Allgemeine Berichte | 21.10.2025, 11:33 Uhr

Kleinkünstler trafen sich zur JHV im Familienferiendorf

Vier Jahrzehnte als freier Kulturveranstalter überlebt - doch das Ende naht

Die Aktiven der Kleinkunstbühne Mons Tabor freuen sich während der Jahreshauptversammlung im Familienferiendorf in Hübingen darüber, dass alle 5 Formate im letzten Programmjahr 2026 in höchster künstlerischer Qualität stattfinden werden! Foto: KKB/Uli Schmidt
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Westerwaldkreis. Fast vier Jahrzehnte auf dem Land als freier Kulturveranstalter überlebt! Das dürfte neben der Kleinkunstbühne Mons Tabor e.V. mit Sitz in der Kreisstadt Montabaur und Wirkungsbereich weit darüber hinaus, wohl nur wenigen Initiativen in Rheinland Pfalz gelungen sein.

Und nach all den nicht immer einfachen Jahren und überstandener Pandemie sind die Kulturschaffenden noch immer ebenso motiviert wie erfolgreich.

Doch nun gehen, wie schon länger geplant, mangels Nachwuchs 2027 endgültig die Lichter aus: beschlossen wurde dies jetzt einstimmig in der Jahreshauptversammlung im Familienferiendorf in Hübingen - von nur noch einem verbliebenen Dutzend aktiver Mitglieder.

Doch sicher ist auch: im Jahr 2026 wollen die Kleinkünstler im letzten Programmjahr nochmal so richtig zeigen, was sie in all den Jahren ehrenamtlich in Sachen Programmplanung, Werbung, Technik, Finanzierung oder Catering gelernt haben. Die langjährigen Erfolgsformate „Musik in alten Dorfkirchen“, die „Westerwälder Kabarettnacht“ sowie das Kleinkunstfestival „Folk & Fools“ werden auf hohem künstlerischem und organisatorischem Niveau wie gehabt stattfinden. Das gilt auch für die jüngeren Formate „Kabarett am Gelbach“ und das „Varieté im Buchfinkenland“. Bald wird das Programm der Öffentlichkeit vorgestellt! Und alle sind sich einig: Es wird das wohl beste in der langen Geschichte der Kleinkunstbühne!

Bei der dann 36. Ausgabe des FOLK & FOOLS am 14.11.2026 in der Stadthalle Montabaur wird der endgültig letzte Vorhang fallen – natürlich mit einem hochrangigen Programm mit Künstler/innen aus A-Cappella sowie Kabarett und Folk aus Irland. Natürlich soll dieses Abschiedsfest möglichst in einer rappelvollen Halle stattfinden! Das Motto dieses Abschieds-Kulturfestes wird sein: „Die Kleinkunstbühne geht, aber die Demokratie bleibt!“

Zum Beginn der Jahreshauptversammlung der Kleinkunstbühne Mons Tabor im netten Kaminzimmer des Familienferiendorfes, berichtete Vorsitzender Uli Schmidt (Horbach) über ein gelungenes Veranstaltungsjahr 2025, das mit dem diesjährigen 35. Kleinkunstfestival am 15.11.2025 unter dem Motto „Stars der Zukunft“ seinen Höhepunkt finden soll. Er wies darauf hin, dass die Macher der Bühne mit ihrem Publikum 40 Jahre älter geworden seien und es leider kein Nachwuchs gebe, der das hochwertige Angebot in den Sparten Weltmusik, Kabarett und Varieté fortführen wolle – gerne auch mit neuen und jugendlicheren Schwerpunkten.

Als Technischer Leiter wies Torsten Schmitz (Ransbach-Baumbach) darauf hin, dass die mobile Bühne bei der Licht- und Tontechnik dank wiederholter Investitionen mit professioneller Licht- und Tontechnik ausgestattet sei. „Einen in Künstlerkreisen anerkannt hohen Standard haben wir auch bei der Künstlerbetreuung“, fügte Rita Stahl (Montabaur) für das Cateringteam hinzu. Im Kassenbericht konnte Kassenführer Carsten Frenzel (Westerburg) darüber informieren, dass auch die Finanzen in Ordnung sind; „Wenn es bis Ende 2026 so weiterläuft, können wir sogar einen verbleibenden überschaubaren Kassenbestand nach der Auflösung an zwei heimische Einrichtungen zur Förderung der Kinderkulturarbeit übergeben“, so Frenzel.

Weitere Infos zum geplanten Programm und mehr gerne unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.

Pressemitteilung Kleinkunstbühne Mons Tabor e.V.

Die Aktiven der Kleinkunstbühne Mons Tabor freuen sich während der Jahreshauptversammlung im Familienferiendorf in Hübingen darüber, dass alle 5 Formate im letzten Programmjahr 2026 in höchster künstlerischer Qualität stattfinden werden! Foto: KKB/Uli Schmidt

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