Vier Tage buntes Kirmestreiben in Buschhoven
Vom Frühschoppen bis zur Havanna Night
Swisttal-Buschhoven. Nur zwei Schläge brauchte Ortsvorsteherin Christel Eichmanns, und das erste Kirmesfass war angeschlagen. Bei schönstem Spätsommerwetter ließen sich die ersten Gäste das frische Kölsch schmecken.
Zuvor hatten Werner Neffgen, Präsident des die Kirmes ausrichtenden Sportvereins Hertha Buschhoven, und sein Sohn Marcel den Paias unter musikalischer Begleitung durch den Spielmannzug der Freiweilligen Feuerwehr zum Festplatz „geleitet“.
In seiner kurzen Begrüßung dankte der Präsident dem Spielmannzug für dessen jahrelangen Einsatz bei der Kirmeseröffnung. „So ein Fest lässt sich nur noch durchführen, wenn viele fleißige Hände mit anpacken“, wies er zudem auf die Schwierigkeiten hin, so eine Großveranstaltung zu stemmen. „Dabei helfen uns natürlich auch die Sponsoren und die Spenden bei den Haussammlungen.“
Mit dem Fassanstich begannen auch die Fahrgeschäfte mit ihrem Betrieb und vom Grill wehte der erste Duft der Bratwürste über den Toniusplatz.
Bei freiem Eintritt wartete am Abend im Festzelt die „Havanna Night“ auf die Jugend und die Junggebliebenen. Im Palmenambiente der Zuckerrohrinsel standen bei den Getränken natürlich Cuba Libre und Havanna Passion ganz hoch im Kurs.
Nach einer langen Nacht gab’s am Sonntag gleich beim Frühschoppen die Gelegenheit, die raue Kehle wieder zu glätten. Groß und Klein tummelte sich auf dem Kirmesgelände, im Mittelpunkt der älteren Kinder und der Jugendlichen stand der Autoscooter, seit Generationen unverwüstlich und immer wieder beliebt. Die Kleineren strebten mit den Eltern oder Großeltern zum Kinderkarussell und den Ständen mit den Süßigkeiten.
Der Montag begann mit der heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Katharina. Nach dem Gang zum Friedhof zog der Köttzug durch den Ort.
Keine Gnade für den Paias
Zu einem Dämmerschoppen trafen sich traditionsgemäß die Alten Herren von Hertha Buschhoven, bevor der Dienstag auf seinen Höhepunkt zusteuerte. Der Paias, der sich seit der Eröffnung am Samstag das ganze Spektakel aus seinem „Krähennest“ hoch über dem Kirmesgeschehen angeschaut hatte, fand sich plötzlich in einer Gerichtsverhandlung wieder. In einer hochnotpeinlichen Befragung durch Mitwirkende des Laienspielkreises Oberbachem wurden ihm die verschiedensten Verfehlungen vorgehalten. Seine Verteidigung war so schwach, dass das Gericht sich in seinem (Vor-)Urteil genötigt sah, die Todesstrafe durch Verbrennen auszusprechen.
RFW
Werner (li.) und Marcel Neffgen „geleiten“ den Paias zum Kirmesplatz. Fotos: Weigert
Seit Generationen beliebt und Treffpunkt der Jugend, der Autoscooter.
