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Tagung und Ausstellung in Maria Laach

Vom Geist der Liturgie

100 Jahre Romano Guardinis „Kultbuch“ der Liturgischen Bewegung

01.09.2017 - 08:11

Maria Laach. Mit Romano Guardinis „Vom Geist der Liturgie“ entstand zwischen Juni 1917 und Mai 1918 eine Schrift, die zu den 1000 bekanntesten und wirkungsgeschichtlich bedeutendsten Werken christlicher Kirchen- und Theologiegeschichte gezählt wird.

Die einzigartige Rolle, die der Aufsatzsammlung für Werden und Entfaltung der Liturgischen Bewegung im deutschen Sprachraum zuerkannt wird, kommt in zahlreichen Ehrentiteln zum Ausdruck. Autor war der damals noch unbekannte Mainzer Kaplan Romano Guardini (1885–1968).

Das Werden der Schrift begleitete mit Briefen und in Begegnungen Cunibert Mohlberg (1878–1963), Mönch der Abtei Maria Laach, ein an der Universität Löwen frisch ausgebildeter Historiker, der mit den Liturgiegeschichtlern seiner Zeit in Kontakt stand. Die Drucklegung des Buches in der Herderschen Verlagshandlung in Freiburg und das Erscheinen in der neuen Reihe „Ecclesia orans“ beförderte der Laacher Abt Ildefons Herwegen (1874–1946). „Vom Geist der Liturgie“ ist die schönste Frucht des Zusammenwirkens dieser drei um die Erneuerung der Kirche durch die Liturgie bemühten Männer. Das Buch stellte eindringlich die Fragen nach den Schwierigkeiten, die sich ergeben, wenn überkommene Liturgie und moderner Mensch aufeinandertreffen.

Wie weit ist der Mensch von heute „kultfähig“ und wie sehr kann oder sollte die Liturgie die Frömmigkeit des Glaubenden prägen? Auch unter den wesentlich veränderten Voraussetzungen einer durch das Zweite Vatikanische Konzil erneuerten Liturgie haben diese Fragen von ihrer Brisanz nichts verloren. Die Lebendigkeit des Gottesdienstes und der Bezug der Liturgie zu Leben und Alltag des Menschen beschäftigen alle, die mit dem Blick auf die Kirche der Zukunft den Glauben feiernd weitertragen wollen. Der hundertste Buchgeburtstag ist Anlass zu einer Tagung und Ausstellung in Maria Laach. Die Jahrestagung des Abt-Herwegen-Instituts „100 Jahre Romano Guardini, Vom Geist der Liturgie. Das Werk, seine Visionen und seine Aktualität“ findet am Samstag, 16. September, ab 10 Uhr in der Aula der Abtei statt. Dabei wirken der frühere Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann, Prof. Dr. Holger Zaborowski (Vallendar) und Dr. Gunda Brüske (Fribourg/Schweiz) mit. Die vom Abt-Herwegen-Institut e.V. kuratierte Ausstellung wird ebenfalls am 16. September um 16:15 Uhr mit einer Einführung im Klosterforum Maria Laach eröffnet. Sie beleuchtet die Entstehungsphase von „Vom Geist der Liturgie“, von der bislang wenig mehr bekannt war als das, was Guardini in seinen autobiographischen Berichten dazu festgehalten hat. Ausgestellt werden in zehn Vitrinen Dokumente aus Archiven (Maria Laach, Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Eibingen, Mainz und Paderborn, Archiv der Franziskanerprovinz) und Privatbesitz, die den Entstehungsprozess des Buches und die früheste Rezeption veranschaulichen. In der Hauptsache werden Autographen Guardinis gezeigt, darunter die bislang unbekannten und noch nicht edierten Schreiben Guardinis an Cunibert Mohlberg von 1917 und 1918. Die Exponate verstehen sich als Beitrag zur frühen Biographie des bedeutenden Theologen und Religionsphilosophen, dessen Seligsprechungsprozess am Samstag, 16. Dezember, in München eröffnet wird sowie zu einem Eckdatum der Liturgischen Bewegung und der Laacher Abteigeschichte. Die Ausstellung kann von Sonntag, 17. September, bis Freitag, 13. Oktober, im Informationszentrum „Klosterforum“ der Abtei zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden. Weitere Ausstellungstermine sind auf der Homepage www.maria-laach.de ersichtlich.

