Allgemeine Berichte | 29.05.2017

NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald informiert

Vermeintlich verlassene Jungvögel sind nicht unbedingt hilflos

Ein junger Waldkauz muss nicht hilflos sein, wenn er allein ist. Heinz Strunk

Region. Viele Jungvögel verlassen in diesen Tagen ihre mittlerweile eng gewordenen Nester und Nistkästen. Beim Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald häufen sich währenddessen die Meldungen über vermeintlich hilflose Tiere. Doch nicht immer benötigen diese tatsächlich Hilfe.

„Die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Damit natürliche Feinde nicht alle der noch flugunfähigen Vögel auf einmal entdecken, verteilen sich diese an verschiedene Stellen des Gartens oder Wäldchens. Die Jungvögel stehen durch Bettelrufe in der Regel noch mit ihren Eltern in Verbindung. Sie werden dann weiterhin versorgt, während sie

das Fliegen üben“, so der NABU Rhein-Westerwald.

Scheinbar hilflose Tiere sollten zunächst an Ort und Stelle belassen und aus einem Versteck ca. zwei Stunden lang beobachtet werden, um den Eltern die Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Nur, wenn in dieser Zeit kein Elternvogel entdeckt wird oder die Jungtiere offensichtlich verletzt oder nahezu unbefiedert sind, sollte eingegriffen werden.

Denn die Chance, dass ein Jungvogel in Freiheit überlebt, ist weit größer als bei einem Aufzuchtversuch, selbst bei fachgerechter Pflege.

Bei akuter Gefahr durch Katzen oder wenn Jungvögel am Rand einer vielbefahrenen Straße sitzen, sollten die Tiere in einen nahegelegenen Busch gesetzt werden.

Die Eltern hören die Rufe der Jungen und nehmen diese selbst nach einer Berührung durch den Menschen wieder an, denn der Geruchssinn ist bei Vögeln kaum ausgeprägt. Säugetiere hingegen sollten nicht berührt werden, damit die Elterntiere sie noch als ihre Jungen erkennen.

Ein junger Waldkauz muss nicht hilflos sein, wenn er allein ist. Foto: Heinz Strunk

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