: Kreis AW: Britischer Autofahrer missachtet Rechtsverkehr: Verletzte und Totalschaden nach Frontalkollision

Quiddelbach. Der Fahrer eines britischen Pkw befuhr am Freitagabend gegen 19:40 Uhr die B 257 von Quiddelbach kommend in Fahrtrichtung Müllenbach. Dabei nutzte er über einen längeren Zeitraum den linken Fahrstreifen. Ausgangs einer Linkskurve oberhalb von Quiddelbach kollidierte der schwarze Pkw frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Pixabay.com
808

Für rund zweieinhalb Stunden blieb es dunkel:

05.09.: Langer Stromausfall in Remagen und Sinzig

Sinzig/Remagen. Am Samstagabend kam es um 20.07 Uhr zu einem Kurzschluss im Bereich der Umspannanlage Sinzig. In der Folge fiel im Bereich von 31 Netzstationen der Strom aus. Betroffen waren Haushalte in Sinzig und Remagen.

Weiterlesen

Nach der Flut bewiesen Gisela Dieringer und Brigitte Gafinen Durchhaltevermögen.
600

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach mehr als 150 Jahren endet eine außergewöhnliche Familien- und Unternehmensgeschichte: Das traditionsreiche Schuhhaus Rollmann in Bad Neuenahr schließt seine Türen. Damit verliert die Innenstadt ein Geschäft, das für Generationen von Kundinnen und Kunden weit mehr war als nur ein Ort zum Schuheinkaufen, sondern einen Platz für Begegnungen und Gespräche. Nun haben sich die...

Weiterlesen