Nähere Auskünfte:

Stefan K. Langenbahn, Archiv für Liturgiewissenschaft, Abtei, D-56653 Maria Laach, Tel. (0 26 52) 59 32 4; Mail: alw@maria-laach.de


Katalog zur Ausstellung


Zu der später auch in Heiligenkreuz (Hochschule Benedikt XVI.), Burg Rothenfels, Trier, Köln und München gezeigten Ausstellung wird auch ein Katalog erscheinen: Vom Geist der Liturgie. 100 Jahre Romano Guardinis „Kultbuch“ der Liturgischen Bewegung. Begleitpublikation zur Ausstellung.

Herausgegeben und mit einer Beschreibung der Exponate von Stefan K. Langenbahn. Köln 2017 (Libelli Rhenani.

Schriften der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek zur rheinischen Kirchen- und Landesgeschichte sowie zur Buch- und Bibliotheksgeschichte 68). ISBN 978-3-939160-76-2. Besprechungsexemplare gibt es im Büro des ALw, Tel. (0 26 52) 59 32 4.

Pressemitteilung der

Vereinigung der Benediktiner

zu Maria Laach e.V.

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Hilfen für Obdachlose

jueren mueller:
Und doch wäre es ein Akt der Humanität, christlich und sozial gedacht, wenn man der Aktion "Gabenzäune" eine Chance geben würde, zumal diese nur für eine begrenzte Zeit vonstatten ginge.Die von der Stadt als "zusätzlich" deklarierten Hilfen von Mampf u.Schachtel finden übrigens ganzjährlich als Normalität statt. Mir drängt sich der Verdacht auf,als wolle die Stadt nur von ihrem engstirnigen von endlosen Vorschriften behafteten Denken ablenken,da sie sich - es ist ja wieder Frühling - herausputzt ... da passen nun einmal "blaue Tüten" an öffentlichen Einrichtungen nicht in`s Bild - schon garnicht mit Menschen,die eh am Rande unserer Gesellschaft leben. Hinzukommt,dass man ja gerade in der jetzigen Krisenzeit allzu sehr mit sich selbst beschäftigt ist (wie aber ansonsten auch).
jueren mueller:
Da zeigt sich wieder dieser immerwährende sture Bürokratismus, der die Stadt fest im Griff hat. SONDERNUTZUNG!!! Was hier an einer NOTWENDIGKEIT in Krisenzeiten von Nöten ist bestimmt nicht der Bürokratismus,schon garnicht die Politik, sondern Menschlichkeit u.Hilfsbereitschaft. Großkotzige Reden führen,selbst satt sein u.im warmen hocken hat anderen noch nie geholfen. In diesen sogen.Tüten sind NICHT nur Lebensmittel,sondern auch (warme) Kleidung. Was hier die STADT mal wieder umtreibt ist ihr krankhafter Ordnungsfimmel,das Festhalten an Vorschriften.Schadet es z.b. dem Ansehen der STADT,wenn für eine begrenzte Zeit/Aktion auch an öffentlichen Zäunen "Hilfsartikel" hängen?Eine humanitäre Aktion u.Hilfe für diejenigen,die auf der Straße damit leben müssen,dass für sie nur noch eingeschränkt (oder garnicht) öffentliche Toiletten,Aufwärmmöglichkeiten u.Verpflegungsmöglichkeiten vorhanden sind. Das steht im Widerspruch zu den Phrasen von CDU/SPD christlich u.sozial zu handeln. Schämt EUCH
jueren mueller:
"WIR" - das Unwort des Jahres 2020 (nicht nur) der SPD. Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat,dafür bedarf es keines gesonderten Hinweis der SPD.Es soll unter der Bevölkerung tatsächlich Menschen geben,die selbstständiges,realistisches Denken beherrschen. AUSSETZUNG der Gebühren für Außenbestuhlung/bei Wiedereröffnung Ermäßigung - AUSSETZUNG der Gebühren für Wochenmarktstände.Widersinniger können solche Gedankengänge nicht sein.In einer solchen existenzbedrohenden Situation Gebühren für etwas zu erheben,was überhaupt NICHT stattfindet rechtfertigt bereits den Fingerzeig,sich an den Kopf zu fühlen.Von Unterstützung kann hier wohl keine Rede sein.Nicht mögliche,sondern KONKRETE Maßnahmen sind gefragt.Die politische Arbeit des Rates ist eingeschränkt.Bedeutet dies auch für z.B.einen Fraktionsvorsitz,der monatlich 600 EURO erhält AUSSETZUNG oder ERMÄSSIGUNG?Ich glaube kaum,da man die fortlaufende Zuwendung ja damit begründet,dass die Arbeit ja weiter gehe.
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