- Anzeige - Bilanzpressekonferenz der Volksbank RheinAhrEifel eG
Volksbank RheinAhrEifel eG rüstet sich für eine „persodigitale“ Zukunft
Vorstand präsentierte Bilanz 2016
Maria Laach. Trotz der anhaltenden Nullzinsphase und regulatorischen Anforderungen stieg die Bilanzsumme der Volksbank RheinAhrEifel eG in 2016 von 2,059 auf 2,330 Milliarden Euro. Das Eigenkapital der Genossenschaftsbank stieg von 203 auf 243 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen wuchsen auf 1,861 Milliarden Euro. An Neukrediten wurden für die Kunden 366 Millionen Euro bereitgestellt. Außerdem konnte die Volksbank ca. 8.500 neue Mitglieder – einschließlich der Mitglieder der ehemaligen Raiffeisenbank Mittelrhein – sowie rund 3.200 neue Kunden gewinnen. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende Elmar Schmitz im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag, 26. Januar 2017 im Seehotel Maria Laach mit. Davon, dass die Genossenschaftsbank im Geschäftsjahr 2016 einen Gewinn von 15,5 Millionen Euro nach Steuern (5,2 Millionen Steuern) ausweisen kann, profitieren auch die über 91.000 Mitglieder, die sich – vorbehaltlich der Zustimmung durch die Vertreterversammlung – auf eine Dividende von fünf Prozent freuen dürfen.
„Vorantreiben statt getrieben werden“
Das vergangene Jahr stand für die Volksbank RheinAhrEifel ganz im Zeichen ihres 150. Jubiläums. Highlights waren die Jubiläumsausstellung, der Festakt mit über 350 Gästen in Bad Neuenahr und der Tag des Mitglieds. „Durch unser Jubiläum haben wir unsere genossenschaftlichen Wurzeln wieder stärker ins Bewusstsein gerückt und daraus neue Kraft für künftige Aufgaben geschöpft“, so Elmar Schmitz, der die Bilanz 2016 gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Sascha Monschauer und Markus Müller präsentierte. „Herausforderungen wie die Nullzinspolitik, die Regulatorik und die Digitalisierung nutzen wir, um uns eigeninitiativ zu verändern. Wir handeln nach der Prämisse‚ ‚vorantreiben statt getrieben zu werden‘. Vor diesem Hintergrund ist es sehr wichtig, dass wir unsere Ertragskraft auch in den kommenden Jahren weiter stabil halten. Die Bilanz 2016 zeigt, dass wir mit unserer Strategie den richtigen Weg eingeschlagen haben. Das Vertrauen der Kunden in unsere Bank ist ungebrochen groß und wir haben unsere Rolle als verlässlicher Kreditgeber in der Region Rhein-Ahr-Eifel weiter gestärkt.“
Bei den Einlagen wird deutlich, dass die Kunden 2016 hauptsächlich auf kurzfristig verfügbare Gelder gesetzt haben. Den größten Teil ihres Geldes legten sie auf Giro- und Tagesgeldkonten an, gefolgt von Termineinlagen wie Festgeld und Spareinlagen. Mit einem Anteil von 80 Prozent der Bilanzsumme sind die Kundeneinlagen die wichtigste Refinanzierungsquelle der Bank.
Zum Kreditgeschäft: „Das Gros der neuen Ausleihungen haben wir an gewerbliche Kunden vergeben. Bei unseren Privatkunden konnten wir insbesondere im Bereich Baufinanzierung gute Zuwächse verbuchen. Das zeigt, dass wir die Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie gut gemeistert haben“, erklärte Elmar Schmitz. Die Gesamtsumme an Kundenkrediten lag 2016 bei 1,454 Milliarden Euro und legte somit um mehr als 100 Millionen Euro zu.
Die Höhe der betreuten Kundenvolumina stieg 2016 auf 4,537 Milliarden Euro. Davon entfallen 1,162 Milliarden Euro auf die genossenschaftlichen Verbundpartner. Die Summe ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Fonds und Wertpapiere etwa sind bei den Kunden als Vermögensanlage immer gefragter.
Digitalisierung – ein strategischer Schwerpunkt 2017
Ein strategischer Schwerpunkt 2017 ist die Digitalisierung. Schon 2016 hat die Bank ihre Online-Aktivitäten ausgebaut und neue Apps sowie digitale Services eingeführt. Auch die „digitalen Lotsen“ wurden etabliert. Sie unterstützen als Multiplikatoren Kunden und Mitarbeiter. Künftig wird es in jeder Filiale einen digitalen Lotsen geben. Darüber hinaus plant die Bank, ihre Kommunikationskanäle anzupassen und besser miteinander zu verzahnen. Unsere Kunden werden uns künftig persönlich und digital, also ‚persodigital‘ erleben“, so Elmar Schmitz.
Vor diesem Hintergrund sind auch die Umstrukturierungen im Filialnetz zu sehen. „Die meisten Servicetätigkeiten lassen sich im Zeitalter der Digitalisierung online oder per Telefon-Banking erledigen. Beratungs- und Betreuungsleistungen können wir hingegen an größeren Standorten besser darstellen“, erläuterte Elmar Schmitz. Darüber hinaus profitieren die Kunden im und rund um das Geschäftsgebiet von einem dichten Netz an Standorten von Genossenschaftsbanken.
Ein weiterer strategischer Schritt 2017 ist die geplante Fusion mit der Volksbank Mülheim-Kärlich. Im Mai entscheiden die Vertreterversammlung der Volksbank RheinAhrEifel und die Generalversammlung der Volksbank Mülheim-Kärlich über die Verschmelzung. Ist sie erfolgreich, wird aus den Geschäftsgebieten der ehemaligen Raiffeisenbank Mittelrhein und der Volksbank Mülheim-Kärlich ein vierter Regionalmarkt gebildet.
Ihr soziales Engagement wird die Volksbank RheinAhrEifel ins digitale Zeitalter bringen. Vor wenigen Tagen hat sie eine Crowdfunding-Plattform gestartet. Unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ haben Initiativen, Vereine und Co. die Möglichkeit, online um Spenden für gemeinnützige Projekte zu werben. Die Bank stockt die Beträge mit Geldern aus ihrem Spendentopf auf. Wird innerhalb einer bestimmten Zeit die angegebene Summe erreicht, fließt das Geld an die Initiatoren und die Idee wird umgesetzt.
Auch 2017 setzt die Volksbank RheinAhrEifel ihr gesellschaftliches Engagement durch ihre Bürgerstiftung fort. 2016 hat die Stiftung knapp 350 Projekte unterstützt. 2017 sind zwei große Projekte geplant. Die Stiftung wird sämtliche Kindergärten im Geschäftsgebiet mit Bücherschecks im Wert von insgesamt 20.000 Euro ausstatten. Darüber hinaus steht, wie schon in den vergangenen Jahren, ein Ernährungsbildungsprojekt an Grundschulen im Geschäftsgebiet der ehemaligen Raiffeisenbank Mittelrhein auf dem Programm.
Das Geschäftsgebiet der Volksbank RheinAhrEifel eG erstreckt sich vom Rhein bei Remagen bis in den Süden der Vulkaneifel nach Gillenfeld, vom Mittelrhein um Andernach bis Koblenz, das Maifeld um Polch bis in die Hocheifel um die Hohe Acht und den Nürburgring. Bei einer Bilanzsumme von 2,33 Milliarden Euro, 1,86 Milliarden Euro Einlagen und 1,45 Milliarden Euro Krediten beschäftigt das genossenschaftliche Finanzinstitut 482 Mitarbeiter, davon 34 Auszubildende. (Stand: Januar 2017). FRE
Der Vorstandsvorsitzende Elmar Schmitz konnte trotz der Nullzinsphase eine Bilanz präsentieren, die sich sehen lassen konnte.
